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Habe ich Anspruch auf die bisher erhaltene Tarifgruppe auch bei Teilzeit nach Elternzeit?


10.02.2006 11:42 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle



Am 23.4.06 endet meine 3-jährige Elternzeit. Ich bin seit 1988 im Unternehmen angestellt.
Bereits im Dez. 04 habe ich meinem Arbeitgeber (Bank ca. 1200 Mitarbeiter) schriftlich mitgeteilt, dass ich nach erfolgreicher Integration meiner Tochter im Kindergarten wieder arbeiten möchte, allerdings halbtags (vor Elternzeit Vollzeitbeschäftigung)vormittags für 4-5 Stunden. Meine Tochter besucht jetzt seit 10. 01.06 den Kindergarten und ich könnte entsprechend meiner Vorgaben bereits jetzt schon arbeiten. Würde jedoch gerne das Ende der Elternzeit abwarten. In den letzten Tagen habe ich mehrfach mit meinem Arbeitgeber telefoniert und zuletzt die Auskunft erhalten, dass ich voraussichtlich eine Teilzeitbeschäftigung ausüben kann allerdings nicht zu der bisher in Vollzeit erhaltenen Tarifgruppe sondern eine Gruppe (ca. 250 EUR Differenz)niedriger, mit der Begründung, dass diese Stelle nicht der bisherigen in Vollzeit ausgeübten entspreche.

Meine Fragen:

Habe ich Anspruch auf die bisher erhaltene Tarifgruppe auch bei Ausübung eines Teilzeitjobs sowie einer niedriger eingruppierten Arbeit?

Was habe ich für Möglichkeiten um das zu umgehen?
z.B. Recht auf Teilzeit!

Ich bin alleinerziehend und auf jeden Euro angewiesen!!!!

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Sehr geehrte Ratsuchende,


zunächst gege ich davon aus, dass Sie die formalen Voraussetzungen für eine Teilzeit nach § 8 TzBfG (Teilzeit- und Befristungsgesetz) erfüllt und Sie einen entsprechenden Antrag drei Monate vor Beginn der Teilzeit gestellt haben.

Da Ihr Arbeitgeber sich bereit erklärt hat, die Teilzeittätigkeit zu gewähren, ist er hieran nun gebunden.


Dieses bedeutet, dass der BESTEHENDE Arbeitsvertrag nun hinsichtlich der ARBEITSZEIT modifiziert worden ist.


Keineswegs kann der Arbeitgeber nun einseitig (im Rahmen einer beiderseitigen Vereinbarung wäre dieses aber möglich) eine andere Tarifgruppe in Anwendung bringen, da eben nur die Arbeitszeit, nicht die anderen Rahmenbedingungen geändert worden sind.

Bestehen Sie also weiterhin auf die bisherige tarifliche Eingruppierung.


Wenn der Arbeitgeber tatsächlich spätestens einen Monat vor Beginn der Teilzeittätigkeit die Teilzeit zu diesen Bedingungen schriftlich abgelehnt hat, müssten Sie Klage beim Arbeitsgericht einreichen. Dabei müssen Sie beachten, dass eine Kostenerstattung in der ersten Instanz nicht erfolgt, so dass Sie in Ihrer Situation (sofern keine Rechtschutzversicherung besteht) wahrscheinlich auch Prozesskostenhilfe bekommen würden, die aber zusätzlich beantragt werden muss.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle

Nachfrage vom Fragesteller 10.02.2006 | 12:15

Herzlichen Dank für die schnelle Antwort. Ich weiss nicht ob es sich bei meinen bisherigen Kontakten um formale Anträge auf Teilzeit handelt.
Ich hatte meinen Wunsch schriftlich bereits im Dezember 04 mitgeteilt und telefonisch mehrfach in den letzten Wochen/Monaten.
Reicht dies aus? Soll ich dies nochmals ausdrücklich schriftlich tun?
Mir wurde die neue Stelle auch nur telefonisch beschrieben und eigentlich noch nicht angeboten.
Falls ich jetzt einen formalen Antrag auf Teilzeit stellen würde (falls erforderlich), könnte es dann sein, dass ich einige Zeit Vollzeit arbeiten müsste?
Sorry, dass sich noch so viele Fragen ergeben.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 10.02.2006 | 12:29

Sehr geehrte Ratsuchende,


die Anfrage ist so ausreichend; zum Zwecke der Beweissicherung würde ich allerdings nochmals zur schriftlichen Anfrage (per Einschreiben mit Rückschein) raten, dabei aber auch gleich auf die Zusage der Bank in diesem Schreiben Bezug nehmen und dabei deutlich machen, dass mit der angebotenen Stelle nur eine Modifizierung der ArbeitsZEIT vereinbart wird.

Da dieses Angebot ja gemacht worden ist und Sie es dann im Schreiben nochmals schriflich manifestieren, müssen Sie auch nicht der Vollzeittätigkeit nachgehen. Die Klage wäre dann ggfs. auf die richtige Eingruppierung zu modifizieren.

Ich wünsche Ihnen, dass schnell eine Einigung mit dem Arbeitgeber getroffen wird.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle

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