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Habe ich Chancen auf das alleinige Sorgerecht?

| 13.04.2011 08:52 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Der Vater meines Kindes hatte die komplette Schwangerschaft KEIN Interesse an meinem Kind - die ersten 4 Monate zuhause hat er meine Tochter nur insgesamt 6 mal besucht und das jeweils für maximal 30 Minuten. Nachdem sie 4 Monate alt war, hatte er sie jedes zweite Wochenende bei sich. Mein Kind hatte eine schwere Operation gleich nach der Geburt, wegen einer Fehlbildung (es hat ein Stück von der Speiseröhre gefehlt). Der Vater von der Kleinen hat sie in diesem Klinikaufenthalt nur 1mal (von 4 Wochen Aufenthalt) mit seiner ganzen Familie im Anhang (sie lag aber auf der Intensivstation) für auch wieder etwa 30 Minuten besucht. Ich war diese 4 Wochen mit meiner Tochter allein in München im Krankenhaus (München ist ca 100 km von uns zuhause entfernt). Ich hatte kurz davor, als ich meine Tochter auf die Welt gebracht habe, einen Notkaiserschnitt und wäre um Unterstützung sehr froh gewesen, stattdessen war ich wie gesagt alleine und musste selber schauen, wie ich klar komme. Danach war mein Kind 2 Wochen im Heimatkrankenaus (ca 10 Minuten mit dem Auto zu fahren) und selbst da hat ihr Vater es nur 2mal auf die Reihe bekommen, sie zu besuchen und da auch nur mit Mama im Anhang. Aufgrund ihrer Fehlbildung, hatte meine Tochter kurz nach der Operation Probleme mit der Atmung und wir mussten eine Reanimationsbelehrung (Wiederbelebungsbelehrung) machen. Das machte ihr Vater nur nach starkem Druck von mir, da ihm seine Englischfortbildung wichtiger war. Diese Reanimationsbelehrung ist allerdings extrem wichtig geweswen, sie hätte über Leben und Tod entscheiden können.
Er hatte kein interesse an den U-Untersuchungen. Dann habe ich einen schweren Fehler begangen und bin nicht zu diesen U-Untersuchungen gegangen. Ich war mit der gesamten Situation überfordert. (Ich muss noch dazu sagen, das der Vater der Kleinen nicht mit mir zusammen wohnt, sonder alleine und ich somit alleinerziehend bin) Es kam von ihm kein Angebot mal zu einer Untersuchung zu gehen etc.
Ich habe ihm dann meine Tochter gegeben und ihn gebeten, sie 2-3 Wochen zu nehmen, das ich mein Leben ordnen kann und alles wieder auf die Reihe bekomme. Seit dem Tag hatte ich 3 Monate keinen Kontakt zu meiner Tochter und zu ihm. Er hat mir lediglich über meine Mutter ausrichten lassen, dass er mir die Kleine nichtmehr geben wird und zur Not auch vor Gericht gehen wird. Da ich mit den Nerven am Ende war, hab ich es nicht übers Herz gebracht, die Kleine zu sehen mit dem Gedanken, das ich sie wieder zurückgeben muss. (Wir haben geteiltes Sorgerecht - eigentlich)
Nach diesen besagten 3 Monaten und einigem Tun von mir (Renovieren der Wohnung, Psychologische Hilfe und Unterstützung meiner Bitte nach vom Jugendamt), hab ich wieder versucht den Kontakt zu meiner Tochter aufzunehmen. Ihr Vater wollte sie mir nicht geben TROTZ geteiltem Sorgerecht. Erst nach einem Treffen mit dem Jugenamt. Allerdings auch nur immer für ein paar Stunden und nicht über Nacht. (Es wurde mit dem Jugenamt geklärt, das ich die kleine wieder ganz bekommen werde, aber er wehrt sich dagegen)
Meine Tochter wohnt allerding auch nicht bei ihrem Vater, der das halbe Sorgerecht hat, sondern bei seiner Mutter, womit ich definitiv NICHT einverstanden bin.
Durch diese Fehlbildung musste die Kleine nochmal ins Krankenhaus für 3 Tage. Dort wurde ein kleine Eingriff gemacht, der allerdings auch eine Vollnarkose erfordert hat und eine Vollnarkose ist, das weiß man, nicht ohne Risiken.
Ich musste regelrecht betteln, das ich mit nach augsburg in diese Klinik durfte um bei meinem Kind zu sein. Das Problem war, das von der Krankenkasse nur ein Bett bezahlt wurde und ich als Mutter nicht bei meinem Kind sein durfte. Da ihr Vater arbeiten war und NICHT freigenommen hat, da es "kein Notfall" ist, wie er sagte, ist ihre Oma (also seine Mutter) mitgefahren. Sie hat drauf bestanden im Krankenhaus bei MEINEM Kind zu schlafen und ich als ihre Mutter MIT halbem Sorgerecht, musste mir ein teures Hotel nehmen. Der Vater der Kleinen war am Anreisetag kurz dabei um uns hinzufahren, am zweiten Tag kam er garnicht und am letzten Tag wieder, nur um uns abzuholen. Wäre ich nicht mitgefahren, wäre nur die Oma der kleinen dabei gewesen und ich will mir nicht ausmalen, was passiert wäre, hätte es irgendwelche Komplikationen etc bei oder nach der Operation gegeben. Denn da die gute Frau KEIN Sorgerecht hat, hat sie auch keine Entscheidungsgewalt. Das ist ein so großes Risiko, das will ich mir garnicht vorstellen.

