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Haftet Anwalt bei Fehler ???

| 31.03.2008 06:10 |
Preis: ***,00 € |

Nachbarschaftsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle


Sehr geehrte Anwälte,

in einer Grundstücksstreitigkeit droht mein Nachbar das Ordnungsamt einzuschalen, da angeblich meine Garagen damals (1971) auf seinem Grundstück teilweise stehen (2cm, wegen angeblich Bergschäden...) , ich habe zwischenzeitlich erkannt, dass dies eine Retourkutsche ist, möchte dazu weiter nix sagen...
Ich war beim Katasteratm und habe mir den Einmessungsriss besorgt, dieser besagt, dass die Grenzmauer, an der meine Garagen angebaut sind, eindeutig noch und zwar nicht nur zu 50 %, sondern zu 100 % auf meinem Grundstück stehen und eine Baugenehmigung liegt auch vor.
Offenbar ist der Nachbar aber so verbohrt, dass er nun überall Verschörungstheorien sieht und meint, dass dies alles falsch sei und zum Ordnungsamt gehen will.
Er glaubt, dass meine Baugenehmigung, die meine Vorgänger beantragt haben und bekommen haben offenbar aufgrund von Schmierereien etc. zustande gekommen ist...

Auf jeden Fall ist nun einmal im Jahre 2003 so eine Drohung ausgesprochen worden, da der Nachbar bei mit eine Garage angemietet hatte, wo er keine Miete zahlte(auf seinem eigenen Grundstück kann er aufgrund Pöatzmangels nicht parken), er wollte damals erreichen, dass ich nachgebe, was ich bedauerlicherweise tat, weil er die Miete auch sofort aufholte.
Nun gleich Situation und ichhabe die Sache wieder einen Anwalt gegeben.
Dieser scheint sich bislang aber kaum zu bewegen, er hat einige Schreiben geschrieben, reagiert nun aber nicht mehr.
Der Anwalt hatte mir damals aber erklärt, dass ich Schreiben vom Ordnungsamt etc. direkt an ihn weiterleiten er soll, er wurde sich darum kümmern und die ihm vorliegenden Einmessungsrisse etc. als Beweis an das Amt weiterleiten.

Da ich öfters weg bin, werde ich dies auch so machen, damit der Anwalt alles veranlassen kann, allerdings weiss ich, dass man auf Schreiben des Ordnungsamtes, dass womöglich auf Eingabe des Nachbarn tätig wird, innerhalb einer Frist reagieren muss, da ansonsten, die fehlerhaften Aussagen des Nachbarn bestand haben könnten.

Wenn der Nachbar sagt, die Garagen stehen auf meinem Grundstück und er würde beispielsweise den Abriss verlangen und das Ordnungsamt überprüft beim Katasteramt nicht die Unterlagen und die Frist wird verstrichen, könnte dies rechtkraft erlangen.

Was ist nun, wenn ich aber alles richtig meinem Anwalt weiterleite, er aber versäumt rechtzeitig auf das Schreiben des Ordnungsamtes zu antworten oder tut dies garnicht, haftet dann der Anwalt für die Folgen ?

Danke

PS.: Eine ausführliche Frage zum Thema Garage und Grenze habe ich vor einigen Wochen zu meinem Konto gestellt, sie können dies zur verdeutlichung geren einsehen.

Sehr geehrter Ratsuchender,


wenn der Anwalt mit den notwendigen Informationen von Ihnen rechtzeitig versorgt worden ist, hat er auch die Pflicht, entsprechend zu reagieren und die notwendigen Schritte im Rahmen seines Auftrages einzuleiten.

Sollte durch das Verschulden des Anwaltes dann entsprechende Schritte unterlassen worden und deshalb Ihnen ein Schaden enstanden sein, ist der Anwalt für diese Pflichtverletzung dann auch haftbar zu machen, da die Fristeinhaltung sicherlich zu den Hauptpflichten des Anwaltes gehört.

Eine Haftung würde nur dann ausscheiden, wenn der Schaden auch bei einem - unterstellten - pflichtgemäßen Handeln des Anwaltes entstanden wäre, was ich aber so Ihrer Schilderung nicht entnehmen kann.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle

Nachfrage vom Fragesteller 31.03.2008 | 07:44

Danke

Gilt dies also immer so ?
Der Nachbar hatte vor kurzen meinen Anwalt mehrmals mit den gleichen Themen angeschrieben, mein Anwalt antwortet daraufhin, dass das Thema ausdiskutiert sei.
Auch habe ich mehrfach betont, dass mein Anwalt erst tätig werden soll, wenn die Gegenseite mich verklagt, da die ja die Beweispflicht trifft und ich habe meinem Anwalt gebeten der Gegenseite mitzuteilen, dass sie der Gegenseite keine Rechtsauskünfte geben, dass die Gegenseite sich also auch einen Anwalt nehmen soll .

Ich weiss nun aber garnicht genau, ob ich dem Anwalt in dieser Sache auch damals was unterschrieben habe, ich kann mich nur entsinnen, ihm ein Fax geschickt zu haben und ihm die ersten Unterlagen gescgickt zu haben, daraufhin hatte er die Gegenseite auch angeschrieben.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 31.03.2008 | 08:04

Sehr geehrter Ratsuchender,


ob das "immer" so gilt, kann man leider nicht verbindlich beantworten, da allein der Einzelfall zu beurteilen ist.

Wenn Sie aber den Anwalt nur für den Fall einer Klageerhebung des Nachbarns beauftragt haben, ist in Ihrem Fall fraglich, ob der Anwalt dann allumfassend auch hinsichtlich der Abrissverfügung der Gemeinde hätte tätig werden sollen. Dieses würde ich aufgrund der nun in der Nachfrage gemachten Sachverhaltsänderung verneinen, da der Auftrag eben genau umrissen gewesen sein dürfte.

Wichtig wird sein, was genau Sie ihm mit welchen Inhalt zugeschickt haben.


Gleichwohl sollten Sie gegen eine mögliche Abrissverfügung vorgehen, da diese ja nach Ihrer Erstschilderung zu Unrecht erfolgt ist.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle

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