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Hab ich geringe Chancen den Kindesunterhalt von nur 80 Euro, nicht zu bezahlen?


25.01.2005 12:07 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Sehr geehrte Damen,
sehr geehrte Herren,

mein Sohn ist 19Jahre und bekommt 80Euro Kindesunterhalt
von mir.
Jetzt wollte mein Sohn am 18.3.2005 heiraten. Es würde dann
der Unterhalt ja für mich wegfallen da ja dann seine Frau
Unterhaltspflichtig ist. Mein Sohn hatte bis vor kurzem eine
Lehrstelle in der Er auch eine Vergütung bekommen hatte. Daher
der geringe Unterhalt von 80Euro. Mittlerweile musste Er aus
gesundheitlichen Gründen (Epileptische Anfälle, Er ist
mittlerweile Anfallfrei - also GESUND) die Lehre abbrechen.
Jetzt macht Er seit Oktober 2004 eine Lehre in der Er keine
Vergütung bekommt. Es ist eine Schule mit Praktikum. Er macht
Heilerziehungspfleger.
Da meine EX-Familie in einer christlilchen Sekte ist, hat mich
mein Sohn von seiner Hochzeit ausgeschlossen. Ich dürfte nur
zur Trauung kommen.
Vor ein paar Tagen hat mir mein Sohn mitgeteilt das die
Hochzeit wegen der Sekte NICHT STATTFINDEN WIRD!!!
Somit MUSS ich ja wieder die 80Euro Unterhalt überweisen.
Meine Frage: Durch die abgebrochene Lehre und dieses HIN und
HER der Hochzeit und das gekränkte VATERHERZ!!!
Hab ich geringe Chancen den Kindesunterhalt von nur 80Euro,
mir geht es hier nur um das PRINZIP!!!!; NICHT ZU BEZAHLEN???
Für eine Antwort wäre ich Ihnen sehr dankbar.
Mit freundlichen Grüssen
G. Schediw

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Sehr geehrter Anfragender,

vielen Dank für Ihre Frage, die ich wie folgt beantworten möchte:

Nach § 1611 Absatz 1 BGB kann ein volljähriges Kind seinen Unterhaltsanspruch u.U. verwirken. Voraussetzung wäre dabei, dass es entweder

1. durch eigenes sittliches Verschulden bedürftig wurde, oder
2. vorsätzlich eine schwere Verfehlung gegen den Unterhaltspflichtigen oder einen Angehörigen begangen hat.

Zu 1.
Hier runter fallen z.B. andauernde Trunksucht oder Drogensucht. Die durch die Epilepsie verursachte Aufgabe der Lehrstelle fällt hier wohl nicht drunter. Nur wenn Sie nachweisen könnten, dass der Grund nur vorgeschoben war, hätten Sie insoweit eine (sehr kleine) Chance.

Zu 2.
Eine schwere vorsätzliche Verfehlung liegt z.B. bei Straftaten gegen die Eltern vor, z.B. bei schwerwiegenden Beleidigungen, tätlichen Angriffen, Prozessbetrug durch Verschweigen eigener Einkünfte im Unterhaltsverfahren; eine bewusst jeden Kontakt zum Unterhaltspflichtigen meidende Haltung reicht nicht aus (BGH FamRZ 1995, 457ff; 1998, 367,370).

Ich hoffe, Ihnen mit dieser Antwort weiter geholfen zu haben. Für Rückfragen stehe ich Ihnen selbstverständlich gern zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Kai Breuning
- Rechtsanwalt -

Bremer Str. 28a
21073 Hamburg

Tel.: 040 - 24 88 21 96
Fax: 040 - 24 88 21 97

mailto:post@ra-breuning.de
www.ra-breuning.de
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