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| 14. Juni 2022 13:54 |
Preis: 47,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Am 09.05.2022 wurden mir zwischen 16 und 17 Uhr 9877 Euro von meinem Konto abgebucht.
Diese Buchung wurde nicht von mir vorgenommen und auch nicht veranlasst.
Das Geld wurde an Alexei And...., DE7886040000033..... Commerzbank gebucht.
Dafür wurde die Sparda Secure GO App genutzt, das sich auf meinem Smartphone befindet.
Zu dem Zeitpunkt der Buchung befand sich das Smartphone im Handschuhfach von meinem Wagen, den ich in einem Waldstück parkte. Der Wagen war verschlossen und wurde auch nicht aufgebrochen.
Ich bemerkte die Überweisung gegen 18 Uhr, als ich meine Bankdaten überprüfte. Darauf hin ließ ich erst meine Karte sperren. Dann rief ich die Hotline der Sparda Bank an.
Beim ersten Anruf hatte die Mitarbeiterin einfach aufgelegt.
Dann wurde mir von der zweiten Dame mitgeteilt, dass die Buchung über mein Smartphone lief. Sie sagte, es könnte auch eine Mailware oder ähnliches gewesen sein.
Ich sagte der Hotline Mitarbeiterin, dass Sie doch bitte mein Geld sofort wieder zurückbuchen sollte.
Sie meinte, eine Überweisung könne man nicht mehr zurückbuchen.

Gegen 19.45 Uhr fuhr ich nach Völklingen auf die Polizei, und habe eine Anzeige wegen Betrug bei Herrn Thomas Thinnes veranlasst.

Sparda Bank vom 30.05.2022
Die Bank des Empfängers hat innerhalb der Frist nicht geantwortet. Da die Zahlung ordnungsgemäß durch Sie autorisiert war, kann eine Rückforderung nun nur noch durch Sie selbst, gegebenenfalls auf privatrechtlichem Weg erfolgen.

Ich habe im Vorfeld weder auf Email,s von Unbekannten geantwortet, oder habe SMS von Unbekannten geöffnet. Ich habe meine Daten nicht an Dritte weitergegeben.


"Forscher des Sicherheitsanbieters Cleafy haben einen neuen Banking-Trojaner für Googles Mobilbetriebssystem Android aufgespürt. Die Malware ist in der Lage, Anmeldedaten und auch SMS-Nachrichten abzufangen, um betrügerische Bank-Transaktionen auszuführen. Ausgerichtet ist der Teabot geannte Schädling auf mehr als 60 europäische Geldinstitute, darunter auch deutsche Banken."

Meine Frage: Macht es Sinn gegen Herrn Alexei And...., oder vielleicht die Bank zu klagen weil sie unzureichend handelten?

14. Juni 2022 | 14:44

Antwort

von


(648)
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Tel: 01764-5636963
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Sehr geehrter Fragesteller,

ich sehe hier durchaus Chancen den Anspruch gegen die Bank durchzusetzen.

Hier wird es aber darauf ankommen, was u.U. von der Polizei/Bank ermittelt wird.

Deshalb sollte Ihnen die Bank Auskunft geben, um was für eine Art Überweisung es sich handelte.

Denn, falls hier mit Belegüberweisung gearbeitet wurde, wäre Ihre Unterschrift gefälscht worden, was dann der Bank hätte eventuell auffallen müssen.

So oder so, da Sie angeben, die Überweisung nicht veranlasst zu haben, kommt ein Anspruch gemäß nachfolgender Vorschrift in Betracht:

Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)
§ 675u Haftung des Zahlungsdienstleisters für nicht autorisierte Zahlungsvorgänge
Im Fall eines nicht autorisierten Zahlungsvorgangs hat der Zahlungsdienstleister des Zahlers gegen diesen keinen Anspruch auf Erstattung seiner Aufwendungen. Er ist verpflichtet, dem Zahler den Zahlungsbetrag unverzüglich zu erstatten und, sofern der Betrag einem Zahlungskonto belastet worden ist, dieses Zahlungskonto wieder auf den Stand zu bringen, auf dem es sich ohne die Belastung durch den nicht autorisierten Zahlungsvorgang befunden hätte. Diese Verpflichtung ist unverzüglich, spätestens jedoch bis zum Ende des Geschäftstags zu erfüllen, der auf den Tag folgt, an welchem dem Zahlungsdienstleister angezeigt wurde, dass der Zahlungsvorgang nicht autorisiert ist, oder er auf andere Weise davon Kenntnis erhalten hat. Hat der Zahlungsdienstleister einer zuständigen Behörde berechtigte Gründe für den Verdacht, dass ein betrügerisches Verhalten des Zahlers vorliegt, schriftlich mitgeteilt, hat der Zahlungsdienstleister seine Verpflichtung aus Satz 2 unverzüglich zu prüfen und zu erfüllen, wenn sich der Betrugsverdacht nicht bestätigt. Wurde der Zahlungsvorgang über einen Zahlungsauslösedienstleister ausgelöst, so treffen die Pflichten aus den Sätzen 2 bis 4 den kontoführenden Zahlungsdienstleister.

Deshalb sollten Sie das Geld auf jeden Fall von der Bank versuchen zurück zu erhalten.

Es gibt zahlreiche Urteile zu diesem Thema, die von abgestuften Beweislasten ausgehen und u.U. schon einen substantiierten Vortrag wie den Ihrigen erst einmal genügen lassen.

Siehe bspw: Landgericht Oldenburg, Urteil vom 15.1.2016, Az.: 8 O 1454/15

Amtsgericht Berlin-Mitte, Urteil vom 20.04.2016, Az.: 15 C 20/15

OLG Schleswig, Beschluss vom 29.10.2018, Az.: 5 U 290/18

Natürlich können Sie auch gegen den Schädiger vorgehen, aber ob dieser unter diesem Namen existiert, ist allein schon fraglich, es könnte auch sein, dass das Geld nicht mehr vorhanden ist oder ähnliches.

Die Bank ist liquider.


Mit freundlichen Grüßen
Andreas Wilke

Rechtsanwalt





Bewertung des Fragestellers 19. Juli 2022 | 07:55

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