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Haftpflichtschaden durch einen Hund


| 15.09.2017 19:21 |
Preis: 60,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle



Guten Abend,
ich benötige einen Rat, wie ich mich weiter verhalten soll.
Der Hund von unserer Tochter war in unserer Obhut, da diese arbeiten musste. Der Hund fraß während einer kurzen Abwesenheit die Ecken unseres Sofas an. Es entstand ein Schaden von 700€ laut Kostenvoranschlag. Wir möchten das Sofa reparieren lassen!!! Haben bei der Versicherung alles eingereicht und ich bekam heute folgende Nachricht:
Sehr geehrte xxxxx,
zum Sachverhalt wurde erklärt, dass Sie den Hund ihrer Tochter in Obhut hatten. Während ihrer Abwesenheit fraß der Hund die Couch an.
Bitte gestatten Sie uns den Hinweis, dass im Haftpflichtrecht grundsätzlich der Zeitwert , nicht der Neuwert der beschädigten Sachen ersetzt wird.
Bei der Regulierung ist zu berücksichtigen, dass Sie als Wohnungseigentümer für eine ordnungsgemäße Beaufsichtigung des Tieres verantwortlich in. Da von Tieren immer eine gewisse Gefahr ausgeht, sind Sie das Risiko eines Schaden eingegangen und müssen sich ein Eigenverschulden zurechnen lassen. Eine Haftungsquote von 50% ist angemessen.
Als pauschale Entschädigung überweisen wir 450,00 € auf ihr Konto.

Ich finde das total frech und unverschämt, möchte das nicht so hinnehmen!! Möchte meine Sofa repariert haben........ wie soll ich mich verhalten , Geld sofort zurücküberweisen????.

Hoffe jemand kann mir weiterhelfen...... .
Mit freundlichen Grüßen

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Sehr geehrte Ratsuchende,


der Versicherer hat nur insoweit recht, als der Zeitwert einer beschädigten Sache als Höchstgrenze heranzuziehen ist, nicht die tatsächlichen Reparaturkosten.

Übersteigen die Reparaturkosten also diesen Zeitwert, verbleibt es bei dem Zeitwert.


Sollte dieser Zeitwert aber die im Kostenvoranschlag genannten 700 € übersteigen, haben Sie auch Anspruch auf vollen Kostenersatz einer fachgerechten Reparatur, wobei die Mehrwertsteuer nu bei tatsächlichem Anfall erstattet werden muss.


Denn der Ansatz des Versicherers, Ihnen eine Mitschuld mangels Beaufsichtigung anlasten zu wollen, ist falsch:


Denn eine Aufsicht über das Tier aus reiner Gefälligkeit fällt nicht unter die vom Versicherer genannte Haftung des Tieraufsehers nach § 834 BGB. Und so ein Gefälligkeitsverhältnis ohne Rechtsbindung liegt nach Ihrer Sachverhaltsdarstellung vor, da eben kein Vertrag abgeschlossen worden ist, sondern Sie aus reiner Gefälligkeit den Hund kurz beaufsichtigt hatten - dann aber kann auch keine Mitschuld von 50% angenommen werden.


Daher sollten Sie den Betrag ausdrücklich als Anzahlung bezeichnen und den Versicherer zur Zahlung der Restzahlung unter Fristsetzung von 14 Tagen auffordern; danach sollten Sie einen Rechtsanwalt beauftragen.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle, Oldenburg

Nachfrage vom Fragesteller 15.09.2017 | 21:29

Vielen Dank. Sollte ich nicht klar kommen, melde ich mich bei Ihnen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 15.09.2017 | 21:29

Vielen Dank. Sollte ich nicht klar kommen, melde ich mich bei Ihnen.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 15.09.2017 | 21:37

Sehr geehrte Ratsuchende,


das können Sie gerne machen.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle, Oldenburg

Bewertung des Fragestellers 17.09.2017 | 11:52


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FRAGESTELLER 17.09.2017 5/5.0
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