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Habe PKW Privat verkauft, Käufer hat 4 Monate später einen Getriebeschaden

21.01.2015 09:47 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von


Am 01.09.14 habe ich einen Allrad PKW mit Automatikgetriebe verkauft.
Ich nutze einen vorgedruckten, einseitigen Kaufvertrag bei dem die Überschrift besagt:
"PRIVATVERKAUF - DER VERKÄUFER VERKAUFT HIERMIT DAS NACHSTEHEND GENANNTE; GEBRAUCHTE KFZ AN DEN KÄUFER PRIVAT WEITER; UNTER AUSSCHLUSS JEGLICHER SACHMÄNGEL-HAFTUNG: GEWÄHRLEISTUNG ODER GARANTIE" - Besondere Vereinbarungen etc wurden nicht festgehalten.
Am 07.01.15 hat der Käufer Probleme mit dem Getriebe-4 Monate und über 3000km später.
Er ist nach dem Kauf-am 01.09.14- direkt 700km Heimwärts gefahren - ohne Probleme - es lag auch kein Mangel am Getriebe vor...
Nun schreibt der Anwalt mich an - und will Ansprüche geltend machen. Mit der Aussage: "dass der Gewährleistungsausschluss im Vertrag UNWIRKSAM ist, da es sich um einen vorformulierte Klausel handelt. Solche Klauseln sind bei besonders grobem Verschulden oder für Haftung für Körper und Gesundheitsschäden unwirksam!"
WAS SOLL ICH MACHEN?
Er meine die Instandsetzung koste zwischen 6000 und 12000 Euro! Für den Wagen hatte er nur 16000 bezahlt....

21.01.2015 | 11:54

Antwort

von


(143)
Mühltorstr. 9/1
71364 Winnenden
Tel: 07195/589260
Web: http://www.rems-murr-kanzlei.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Das LG Oldenburg hat entschieden, dass vorformulierte Kaufverträge aus dem Internet, beispielsweise zum Autokauf, Allgemeine Geschäftsbedingungen darstellen und ein enthaltener Gewährleistungsausschluss unwirksam ist, wenn dieser keine Einschränkung für Schäden an Leben, Körper und Gesundheit enthält. So könne bei einem Autoverkauf zwischen Privatleuten der Verkäufer gewährleistungspflichtig werden, wenn er ein solches Formular verwendet habe, da der Gewährleistungsausschluss dann insgesamt unwirksam sei.

Sollte also bei dem von Ihnen verwendeten Vertrag eine solche Einschränkung nicht verwendet worden sein, könnte der Gewährleistungsausschluss insgesamt unwirksam sein und Sie müssten für die Gewährleistung einstehen.

Zu klären wäre abschließend, ob der hier geltend gemachte Mangel auch im Zeitpunkt der Übergabe des PKWs vorlag. Dies kann allerdings in der Regel nur ein Sachverständiger klären.

Möglicherweise könnte es ökonomisch für Sie Sinn machen, sich mit der Gegenseite auf einen Vergleichsbetrag zu einigen.

Eine genaue Einschätzung abzugeben bedarf jedoch einer genauen Prüfung aller Umstände des hier vorliegenden Sachverhalts.

Gerne sind wir bereit, Sie in dieser Angelegenheit weiter zu beraten.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rückfrage vom Fragesteller 21.01.2015 | 12:52

Hallo,

ich habe diesbezüglich bereits mit einem KFZ Sachverständigen telefoniert.
Dieser versicherte mir bereits, das "man" jedes Getriebe innerhalb von 4 Monaten und über 3000km zerstören könne. Wäre ich aus der Nummer raus wenn ich mir so etwas verlegen lasse? Was für eine Summe meine sie wäre denn ökonomisch für mich in dem Fall? Ich kann ja auch kein Schuldeingeständniss machen....

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 21.01.2015 | 14:55

Gerne beantworte ich Ihre Nachfrage:

Grundsätzlich muss der Käufer hier beweisen, dass der hier geltend gemachte Mangel schon bei Übergang der Sache vorlag, und dass dieser Mangel zu dem Getriebeschaden geführt hat.

Sind Sie sich sicher, dass zum Zeitpunkt des Verkaufes der gebrauchte PKW mangelfrei war, so können Sie den Vortrag des Gegners zunächst einmal bestreiten.

Im Rahmen eines Rechtsstreits müsste dann mit Hilfe eines Sachverständigengutachtens geklärt werden, ob der Käufer mit seiner Behauptung recht hat und ob er diese Beweisen kann.

In Einzelfällen kann dies sehr schwierig sein. Kann er den Beweis nicht führen, sind Sie auch nicht verpflichtet hier der Forderung nachzukommen.

Sie sollten dann anwaltliche Hilfe nehmen, und die Forderung zurückweisen.

Mit freundlichen Grüßen
-Philipp Wendel-
Rechtsanwalt

ANTWORT VON

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