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Händler verweigert Widerruf und Rücknahme

21.06.2021 11:39 |
Preis: 30,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von


12:42

Sehr geehrte Damen und Herren,

Für folgende Problematik bitte ich um Hilfe.

Am 9. Mai 2021 bestellte ich online bei einer Firma einen E-Chopper mit einem 28ah Akku. Bezahlt wurde via Paypal per Ratenzahlung. Geliefert wurde der Chopper am 28. Mai 2021.
Nach Prüfung ist mir aufgefallen, das der Akku nur eine Kapazität von 20ah hat, anstatt der bestellte 28ah Akku, da die Kapazität auf den Akkus vermerkt ist.
Dies hatte ich am gleichen Tag telefonisch reklamiert, worauf man sich melden wollte. Am 29. Mai machte ich die erste Probefahrt und bemerkte ein dauerndes Schleifen der Bremsen, sowie eine Unwucht im Hinterreifen, welcher bei steigender Geschwindigkeit zunahm. Am 29. Mai hatte ich eine Email aufgesetzt und diese Mängel beschrieben, sowie nochmals den falschen Akku erwähnt.
Die Antwort bestand darin, daß die Bremsen sich einfahren müssten, der Akku getauscht werden würde, ohne Datum oder Hinweis darauf, und das die Reifenproblematik normal wäre.
Am 31. Mai ließ ich den hinteren Reifen in der Werkstatt prüfen. Nach diversen misslungenen Versuchen die Unwucht zu entfernen, wurde ein Höhenschlag diagnostiziert, der nur mit einem Reifentausch behoben werden kann.
Am 1. Juni 2021 sendete ich per Einschreiben und Eigenhändig ein Schreiben an den Händler, den Reifen zu reparieren, sowie den Akku zu tauschen und dies mit Frist zum 11. Juni 2021.

Die Antwort erhielt ich am 9. Juni 2021 mit dem Hinweis, daß der Reifentausch mindestens 8 Wochen beträgt und der Akku nur getauscht wird, wenn dieser unbenutzt ist. Daher habe ich am 9. Juni 2021 meinen Kauf per Email widerrufen und dieses Schreiben nochmals als Einschreiben versendet.
Am 11. Juni 2021 wurde der E-Chopper von einer Spedition abgeholt, die ich selber beauftragt hatte.

Heute, 21. Juni 2021, erhielt ich den Anruf von der Spedition, das der Händler den Chopper nicht annehmen wird. Der Sendungsstatus meines Einschreibens vom 9. Juni 2021 besagt auch, das der Händler informiert wurde und das mein nochmals postalisches Widerrufsschreiben zur Abholung noch in der Poststelle liegt.

Meine Frage ist nun, welche Möglichkeiten ich nun habe, um dieses Problem zu lösen. Mit meinem Widerruf war ich in der Frist und der Chopper befindet sich noch bei der Spedition, die Kosten wurden durch mich bereits beglichen, zur Auslieferung.

Vielen Dank für Ihr Hilfe.

21.06.2021 | 12:28

Antwort

von


(1314)
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Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Frage wie folgt.

Das gesetzliche Widerrufsrecht kann grundsätzlich binnen 14 Tagen ausgeübt werden, insofern wäre der Widerruf nach Ihrer Schilderung dann fristgemäß, wenn etwas Abweichendes vereinbart wurde oder wenn Sie nicht ordnungsgemäß über Ihr Widerrufsrecht informiert wurden.

Aufgrund des beschriebenen Mangels käme jedoch auch ein Rücktritt in Betracht. In der Rücksendung könnte ein konkludenter Rücktritt zu sehen sein.

Die Gegenseite wurde von Ihnen in Verzug gesetzt, eine Mängelbeseitigung ist nicht erfolgt, hiernach würde ein gesetzliches Rücktrittsrecht bestehen.

Dennoch würde es sich hier anbieten die Gegenseite noch einmal anzuschreiben, klarzustellen, dass Sie am 11.06.2021 vom Kaufvertrag zurückzutreten sind und die Gegenseite unter Fristsetzung von 2 Wochen auffordern, Ihr Geld zurüclzuzahlen und die Sache wieder anzunehmen.

Sollten Sie hierzu ein Angebot für ein solches Schreiben wünschen, geben Sie mir gerne Bescheid.

Bei weiteren Fragen stehe ich Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Jannis Geike
Rechtsanwalt


Rückfrage vom Fragesteller 21.06.2021 | 12:36

Sehr geehrter Herr Geike,

Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort.

Wenn ich dem Händler nochmals eine Frist von 2 Wochen einräumen müsste und ein Schreiben über Sie aufsetzen lassen würde, wären diese Kosten vom Händler zu tragen?
Insbesondere kann ich derzeit nicht beziffern ob und in welcher Höhe ggf. Lagerkosten bei der Spedition entstehen würden.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 21.06.2021 | 12:42

Da sich die Gegenseite im Verzug befindet, wäre hier hier generell möglich dass Sie einen Anwalt einschalten, diesen bis zur Höhe der gesetzlichen Gebühren bezahlen und das Geld als Schadensersatz von diesem einfordern lassen.

Der Streiwert wäre hier dann zunächst der Kaufpreis, etwaige Lagerkosten wären ebenfalls Schadensersatz.

Im Schreiben sollte die Gegenseite zudem bereits darauf hingewiesen werden, dass die Nichtabnahme Kosten verursacht.

Sollte weitere Fragen bestehen, wenden Sie sich gerne per Emai unter kanzlei@rechtsanwalt-geike.de an mich, da eine weitere kostenfreie Nachfrage über die Plattform nicht möglich ist..

Mit freundlichen Grüßen

Jannis Geike
Rechtsanwalt

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