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Händler verweigert Neuwagen Auslieferung während der möglichen Widerrufsfrist

21.07.2017 19:42 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von


21:07
Ich habe seit Montag per Mail und Tel. mit einem Verkäufer eines Markenautohauses Kontakt. Es hat sich der Zufall ergeben, das ich dienstlich in Raum Frankfurt war und somit die knapp 400 KM Anfahrt noch einen Sinn ergeben hätten, statt über 600 von zu Hause ins tiefste Bayern. Es wurde vorher mündlich vereinbart, was der Verkäufer mir auch letztendlich per Mail bestätigt, das wenn ich alle Bedingungen erfülle, am Samstag den Neuwagen im direkten Eintausch meines Gebrauchtfahrzeuges mitnehmen kann. Alle Daten wurden zur Verfügung gestellt und die FInanzierung ging über den Händler und wurde positiv beantwortet. Nach Vertragsabschluss revidiert der Verkäufer überraschend die Auslieferungszusage. Er entschuldigte sich damit, das ihm grundsätzliches Geschäftsgebahren des Hauses unbekannt war. Begründung: Bei einer Finanzierung bei Erstkunden wird das Fahrzeug mind. 14 Tage zurückgehalten (Entscheidung der Geschäftsleitung). Habe ich auch per E-Mail. Jetzt besteht der Händler auf diese Frist, gibt aber auch keine verbindliche Aussage wann ich das Fahrzeug tatsächlich abholen könnte.

Jetzt entstehen mir mehrere Probleme:
Ich kann zu diesem Zeitpunkt in der Urlaubszeit nicht. War ja auch so nicht geplant. Also entstehen mir hier in mehrfachen Sinne ungeplante Mehrkosten. Ich kann mindestens 0,5 Monate das Fahrzeug nicht nutzen, was nicht Vertragsbestandteil ist, wie mir zumindest die finanzierende Bank versichert. Es ist die Entscheidung des Fahrzeughändlers dem Kunden das Fahrzeug vorzuenthalten. Und da ich zusätzlich jetzt schon eine deutlich weitere Anfahrt hätte, als vorher abgesprochen, entstehen mir ja somit schon Mehrkosten. Wer kommt dafür auf?

Die finanzierende Bank teilt mir mit, das sie da keinen Einfluss auf den Händler hat und ich ggf. den Rechtsweg beschreiten muss. Ich bin noch innerhalb der Widerrufsfrist und könnte die Finanzierung stornieren. Da die Finanzierung über den Händler geht, so weit mir bekannt, würde der Kaufvertrag also auch mit der Stornierung nichtig sein.

Das Angebot an sich ist gut und ich würde das Fahrzeug gerne haben wollen. Ich kann aber die RIsiken nicht abwägen, da mir unbekannt ist welche Ansprüche ich gegenüber dem Händler habe um des Fahrzeuges tatsächlich habhaft zu werden. Welche Möglichkeiten habe ich an das Fahrzeug aus dem Kauvertrag zu gelangen?
21.07.2017 | 20:09

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

wenn sie vom Kaufvertrag nicht zurücktreten wollen, dann haben Sie die Möglichkeit, die aufgrund der späteren Lieferung entstanden Mehrkosten vollständig an den Verkäufer weiter zu geben. Die rechtliche Grundlage erfolgt aus dem Vertrag, da er ihnen garantierte, das Fahrzeug früher abnehmen zu können. Er muss sich an diese vertragliche Zusage auch festhalten lassen.
Sie können daher später das Fahrzeug abnehmen, sollten ihn aber schriftlich auffordern, die von Ihnen aufgeschlüsselten MehrKosten innerhalb einer Frist von 14 Tagen zu bezahlen.

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie bei diesem Fall Hilfe brauchen sollten, stehe ich Ihnen selbstverständlich jederzeit zur Verfügung, da unsere Kanzlei auch auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist, ohne dass Ihnen dadurch Mehrkosten entstehen. Die von Ihnen entrichtete Beratungsgebühr würde im Falle einer Beauftragung angerechnet werden.

Mit freundlichen Grüßen


Hoffmeyer, LL.M.
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 21.07.2017 | 20:56

Ok, aber welche Ansprüche habe ich denn jetzt nun um des Fahrzeuges habhaft zu werden?
Also muss der Händler innerhalb einer Frist mir das Fahrzeug geben oder bin ich seiner Willkür ausgeliefert?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 21.07.2017 | 21:07

Sehr geehrter Fragesteller,

grundsätzlich haben Sie den Anspruch auf frühere Lieferung, werden ihn aber nicht durchsetzen können, da ist diesbezüglich kein Eil-Verfahren gibt und ein ordentliches Verfahren auf Erfüllung bis zu einem Jahr dauern. Insofern könnten Sie entweder den Vertrag widerrufen, oder aber das Fahrzeug zu einem späteren Zeitpunkt nehmen und entsprechend die genannten Ansprüche geltend machen.

Wenn Sie noch weitere Fragen haben oder rechtliche Hilfe brauchen sollten, sprechen Sie mich bitte direkt per E-Mail an, da diese Plattform nur eine einmalige Nachfrage erlaubt, ich Ihnen aber gerne weitere kostenlose Nachfragen beantworte und sich unsere Kanzlei auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist, ohne dass Mehrkosten entstehen. Die von Ihnen entrichtete Beratungsgebühr würde im Falle einer Beauftragung vollständig angerechnet oder auch erstattet werden, wenn Sie eine Rechtsschutzversicherung besitzen sollten.

Über eine ggf. positive Bewertung würde ich mich freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Hoffmeyer, LL.M.
Rechtsanwalt

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