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Habe ich beim Probearbeiten Anspruch auf Vergütung?


| 04.10.2006 17:49 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Markus Timm



Hallo,
meine Frau ist bei Ihre Jobsuche von einer Fa. zur Probearbeit aufgefordert worden.Probearbeit dauerte 4 Tage mit einen Zeitaufwand von ca.16 Stunden im Büro (halbtagsstelle nach Babypause) und einen Fahrtweg von ca.40 Km einfach.
Job kam nicht zustande und es wurde auch keine Entlohnug bezahlt oder Fahrtkosten erstattet. Unsere Frage lt. steht meiner Frau bei Probearbeit eine gewisse Entlohnung zu Ja oder Nein (aufwandsenschädigung ) !!! Wenn Ja wie vorgehen !

Mfg Ladu

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Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

ich bedanke mich für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage des von Ihnen geschilderten Sachverhalts wie folgt summarisch beantworten will:

Ich gehe davon aus, dass keine Vergütung vereinbart worden ist. Damit gilt grundsätzlich, dass die übliche Vergütung gezahlt werden muss (vgl. § 612 BGB). Hier wäre außerdem zu beachten, dass möglicherweise ein Probearbeitsverhältnis begründet worden ist. Damit gälte dann die zweiwöchige Kündigungsfrist.

Da bei der Beantwortung Ihrer Frage auch die Anwendung von Tarifrecht eine Rolle spielen kann und Fristen für die Wahrung der Rechte Ihrer Frau zu beachten sind, sollten Sie ein auf das Arbeitsrecht spezialisierten Anwalt aufsuchen. Dieser kann dann auch prüfen, inwieweit zum Anlernling, Praktikanten und Volontär abzugrenzen sein wird. Auf letztere findet oben erwähnte Vorschrift keine Anwendung.

Zunächst wäre der Arbeitgeber zur Zahlung unter Fristsetzung aufzufordern. Dabei ist eine bestimmte Summe zu nennen, so dass auch hier schon ein Anwalt eingeschaltet werden sollte.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Auskunft weiter geholfen zu haben. Selbstverständlich stehe ich Ihnen im Rahmen der Nachfragefunktion zur Verfügung.

Mit freundlichem Gruß

M. Timm
-Rechtsanwalt-
www.peukerttimm.de

Nachfrage vom Fragesteller 17.10.2006 | 12:56

Danke Herr RA.Timm,
Habe mich mit einen Kollegen in Muc tel.in Verbindung gesetzt der mir geraten hat,den Arbeitgeber ein Schreiben mit einer Frist zusetzen,und dann direkt Klage beim Arbeitsgericht zustellen wenn die Frist verstrichen ist. Grund - Die Kosten wären von uns zutragen da meine Frau keine Rechtschutzversicherung hat und die Kosten des Anwaltes das zu erwartende Geld sich fast aufheben würden.Meine Frage an Sie gibt es Formschreiben die ich benutzen kann und wie kann ich die Summe ausrechnen die meiner Frau für die Probearbeit zustehen würde.( insgesamt 19 Stunden und Fahrstrecke einfach 40 KM ) Mit freundlichen Grüßen G.Ladu aus München

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 17.10.2006 | 13:26

Es gilt der Grundsatz der laiengünstigen Auslegung. D. h. der Richter muss Sie auf falsch gestellte Anträge hinweisen. Ich rate Ihnen, die Klage bei der Geschäftsstelle des zuständigen Arbeitsgerichts aufzugeben und dadurch Formulierungshilfe zu erhalten.
Der übliche Lohn ist durch Gutachten zu bestimmen, wenn der von Ihnen (geschätzte) Lohn in der einschlägigen Branche vom Arbeitgeber bestritten würde.
Da die Fahrt zum Arbeitgeber grds. nicht vergütet wird, kann diesbezüglich zwar Fahrtkosten geltend gemacht werden. Der Richter wird aber auf entsprechende Erfolglosigkeit hinweisen. Ich gehe davon aus, dass dann ein Vergleich geschlossen wird.
Gehe Sie auch auf den Punkt ein, dass noch keine ordnungsgemäße Kündigung vorliegt und bieten Sie Ihre Arbeitsleistung an. Damit kommt der Arbeitgeber in Verzug und schuldet den Verzugslohn.
Sollte ein Tarifvertrag für Sie gelten, dann wäre auf die Ausschlussfrist für Lohnansprüche zu achten.

Viel Erfolg wünscht

RA Timm

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