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Habe ich Anspruch, dass mein Vater während der Ausbildung Unterhalt zahlt?


| 20.12.2005 15:12 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin z.Z. Student an der Uni Bonn. Ich bewohne eine 26qm Wohnung und zahle hierfür eine Warmmiete(ohne Strom und Gas) von 320 €. Ich bin auf der Suche nach einem Nebenjob(400€ Basis) und erhalte von meiner Mutter einen monatlichen Betrag von 370 €, welchen sie freiwillig zahlt und der sich nicht nach der Düsseldorfer Tabelle richtet (sonst müsste Sie weniger zahlen).
Von meinem Vater erhalte ich keinerlei Unterhalt. Nachdem ich mein Studium aufgenommen hatte, schrieb ich meinen Vater an er möge seiner Unterhaltspflicht nachkommen und mit mir in Kontakt treten um die Höhe des Unterhaltes bestimmen zu lassen. Allerdings erhielt ich hierzu lediglich ein Schreiben des Anwalts meines Vaters, welcher mir mitteilte, es müsse ja erst geklärt werden ob ich überhaupt Ansprüche geltend machen könnte.Immerhin sei ich volljährig und grundsätzlich für meinen eigenen Unterhalt zuständig.
Hierzu müsste ich Auskunft über meine Verhältnisse(Einkommen, Rücklagen) machen.
Ich besitze ein bis 2010 angelegtes Sparbuch mit 6000€ (mit jährlich steigendem Zins)und einen Bausparvertrag mit etwas mehr als 700€.

Meine Frage lautet: Muss ich diese Angaben wirklich machen und wie wirken sich diese auf die mögl. Höhe des Unterhaltes aus? Was passiert wenn ich eine 400€ Beschäftigung aufnehme?
Ausserdem wäre ich für eine Empfehlung dankbar, was ich jetzt machen kann und muss um zu meinem Recht zu kommen.

Vielen Dank

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Sehr geehrter Ratsuchender,

ich bedanke mich für Ihre Anfrage und kann Ihnen folgendes mitteilen:

1.Grundsätzlich haben Sie einen Anspruch auf Ausbildungsunterhalt gem. § 1610 Abs.2 BGB gegen Ihren Vater, wenn dieser auch leistungsfähig ist. Ich weiß jetzt nicht, ob Sie vor Ihrem Studium eine andere Ausbildung gemacht haben. Wenn das Studium Ihre erste Ausbildung ist, schuldet Ihr Vater Ihnen Unterhalt. Das hat nichts mit der Volljährigkeit zu tun.

2. Grundsätzlich besteht eine Auskunftspflicht gem. § 1605 Abs.1 BGB. Die Vorschrift dient jedoch nur zur Sicherung des laufenden Unterhalts. Wenn Ihr Vater also Auskünfte möchte, kann er diese nur verlangen, um die Unterhaltsverpflichtung der Höhe nach berechnen zu können.Er muß aber Punkt für Punkt festlegen, welche Angaben er braucht, es besteht keine allgemeine Offenbarungspflicht von Ihrer Seite.

3. Der Umkehrschluß aus § 1602 Abs. 2 BGB ergibt, dass vorhandenes Vermögen zu verwerten ist. Jedoch muss Ihnen ein "Notgroschen", eine Kapitalreserve für plötzlich auftretende Sonderbedürfnisse, verbleiben.
Bei einem Studenten gelten 10.000 DM(!) als bedürftigkeitsneutral.

4. Grundsätzlich müssen Sie keine Erwerbstätigkeit während Ihrer Ausbildung aufnehmen. Tatsächlich erzieltes Einkommen verringert jedoch die Bedürftigkeit, so dass Ihr Einkommen voll angerechnet werden würde.

5. Der Unterhalt, den Ihre Mutter freiwillig an Sie leistet, befreit Ihren Vater nicht von der Unterhaltsverpflichtung, es sei denn, Ihre Mutter zahlt Ihnen dies in der Absicht, gerade Ihren Vater von der Unterhaltspflicht zu entlasten.

Ich würde Ihnen empfehlen, gegen Ihren Vater gerichtlich vorzugehen, in dem Sie den Unterhalt, der Ihnen zusteht, einklagen.
Sie haben möglicherweise einen Anspruch auf Prozeßkostenhilfe, die Sie beantragen können.
Zahlt Ihr Vater trotz Verurteilung nicht, können Sie auf Grund des Urteils, welches einen sog. Titel darstellt, gegen Ihren Vater im Wege der Zwangsvollstreckung vorgehen.

Suchen Sie sich auf jeden Fall einen Anwalt, der Sie in einem Gespräch dann ausführlich beraten kann. Ich stehe Ihnen ebenfalls hierfür gerne zur Verfügung. Sie können mich über meine oben genannten Kontaktdaten erreichen.

Ich hoffe, dass ich Ihnen mit meinen Ausführungen helfen konnte.
Falls Sie noch Fragen haben sollten, können sie sich gerne noch einmal an mich wenden.

Viel Erfolg und frohe Weihnachten.

Mit freundlichen Grüßen

Christine Gerlach
Rechtsanwältin
gerlach@internetkanzlei.de

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