Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.084
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Habe ich nach einem so kurzen Beschäftigungszeitraum überhaupt irgendwelche Fristen einzuhalten?


13.06.2006 18:52 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Hallo!

Ich bin bei meinem Unternehmen seit ca. sieben Monaten als Aushilfe
beschäftigt. Hatte keinen Anspruch auf Urlaub oder Lohnfortzahlung im Krankheitsfall. Gezahlt wurde nur, wenn ich anwesend war und meinen Chip gescannt hatte. Aushilfen durften auch nur maximal 350€/Monat verdienen obwohl man als Minijobler normal bis zu 400€ verdienen darf?!

Nun habe ich eine andere Stelle mit deutlich höherem Verdienst bei einen Unternehmen bekommen, dass für meinen derzeitigen Arbeitgeber
arbeitet.
Der derzeitige Arbeitgeber will nun, dass ich eine Kündigungsfrist von zwei Wochen einhalte. Ich habe aber keinen Arbeitsvertrag.

Die Frage:

Habe ich nach einem so kurzen Beschäftigungszeitraum überhaupt irgendwelche Fristen einzuhalten? Ich hatte ja wie oben genannt auch keine wirklichen Rechte in diesem Unternehmen, also warum sollte ich mich an irgendwelche Pflichten halten?

Mit freundlichen Grüßen

qUaK3Fr0sCh
13.06.2006 | 19:11

Antwort

von


141 Bewertungen
Nürnberger Strasse 24
63450 Hanau
Tel: 06181-6683 799
Web: www.glatzel-partner.com
E-Mail:
Sehr geehrter Ratsuchender,

da Sie seit sieben Monanten als Aushilfe beschäftigt sind, gelten-falls es keine tarifvertraglichen Regelungen gibt- die gesetzlichen Kündigungsfristen. Danach kann gem. § 622 BGB das Arbeitsverhältnis mit einer Frist von vier Wochen zum Fünfzehnten oder zum Ende eines Kalendermonats gekündigt werden.

Hierbei kommt es nicht darauf an, dass Sie keinen schriftlichen Arbeitsvertrag geschlossen haben. Wenn Ihr ehemaliger Arbeitgeber Sie bereits nach Ablauf einer Frist von zwei Wochen aus dem Arbeitsverhältnis löst, so wäre dies für Sie vorteilhafter.

Der volle Urlaubsanspruch wird erstmalig nach sechsmonatigem Bestehen des Arbeitsverhältnisses erworben, so dass Sie erst einen Anspruch auf Urlaub nach Ablauf von sechs Monaten haben. Ansonsten gibt es keine gesetzliche Regelung, wonach Aushilfen mindestens 400,-€ verdienen müssen.In Ihrem Fall müsste allerdings geprüft werden, ob auf den Betrieb allgemeinverbindliche Tarifverträge mit Mindestlöhnen Anwendung finden. In einem solchen Fall darf ein Arbeitgeber nicht den Mindestlohn unterschreiten.

Mit freundlichen Grüßen

Marcus Alexander Glatzel
Rechtsanwalt

www.kanzlei-glatzel.de


Rechtsanwalt Marcus Alexander Glatzel, Dipl.-Jur.

ANTWORT VON

141 Bewertungen

Nürnberger Strasse 24
63450 Hanau
Tel: 06181-6683 799
Web: www.glatzel-partner.com
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Arbeitsrecht, Familienrecht, Handelsvertreterrecht, Verkehrsrecht, Wirtschaftsrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60078 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Ausführlich, verständlich und klar geschrieben. Sehr zufrieden. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herr RA Vasel erschien mir sehr kompetent, da er auch bei angedachtem weiteren Verfahren meines Steuerberaters fundierte Bedenken, gerade paradoxerweise bezüglich eventuell sich daraus ergebender steuerlicher Nachteile, hatte ... ...
FRAGESTELLER
3,2/5,0
Ohne Paragraphenangabe, alles pi x Daumen, man hätte zb § 850d ZPO oder sowas erwähnen können, Frage wurde obendrein unvollständig beantwortet aber Alles in Allem eine kleine Übersicht, musste im Endeffekt trotzdem alles Nachschlagen ... ...
FRAGESTELLER