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Habe ich rechtswiedrig gehandelt ?


20.09.2006 18:50 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Schwartmann



Sehr geehrte Damen und Herren,

mein Arbeitgeber hat die Niederlassung, wo ich als Niederlassungsleiterin (Angestellte) beschäftigt war, zum 31.08.2006 aufgelöst. Ich bekam die Kündigung zum 30.09.2006, da ich Kündigungsfrist von 3 Monaten habe und zum Quartalsende kündbar bin. Ich sollte mich um die Auflösung des Büros kümmern, habe alle Kündigungen abgeschickt, Käufer für Möbel und PC-Technik gefunden, Spedition für die restlichen Sachen, die in die Muttergesellschaft gehen sollten, beauftragt, vorhandene Küchennische aus dem Korridor entfernen lassen, den Dienstwagen , sowie alle Unterlagen in die Muttergesellschaft geschafft – d.h. – alles im Sinne meines Arbeitgebers geregelt. Von diesem bekam ich nur Anweisung, ihn immer zu informieren, wie weit der Fortschritt ist und einmal im Laufe des Monats August war er persönlich da, hat sich alles angeschaut (ca. 1 Stunde, bin extra am Sonnabend ins Büro gekommen) und allem, was ich getan oder gesagt habe, zugestimmt.
Ab 01.09. habe ich also keinen richtigen Arbeitsplatz und bin zu Hause zu den üblichen Bürozeiten erreichbar (Firmenhandy, privates Handy und Festnetz), habe mir sogar für die Kommunikation mit meinem Arbeitgeber extra ein E-Mail-Postfach eingerichtet. Dieser beschuldigt mich seit Anfang September, dass ich nichts mache, er mich an meine Arbeitspflichten erinnern muss und wirft mir ständig vor, dass er mich immer noch bezahlt etc. – er sucht also einen Grund, um mir meinen Lohn im September nicht zahlen zu müssen. Jetzt hat er mir sogar Veruntreuung des Firmenvermögens vorgeworfen, da bei den verkauften Bürosachen ein Glastisch war, den er angeblich haben wollte und in der Küchennische, die zu entfernen war, war ein eingebauter Mini-Kühlschrank, dieser wurde mit der Küchennische entfernt, da vom Vermieter so gewollt. Ich hätte aber diesen ausbauen und meinem Chef senden sollen. Bezüglich des Kühlschranks habe ich keine Anweisungen bekommen (von seiner Existenz wusste mein Chef natürlich), jetzt wird mir vorgeworfen, ich hätte mir die Anweisung holen können. Zur Büroeinrichtung habe ich folgende Anweisung bekommen: ich soll mich um alles kümmern, sogar bei Mietinteressenten die Büroeinrichtung anbieten und was der Käufer nicht haben will, dass kommt in die Muttergesellschaft. Der Käufer von den Büromöbeln wollte den Glastisch, er ging also an den Käufer. Mein Arbeitgeber verlangt jetzt, ich soll diese zwei Sachen zurück besorgen und auf eigene Kosten in die Muttergesellschaft transportieren lassen, da ich rechtswidrig gehandelt haben sollte.
1. Ist es rechtlich, was er tut? Hafte ich als Angestellte für diese zwei Sachen, da ich keine eindeutige oder keine Anweisung bezüglich der Handhabung mit den Sachen hatte?
2. Ist Arbeitgeber nicht verpflichtet, mir als Arbeitnehmer die Arbeitsbedingungen und Arbeitsmittel zu schaffen, damit ich die Tätigkeit für seine Firma ausüben kann?
3. Ich habe von meinem Arbeitgeber keine Anweisungen oder Regelung bezüglich meiner Arbeit im September erhalten. Kann er mir vorwerfen, dass ich nichts mache und dass ich mich nicht selber angeboten habe (nachgefragt habe)?

Vielen Dank für Ihre Mithilfe.

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Sehr geehrter Ratsuchender,


vielen Dank für Ihre Anfrage.

Zu Ihren Fragen:


Wenn Ihnen Ihr Arbeitgeber die Anweisung gegeben hat, die Möbel zu verkaufen, kann er Ihnen nun nicht vorhalten, daß Sie genau dies getan haben. Etwas anderes kann nur gelten, wenn Sie bezüglich Glastisch und Kühlschrank keine Anweisung hatten. Dann hätten Sie diese Gegenstände nicht verkaufen dürfen und schulden nun in der Tat Schadensersatz. Es wird im Endeffekt darauf hinauslaufen, welche Anweisungen Sie erhalten haben und ob dies nachgewiesen werden kann. Durften Sie seine Anweisung so verstehen, daß Sie ALLE Möbelstücke verkaufen sollten, kann Ihnen kein Vorwurf gemacht werden.

Was Ihre Tätigkeit im September angeht, muß Ihnen Ihr Arbeitgeber selbstverständlich die Arbeitsbedingungen und -mittel zur Verfügung stellen. Auch muß er Ihnen mitteilen, welche Arbeiten er überhaupt noch von Ihnen erwartet. Dabei ist er an den Inhalt Ihres Arbeitsvertrages und die dort beschriebene Tätigkeit gebunden. Mit Wegfall des Arbeitsortes wäre an Ihrem Arbeitgeber gewesen, Ihnen mitzuteilen, welche Arbeiten Sie für ihn zuhause durchzuführen haben. Hat er das nicht getan, geht dies nicht zu Ihren Lasten. Einen Vorwurf, daß Sie "nichts machen", kann er Ihnen nicht machen, sofern er Ihnen keine Anweisungen gegeben hat. Denn schließlich sind ja nicht Sie dafür verantwortlich, daß Ihr Arbeitsort weggefallen ist.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort geholfen zu haben und stehe Ihnen für Rückfragen und die weitere Vertretung selbstverständlich gerne zur Verfügung.



Mit freundlichen Grüßen

A. Schwartmann
Rechtsanwalt




--
Rechtsanwalt A. Schwartmann
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