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Habe ich eine chance


17.09.2005 22:10 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Hallo
meine Frau will sich von mir trennen ,Sie ist vor ca 3 Jahren zu mir von Erlangen nach Waging gezogen ( 300 km ) vor fast 1,5 Jahren haben wir geheiratet jetzt will sie zurück nach Erlangen unser Sohn ist 10 Monate alt .Habe ich eine chance auf das Sorgerecht. Ich bin Landwirt , meine Frau fing nach 8 Wochen nach der geburt wieder mit der Arbeit an ( Kinderpflegerin) ich hatte in vormittags Sie nachmittags.
Es zerbricht mir das Herz wenn ich nicht weiß wann ich Ihn wieder sehen kann

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Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihre Rechtsfrage ist ohne genaue Kenntnis des gesamten Sachverhalts nicht leicht zu beantworten.
Auf der Grundlage der von Ihnen geschilderten Umstände kann ich Ihnen aber eine erste grundsätzliche Orientierung an die Hand geben:

Zunächst ist rechtlich zu unterscheiden zwischen der elterlichen Sorge und dem persönlichen Kontakt des Kindes mit beiden Elternteilen (Umgangsrecht).

Das Sorgerecht steht Ihnen beiden gemeinsam zu und muss im gegenseitigen Einvernehmen ausgeübt werden.
Erst dann wenn ihre häusliche Gemeinschaft tatsächlich und nicht nur vorübergehend aufgelöst ist, haben Ihre Ehefrau oder Sie ein Antragsrecht auf Übertragung der vollen Alleinsorge (oder eines Teils davon, so z.B. des Aufenthaltsbestimmungsrechts).

Eine volle Alleinsorge des Vaters wird von den Familiengerichten zumal bei einem Säugling nur in Ausnahmefällen zugesprochen.
Anders sieht es gegebenenfalls bei der partiellen Alleinsorge bezüglich der Beaufsichtigung und des Aufenthalts aus.
Um diese notfalls zu erstreiten, falls Sie sich mit der Mutter nicht einigen können, müssten Sie aber schon darlegen können, dass es dem Wohl des Kindes besser entspricht, bei Ihnen aufzuwachsen.

Ihnen geht es aber ersichtlich mehr um das Umgangsrecht. Dieses steht Ihnen freilich uneingeschränkt zu (§ 1684 Abs. 1 HS. 2 BGB)
Niemand darf Ihnen versagen, sich laufend von der Entwicklung und dem Wohlergehen Ihres Sohnes zu überzeugen, eine persönliche Bindung aufzubauen und zu pflegen sowie „dem Liebesbedürfnis beider Teile Rechnung zu tragen“ (Bundesgerichtshof BGH NJW 1969, 422).
Allerdings haben Sie selbst dafür aufzukommen, dieses Recht (bzw. diese Pflicht) wahrzunehmen. Ihre Ehefrau ist nur verpflichtet, den Umgang zu gewähren und darf den Umgang nicht behindern.

Sie werden also grundsätzlich den langen Weg zu Ihrem Sohn in Kauf nehmen müssen, auch wenn Ihre Verpflichtungen als Landwirt dies erschweren.

Da Ihre Frau wohl nicht mit der Absicht wegzieht, Ihnen Ihre Rechte zu beschneiden, sondern – wie ich annehme – nur ihr früheres gewohntes Umfeld wiederherzustellen, wird sie mit ihrem Umzug ihre Loyalitätspflicht Ihnen gegenüber nicht verletzen.

Es ist daher anzuraten, dass Sie sich – wenn das möglich ist – in Ruhe mit Ihrer Frau zusammensetzen, um eine für alle Beteiligten sinnvolle und für Ihr gemeinsames Kind möglichst wenig belastende Lösung zu finden, wie Sie den Umgang untereinander aufteilen.


Ich hoffe, meine Ausführungen haben die Situation für Sie klarer gemacht.

Selbstverständlich stehe ich Ihnen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion von „frag-einen-anwalt.de“ für Rückfragen zur Verfügung, ebenso für eine weitergehende Interessenwahrnehmung, falls erforderlich und erwünscht.

Mit freundlichen Grüßen


Wolfram Geyer
Rechtsanwalt
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