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Haftpflicht bei Wasserschaden


26.07.2007 16:03 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christian Mauritz



Sehr geehrte Anwälte,

auf den folgenden Sachverhalt beziehen sich meine Fragen:

Vor einigen Tagen wurde durch Starkregen der Abwasserkanal vor meiner vermieteten Doppelhaushälfte so stark überlastet, dass das Abwasser durch einen Gully im Deckel den Keller bis zu 20 cm flutete. Dieser Gully hat kein Rückstauventil oder Rückstauklappe da ich erstens nichts über diese Möglichkeit wusste und auch in den mittlerweile 12 Jahren in denen ich Eigentümer dieser DHH bin nie etwas war.

Als es nun um die Regulierung des Schadens ging schüttelte sich die Wohngebäudevericherung ab, da es sich um einen nicht versicherten Elementarschaden handelt.

Die Hausratversicherung meines Mieters verweigert die Zahlung wegen fehlender Rückstauklappe.

Die Frage ist nun, muss ich die Schäden, die mein Mieter durch die Überflutung hatte jetzt aus eigener Tasche zahlen ?

Ist eine Rückstauklappe auch in nicht hochwassergefährdeten Gebieten Pflicht ?

Wer hätte da eine Informationspflicht gehabt ? Wenn ich so etwas geahnt hätte, hätte ich ja ein Sicherungssystem einbauen lassen.

Vielen Dank schonmal für die Beantwortung.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Fragen möchte ich anhand der vorliegenden Informationen wie folgt beantworten:

Sowohl die Wohngebäude- als auch die Hausratversicherung haften in der Regel nur für Leitungswasserschäden, nicht aber für Elementarschäden. Hier wäre in der Tat eine spezielle Elementarschadenversicherung notwendig gewesen.
Darüber hinaus ist es auch Ihre Pflicht als Eigentümer dafür Sorge zu tragen, dass eine entsprechende Rückstauklappe vorhanden ist. Eine "Pflicht" im Sinne einer gesetzlichen Auflage gibt es diesbzgl. zwar nicht, die Folge bei einer nicht vorhandenen Klappe ist aber grds. die, dass der Eigentümer in der Haftung ist.
Zunächst werden daher leider Sie für die Schäden aufkommen müssen. Denkbar ist jedoch ein Regressanspruch gegen den Bauunternehmer, der die DHH erstellt hat.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen hilfreichen ersten Überblick verschaffen. Bei Unklarheiten nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

Christian Mauritz
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 26.07.2007 | 18:36

Sehr geehrter Herr Mauritz,

vielen Dank für Ihre Auskunft. Nicht das was ich mir erhofft habe aber eine nützliche Information.

Scheinbar war ich aber nicht sehr gut informiert. Würde es den Sachverhalt ändern, wenn doch eine Rückstauklappe installiert wäre ?
Und wer bestimmt, wann es ein Elementarschaden ist oder "nur" ein vollgelaufener Kanal ?

Viele Grüße

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 27.07.2007 | 16:49

Sehr geehrter Fragesteller,

wäre eine funktionsfähige Rückstauklappe installiert und Ihnen auch sonst kein anderweitiges Versäumnis vorzuwerfen gewesen, hätte sich der Mieter mit seiner Versicherung auseinandersetzen müssen.
Elementarschaden ist ein Sammelbegriff für alle Folgen von Naturereignissen, wie eben auch eine Überschwemmung oder ein voll gelaufener Kanal in Folge heftiger Regenfälle. Ob ein solcher Fall vorliegt, "bestimmt" zunächst die Versicherung, die über íhre Eintrittspflicht entscheidet. Bestehen Zweifel an der Richtigkeit dieser Entscheidung, lässt diese sich natürlich überprüfen, bspw. im Wege eines (gerichtlich veranlassten) Gutachtens.

Mit freundlichen Grüßen

Christian Mauritz
Rechtsanwalt

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