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Haftpflicht - Schaden

10.04.2012 12:31 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin am 06.01.2012 in einem fremden Wohnhaus die Treppe hinab gestürzt.
Ich war ca. 5 Wochen krankgeschrieben und habe den Schaden dem Hauseigentümer gemeldet.

Es sind Bilder von der Verschmutzung der Treppe vorhanden.

Jetzt hat die Versicherung des Hauseigentümers den Schadenersatz mit folgender Begründung abgelehnt:

"wir haben geprüft, ob Ihre Schadenersatzforderung nach den gesetzlichen Bestimmungen begründet ist. Dabei hat sich ergeben, dass dies nicht der Fall ist.

Laut den uns vorliegenden Informationen haben unsere Versicherten eine Fachfirma mit der Reinigung der Treppe beauftragt. Diese Firma ist regelmäßig tätig und hat die Treppe zuletzt am Tag vor Ihrem Unfall gereinigt.

Unsere Versicherten gaben auch an, dass trockenes Wetter herrschte, so dass eine witterungsbedingte Verschmutzung nicht in Frage kommt.

Sonstige Verschmutzungen, die durch Benutzer des Hauses verursacht werden, sind für den Eigentümer unvermeidbar und haben diese nicht zu vertreten. Die Benutzer der Treppe haben solchen erkennbaren Gefahrenstellen durch besondere eigene Vorsicht zu begegnen.

Ein Verschulden unserer Versicherten lag nicht vor, so dass ein Schadenersatz nicht möglich ist.

Ob weitere Ausschlussgründe vorliegen, haben wir nicht geprüft.

Mit freundlichen Grüßen"


Meine Fragen:

Habe ich Schadenersatzansprüche aus diesem Unfall?

Wie wäre die weitere Vorgehensweise von meiner Seite aus?

Mit freundlichem Gruß
Securess

Sehr verehrter Fragesteller,

Ihre Frage kann ich nach dem mir von Ihnen mitgeteilten Sachverhalt wie folgt beantworten:

1. Unter der Voraussetzung, daß die Ausführungen der Versicherung zu den tatsächlichen Gegebenheiten insgesamt zutreffend sind, dürfte ein Anspruch nicht bestehen und nicht durchsetzbar sein.

2. Begründung
Der Eigentümer des Hauses hat wohl alle ihm zumutbaren Vorkehrungen getroffen, um Schäden weitgehend auszuschließen.
Jeder Eigentümer haftet aus dem Gesichtspunkt der Verkehrssicherungspflicht für die Sicherheit der öffentlich zugänglichen Teile seines Eigentums, hier des Hauses. Im Rahmen der Verkehrssicherheitspflicht hat er die ihm möglichen und zumutbaren Vorkehrungen zu treffen, um die Gefahren, die von seinem Eigentum ausgehen, weitgehend auszuschließen. Ist er dieser Pflicht nachweisbar in genügendem und zumutbarem Umfange nachgekommen, entfällt die Haftung.
Im vorliegenden Fall hat der Eigentümer "eine Fachfirma mit der Reinigung der Treppe beauftragt", die letzte Reinigung hatte am Tag vor dem Unfall stattgefunden. Auch hätten keine besonderen Umstände vorgelegen, die eine Sonderreinigung erforderlich gemacht hätten, es habe trockenes Wetter geherrscht. Hinzu dürfte wohl auch kommen, daß man mit Verschmutzungen bei öffentlich zugänglichen Treppen rechnen muß und sie ja auch wohl sichtbar gewesen sind (Fotos) und jeder sich deshalb auch durch besondere Vorsicht darauf einstellen hätte können.
3. Wenn keine weiteren - von der Versicherung nicht erwähnte - haftungsbegründenden Umstände
vorliegen, für die Sie als Anspruchsteller im übrigen beweispflichtig wären - dürften Sie leider keine erfogversprechende Möglichkeit haben, materielle und immaterielle (Schmerzensgeld) Schadensersatzansprüche geltend zu machen. Sollte dies dennoch der Fall sein, sollten Sie unbedingt einen Anwalt beauftragen.

In der Hoffnung, Ihnen weiter geholfen zu haben verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen
Günter Schmaler
Rechtsanwalt und Notar

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