Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Haftpflichtversicherung Jungmediziner

08.11.2013 17:22 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Meine Frau hat einen sog. Jungmedziniertarif für eine Haftpflichtversicherung. Vor einem jahr ist sie Fachärztin geworden, hat aber versäumt den Vertrag umzustellen bzw. diesen Umstand zu melden. Was bedeutet das für einen jetzt eingetretenen Schadensfall?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Zunächst müsste man aus den Bedingungen herauslesen, bis wann man als Jungmediziner gilt.

Wenn dies als Facharzt nicht mehr gilt, dann hat Ihre Frau eine Obliegenheitsverletzung begangen.

In § 58 VVG steht, was in einem solchen Fall geschieht.

§ 58 [1] Obliegenheitsverletzung

(1) Verletzt der Versicherungsnehmer bei einer laufenden Versicherung schuldhaft eine vor Eintritt des Versicherungsfalles zu erfüllende Obliegenheit, ist der Versicherer in Bezug auf ein versichertes Einzelrisiko, für das die verletzte Obliegenheit gilt, nicht zur Leistung verpflichtet.

(2) Bei schuldhafter Verletzung einer Obliegenheit kann der Versicherer den Vertrag innerhalb eines Monats, nachdem er Kenntnis von der Verletzung erlangt hat, mit einer Frist von einem Monat kündigen.

Die Obliegenheit muss schuldhaft verletzt worden sein. Einfache Fahrlässigkeit genügt für den vollständigen Anspruchsverlust. Eine Quotelung des Leistungsanspruchs entsprechend dem Grad grober Fahrlässigkeit, wie in § 28 Abs. 2 Satz 2 bestimmt, findet nicht statt.

Gegebenfalls sieht der Tarif Ihrer Frau etwas anderes vor, bspw. eine Kürzung. Da ich den Inhalt der Versicherung nicht kenne, kann hier nur gemutmaßt werden.

Ich möchte abschließend darauf hinweisen, dass Antworten im Rahmen dieser Plattform nur eine erste Orientierung darstellen, deren Einschätzung auf Ihren Angaben beruht.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Grübnau LL.M., M.A.
Rechtsanwalt

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 69615 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
4,8/5,0
Schnelle und kompetente Hilfe - super! ...
FRAGESTELLER
4,8/5,0
Eine gute Erfahrung und eine verständliche Schilderung des Sachverhaltes. Vielen Dank ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Gute und schnelle Antwort. Danke. ...
FRAGESTELLER