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Haftbefehl,nicht erscheinen vor Gericht

14.09.2016 15:59 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


17:38

Hallo,seit gestern habe ich Erfahren,dass ein Haftbefehl wegen nicht erscheinen vor Gericht gegen mich vorliegt
Ich selber bin Angeklagte, (wegen mehrfachen Betruges) jedoch war der Urlaub schon vor meines Wissens des Termins gebucht,lediglich saß mein Pflichtverteidiger alleine da,hat aber keine Auskunft gegeben über meinen Aufenthalt.
Ich muss wohl damit rechnen das ich jede Sekunde abgeholt werde oder?
Was kann der Verteidiger jetzt noch tun?
Gibt es was,was ich noch tun kann?

14.09.2016 | 16:44

Antwort

von


(206)
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Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Anfrage, dich ich aufgrund Ihrer Informationen wie folgt beantworte.

In der Tat ist es möglich, dass der Haftbefehl nun jederzeit vollstreckt wird. Die Erfahrung lehrt jedoch, dass Haftbefehle wegen unentschuldigten Fehlens in der Hauptverhandlung in der polizeilichen Prioritätenliste nicht ganz oben stehen, also "irgendwann bei Gelegenheit, wenn einmal Zeit ist" vollstreckt werden.

Das bedeutet für Sie eine zeitliche Ungewissheit, bei der nur eins sicher ist: dass irgendwann vollstreckt wird, wenn Sie nicht handeln.

Daher gilt nun: nur sprechenden Menschen wird geholfen !

Sie müssen daher jetzt dringend mit Ihrem Verteidiger in Kontakt treten und diesem die Gründe für Ihr Fehlen mitteilen und gegebenenfalls beweisen (Urlaubsbuchungsnachweise).

Sodann sollte Ihr Verteidiger mit dem zuständigen Richter in Kontakt treten und die Gründe für Ihr Fehlen darlegen, ebenso Ihre Versicherung, dass Sie zu einem neuen Termin selbstverständlich erscheinen werden. Um einen neuen Termin sollte dann auch gleich gebeten werden, um zu signalisieren, dass die Sache nicht "auf die lange Bank geschoben" werden soll.

Möglicherweise wird ein Richter lediglich anbieten, dass ein Termin zur Verkündung des Haftbefehls anberaumt wird, in dem Sie dann Gelegenheit erhalten die Dinge so zu schildernd, dass Ihnen der Haftbefehl zwar verkündet, aber z.B. gegen die Auflage sich regelmäßig bei einer Polizeidienststelle zu melden, gleich wieder außer Vollzug gesetzt wird.

Natürlich birgt dies das Risiko, dass Sie nach dem Verkündungstermin in Untersuchungshaft genommen werden. Aber dass Sie in Kenntnis dieses Umstands trotzdem zu einem solchen Termin erscheinen, lässt die Argumentation zu, dass Sie sich dem Verfahren letztlich doch stellen wollen.

Dass Sie nun von sich aus in diese Richtung aktiv werden, ist im Grunde alternativlos. Wenn Sie resignieren und den Kopf in den Sand stecken, leben Sie solange in Ungewissheit, bis letztlich doch vollstreckt wird. Das düfte keine ernsthafte Option darstellen.

Ich hoffe Ihnen auf diesem Weg eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Jeromin
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Strafrecht


Rückfrage vom Fragesteller 14.09.2016 | 17:32

Hallo herzlichen Dank für ihrer ausführliche Antwort.
Alsso muss ich jetzt mit einem Termin rechnen worum es um den Haftbefehl geht,oder könnte mein Pflichtverteidiger in Kontakt mit dem Staatsanwalt treten schnellstmöglichst,und ihn um einen neuen Hauptverhandlungstermin beten,und mein erscheinen versichern,so dass der Haftbefehl aufgehoben wird?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 14.09.2016 | 17:38

Sehr geehrter Fragesteller,

um nicht in Haft zu müssen gibt es wie gesagt zwei Möglichkeiten:

1. Der Verteidiger bitte das Gericht um einen schnellen neuen Hauptverhandlungstermin, sicher ihr Erscheinen zu und bittet, den Haftbefehl solange nicht zu vollstrecken

oder

2. Es wird ein Termin vereinbart in dem es erstaml nur um den Haftbefehl geht, der dann nach Möglichkeit sofort gegen z.B. eine Meldeauflage außer Vollzug gesetzt wird.

Sie sollten Ihren Verteidiger bitten, schnellstmöglich eine der beiden Möglichkeiten mit dem Gericht zu erörtern.

MIch wünsche ihnen viel Erfolg !

Mit freundlichen Grüßen

Jeromin
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Strafrecht

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