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Habe ich bei Scheidung Anspruch auf Geld aus Hausverkauf?


26.11.2005 16:02 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Hallo,
ich werde mich von meinem Mann trennen und hätte gerne gewusst, in welche Steuerklasse ich nach einer sofortigen Trennung komme. Nach der Scheidung werde ich wohl in die eins kommen, möchte aber gerne wissen, was nach einer Trennung ist? Im Moment ist er in Steuerklasse drei und ich in fünf.

Es ist für uns beide die zweite Ehe. Er hat zwei Erwachsene Kinder und ich auch, die alle nicht mehr zuhause wohnen. Da er 2.500 € verdient und ich 1.100 € ( unterstütze meinen Sohn aber noch, weil er arbeitslos ist), hätte ich gerne gewusst, ob er mir noch Unterhalt zahlen muss?

Wir sind seit 14 Jahren verheiratet, haben vor fünf Jahren ein Ferienhaus gekauft ( beide beim Notar unterschrieben). Er hat vor 10 Jahren Geld von seinem Vater geerbt und dies mit hinein gesteckt, allerdings musste noch Geld dazu von der Bank aufgenommen werden, ( habe ich auch mit unterzeichnet). Es ist nun so, dass er von seinem Konto die Abzahlung macht, aber auch die Einnahmen von der Vermietung des Ferienhauses alleine hat. Habe ich, wenn dieses Haus verkauft wird-wegen der Scheidung- Anspruch auf Geld, was evtl. von diesem Haus übrig bleibt?

Bitte beantworten Sie mir die Fragen, denn danach richtet sich mein weiteres Tun und Handeln.
Mit freundlichen Grüßen

Irene S.

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Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Sie können Ihre bisherige Steuerklasse bis zum Ablauf des Kalenderjahres, in dem die Trennung erfolgt, behalten. Ab dem Jahr, das auf das Jahr der Trennung folgt, muss dann ein Wechsel der Steuerklasse erfolgen, in Ihrem Fall in die Steuerklasse I. Trennen Sie sich also noch in diesem Jahr, dann müssen Sie dem Finanzamt umgehend Mitteilung machen, damit Sie ab Januar 2006 in die Steuerklasse I kommen. Trennen Sie sich erst im Jahr 2006, dann muss der Wechsel zum 01.01.2007 erfolgen.

Es ist gut möglich, dass Ihr Mann, da er mehr verdient als Sie, Ihnen Unterhalt zahlen muss. Dies hängt jedoch davon ab, inwieweit von Ihnen erwartet werden könnte, dass Sie Ihr Einkommen (etwa durch Erhöhung Ihrer Arbeitszeit) erhöhen können, und inwieweit Ihr Ehemann noch anderen Personen (seinen Kindern und seiner Ehefrau aus erster Ehe) unterhaltspflichtig ist.

Ihre letzte Frage richtet sich auf die Durchführung des so genannten Zugewinnausgleichs. Ein solcher muss bei einer Scheidung erfolgen, wenn die Eheleute im gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft gelebt haben. Dies ist dann der Fall, wenn kein abweichender Güterstand in einem Ehevertrag vereinbart wurde. Beim Zugewinnausgleich wird zunächst die Vermögenssituation jedes Ehegatten zum Beginn der Ehe und zum Ende der Ehe betrachtet und berechnet, wieviel jeder Ehegatte während der Ehezeit an Vermögen hinzugewonnen hat (etwa durch Erbschaften, durch Erwerb von Immobilien etc.). Hat ein Ehegatte mehr Vermögen hinzugewonnen als der andere, dann muss er dem anderen Ehegatten - pauschal gesagt - die Hälfte dessen, was er mehr erzielt hat, abgeben. Sie werden also mit Sicherheit Anspruch auf einen Teil des beim Verkauf Ihrer Ferienwohnung erzielten Erlöses haben. Ihr Ehemann kann Ihnen nicht vorhalten, dass er von seinem Vater geerbtes Geld in die Wohnung investiert habe, denn dieses Geld hat er während Ihrer Ehe hinzugewonnen, so dass Sie hieran Anteil haben werden.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen. Für Rückfragen stehe ich gern zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Jana Laurentius
(Rechtsanwältin)

Nachfrage vom Fragesteller 26.11.2005 | 17:18

Sehr geehrte Frau Laurentius,
vielen Dank, damit haben Sie mir schon sehr weitergeholfen.
Unterhaltspflichtig ist mein Mann seiner Exfrau und seinen Kindern nicht mehr. Ich selbst würde gerne mehr arbeiten, geht aber aus finanziellen Gründen der Firma nicht, obwohl Arbeit genug da ist. Wie wird der Unterhalt denn dann berechnet?

ALs wir vor 14 Jahren geheiratet haben, war ich zum ersten Mal geschieden und hatte zwei kleine Kinder und nichts an Vermögen. In dieser Zeit haben wir mein Elternhaus von meinem Vater gekauft ( damit es hinterher bei er Erberei keinen Streit geben kann zwischen meinen Geschwistern). Mein Vater hat mir auf den Kauf meines Elternhauses ( 500.000 DM) 70.000 DM runtergerechnet als vorzeitiges Erbe. Die habe ich nicht, die sind dann vom Kaufpreis runter. So dass wir nur noch 430.000 DM bezahlt haben. Mein Mann hat sein Geld, dass er vor unserer Ehe hatte noch mitreingesteckt. Den REst haben wir aufgenommen.ALs
mein Vater starb habe ich nochmals 10.000 DM bekommen, das Geld habe ich aber zwei Jahre danach für ein neues Auto verbraucht. Nun habe ich nur monatlich mein Gehalt und sonst nichts. Auf unser Haus sind noch 150.000 € Schulden.
So das alle Anschaffungen während unserer Ehe passiert sind und mein Mann wie auch ich alles gemeinsam unterschrieben haben.

Ist es also richtig, wenn ich sage, dass alles geteilt wird Schulden wie auch Vermögen? Und das ich möglicherweise noch Unterhalt von ihm bekomme?
Vielen Dank im voraus und ein schönes Wochenende
Irene S.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 26.11.2005 | 21:19

Man kann nicht pauschal sagen, dass alles - Vermögen und Schulden - geteilt werden. Hinsichtlich der Vermögensgüter (Haus, Ferienwohnung) ist der von mir oben beschriebene Zugewinnausgleich durchzuführen. Die Schulden sind nicht zwingend beim Zugewinnausgleich zu berücksichtigen, jedoch sind sie faktisch von Ihnen und Ihrem Ehemann zu gleichen Teilen zu tragen, wenn Sie und Ihr Ehemann die Darlehen gemeinsam aufgenommen haben.

Wenn Ihr Ehemann Ihnen unterhaltspflichtig ist (und danach klingt Ihre Schilderung), dann muss er grob gesagt drei Siebtel dessen, was er mehr verdient als Sie, an Sie abgeben. Ihr Ehemann verdient ungefähr 1.400,00 EUR mehr als Sie. Drei Siebtel hiervon sind ca. 600,00 EUR, die er Ihnen an monatlichem Unterhalt zahlen müsste. Seine Unterhaltsverpflichtung könnte aber vom Gericht zeitlich, auf einige Jahre, begrenzt werden (dies wird häufig gemacht bei Ehepaaren, die keine gemeinsamen Kinder haben).

Mit freundlichen Grüßen
Jana Laurentius
(Rechtsanwältin)

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