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Habe ich ein Recht auf Einsicht von Bankunterlagen


21.04.2008 13:37 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht



Vor 5 Jahren ist mein Vater verstorben.
Er finanzierte gemeinsam mit meiner Mutter eine Eigentumswohnung.
Laut dem damals gültigen Grundbucheintrag besaß jeder eine Hälfte.
Auf Grund des Todesfalls ist die Hälfte meines Vaters wie folgt vererbt worden. Mutter die Hälfte, 3 Kinder je 1/6.
Laut dem aktuellen Grundbucheintrag gehören nun meiner Mutter 3/4 und den 3 Kindern je 1/6 der gesamten Wohnung.

Die Wohnung wurde im Jahr 1993 zu einem Kaufpreis von 145.856 DM (74.574 Euro) gekauft. Auf dem Wertermittlungs- und Nachlaßfragebogen aus dem Sterbejahr 2003 gibt meine Mutter Verbindlichkeiten auf die Wohnung in Höhe von 84.846 Euro an. Diese Verbindlichkeiten wurden durch einen Stempel und Unterschrift des zuständigen Bankbearbeiters bestätigt.

Die Höhe dieser Verbindlichkeiten erscheint mir jedoch nicht gerechtfertigt, da üblicherweise bei Vollfinanzierung eine Pflicht zur Restschuldversicherung besteht und die Wohnung auch schon über 15 Jahre abfinanziert wurde.

Frage 1: Besteht für mich die Möglichkeit zum jetzigen Zeitpunkt eine Wertermittlung meines Erbteils zu veranlassen bzw. Einsicht in die Bank- /Kreditunterlagen (in Bezug auf die Eigentumswohnung) zu fordern? Falls ja, unter welchen Vorraussetzungen und bei welchem Ansprechpartner?

Frage 2: Bin ich für die Finanzierung haftbar?

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Sehr geehrter Fragesteller,

ich beantworte Ihnen Ihre Frage unter Berücksichtigung Ihrer Angaben und Ihres Einsatzes wie folgt:

Vorausschicken muss ich, dass es verschiedene Möglichkeiten gibt, warum so eine hohe Verbindlichkeit angegeben wurde. So wäre es beispielsweise denkbar, dass im Laufe der Jahre möglicherweise eine Nachfinanzierung gemacht wurde oder aber Zins- und Tilgung nicht vertragsgemäß gezahlt wurden und sich dementsprechend weitere Zins- und Tilgungsschulden angesammelt haben. Eine Restschuldversicherung ist auch bei Vollfinanzierungen nicht unbedingt notwendig.

Zu Ihren Fragen:

1. Als Erbe haben Sie ein berechtigtes Interesse an der Auskunft. Schließlich haben Sie den Kredit ja als Nachlassverbindlichkeit mitgeerbt. Diesbezüglich müssen Sie sich an das entsprechende Kreditunternehmen wenden, um zu prüfen, wie die Sachlage bzgl. des Kredits ist. Als Erbe muss Ihnen die Bank die entsprechenden Auskünfte geben.

2. Für den Kredit haften die Erben als Gesamtschuldner. Das bedeutet, der Kreditgeber (die Bank) kann sich aussuchen, an wen sie sich wegen der Verbindlichkeiten wendet. Untereinander (also innerhalb der Erbengemeinschaft) haften Sie aber nur in Höhe Ihres Erbteils. Wenn sich also die Bank an Sie wendet, so müssen Sie zwar gegenüber der Bank haften, haben aber einen Erstattungsanspruch gegen die Miterben.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen eine erste Orientierung geben.

Mit freundlichen Grüßen

Stefan Aust
Rechtsanwalt




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