Jetzt meine Frage:
habe ich chancen auf das alleinige Sorgerecht?
Darf das Kind einfach so der Oma überlassen werden (die kleine ist jetzt 14 Monate alt)
Habe ich immernoch das Aufenthaltsbestimmungsrecht nachdem die Kleine ja nichtmehr bei mir wohnt, aber auch nichts anderes mit dem Jugendamt etc geregelt wurde?
Grenzt es nicht schon an Kindesentführung, wenn man mir als Mutter unter sochen Umständen mein Kind vorentählt?
auch in Augsburg wurde sie mir vorenthalten, ich durfte sie nicht einmal wickeln, füttern etc. ich wurde nicht eine Minute von ihrer Oma aus den Augen gelassen ausser einmal für 30 minuten als die kleine geschlafen hat.

Danke

13.04.2011 | 09:10

Antwort

von


(407)
Ernst-Reuter-Allee 16
39104 Magdeburg
Tel: 0391-6223910
Web: http://kanzleifamilienrechtmagdeburg.simplesite.com
E-Mail:

Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne wie folgt beantworte. Dieses Forum dient dazu, Ihnen eine erste rechtliche Orientierung zu verschaffen, kann und soll keinesfalls die Beratung bei einem Kollegen vor Ort ersetzen.

Dies vorausgeschickt, gehe ich auf Ihre Fragen wie folgt ein:

habe ich chancen auf das alleinige Sorgerecht?

Diese Frage lässt sich abschließend nicht in diesem Forum klären. Solange Ihr Kind allerdings nicht in Ihrem Haushalt lebt, werden Sie auch nicht die alleinige elterliche Sorge übertragen erhalten. Grundsätlich sollen die Eltern die gemeinsame elterliche Sorge ausüben. Wenn allerdings das Kindeswohl gefährdet ist, kann einem Elternteil die elterliche Sorge oder auch Teile der elterlichen Sorge, wie beispielsweise die Gesundheitsfürsorge alleine übertragen werden.


Darf das Kind einfach so der Oma überlassen
werden (die kleine ist jetzt 14 Monate alt)

Da das Kind derzeit seinen Aufenthalt beim Kindesvater hat, kann dieser während seiner Arbeiteszeit die Betreuung des Kindes auf die Großmutter übertragen. Allerdings scheint es in Ihrem Fall ja so zu sein, dass die Großmutter als Ersatzmutter fungiert und der Kindesvater nur begrenzt sich Zeit für das Kind nimmt. Das ist nicht tolerabel.

Habe ich immernoch das Aufenthaltsbestimmungsrecht nachdem die Kleine ja nichtmehr bei mir wohnt, aber auch nichts anderes mit dem Jugendamt etc geregelt wurde?

Solange Sie die gemeinsame elterliche Sorge haben, haben auch Sie das Aufenthaltsbestimmungsrecht. Eine Änderung des Aufenthaltsbestimmungsrechtes kann entweder durch Vereinbarung der Eltern erfolgen oder aber durch einen Beschluss des Familienrechtes.

Grenzt es nicht schon an Kindesentführung, wenn man mir als Mutter unter sochen Umständen mein Kind vorentählt?

Kindesentzug liegt vor, wenn Ihnen der Kontakt mit dem Kind gänzlich unbegründet verwehrt wird.

Ich möchte Ihnen dringend anraten, sich umgehend in die Vertretung eines Fachanwaltes für Familienrecht vor Ort zu begeben. Sie sollten zeitnah einen Antrag auf Übertragung des Aufenthaltsbestimmungsrechtes beim zuständigen Familiengericht stellen. Die Zeit spielt hier gegen Sie. Ihr Kind ist jetzt schon seit längerer Zeit im Haushalt des Kindesvaters, so dass eine Rückführung in Ihren Haushalt umso schwieriger wird, umso länger Ihr Kind dort lebt.

Nach Ihrer Schilderung haben Sie das Jugendamt auf Ihrer Seite, dass Ihr Kind wieder zu Ihnen zurückkommen soll. Der Kindesvater verweigert dies, so dass nur noch eine gerichtliche Klärung erfolgen kann.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen eine erste rechtliche Orientierung verschaffen, sollte etwas unklar geblieben sein, nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion des Portals.

Mit freundlichen Grüßen

Tobias Rösemeier
- Rechtsanwalt -


Rechtsanwalt Tobias Rösemeier
Fachanwalt für Familienrecht

Bewertung des Fragestellers 13.04.2011 | 09:26

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vielen dank, für ihre antwort, sie haben mir hiermit sehr geholfen und ich habe bereits einen termin bei einem anwalt.

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