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Haftpflichtschaden bei Auszug - Vermieter behält Teile der Kaution ein

02.03.2015 20:21 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


Zusammenfassung: Wenn der Mieter das Parkett über die vertragsgemäße Abnutzung hinaus beschädigt, muß er dem Vermieter Schadensersatz leisten. Es ist jedoch ein Abzug "neu für alt" vorzunehmen. Ist die Höhe eines solchen Abzugs strittig, liegt die Beweislast beim Vermieter.

Sehr geehrte Damen und Herren,

während unserer Mietzeit haben wir in unserer Wohnung einen Wassrschaden am Parkett verschuldet, den glücklicherweise unsere Versicherung übernommen hat - es drehte sich um eine Summe von ca. 3.500€ für das Abschleifen und Wiederversiegeln des Parketts.

Nun ist es so, dass die Versicherung 10% des Rechnungsbetrages abgezogen (auf dem Versicherungsschreiben steht in der Begründung 'neu gegen alt') hat und der Vermieter diesen Abzug in Form einer reduzierten Kautionsrückzahlung an uns weitergegeben hat. Meiner Meinung nach tut er das nicht zu Recht, weil er ja nun quasi ein völlig neues Parkett ohne jede Abnutzung hat - das er nicht hätte, wenn der Schaden nicht passiert wäre. In meinen Augen zieht die Versicherung ja gerade deshalb diesen Anteil (also die Abnutzung des Parketts, Mietdauer waren fünf Jahre) ab.

Wie ist die Rechtslage diesbezüglich? Darf der Vermieter das einfach so an uns weitergeben?
02.03.2015 | 23:20

Antwort

von


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Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

wie Sie bereits richtig vermuten, muß sich der Vermieter einen Abzug „neu für alt" entgegenhalten lssen (vgl. z. B. AG Frankfurt/Main, Urteil vom 24.02.2011 – 33 C 3259/10-26), denn ein Parkettboden muß in der Regel spätestens nach 10 Jahren Nutzungsdauer neu abgeschliffen und versiegelt werden. Wenn das Parkett also zum Zeitpunkt des Schadenseintritts nicht neuwertig war, ist der Abzug „neu für alt" bei der Schadensberechnung vorzunehmen. Zweifel über die Höhe eines Abzugs "neu für alt" gehen zu Lasten des Geschädigten (OLG Koblenz, Urteil vom 26.06.2003 – 5 U 192/03, hier also Ihres ehemaligen Vermieters.

Mit freundlichen Grüßen

Vasel
Rechtsanwalt


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