Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.084
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

HP-Ausbildung: Nichterfüllung des Vertrages


| 06.07.2006 11:15 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Sehr geehrte Frau Rechtsanwältin,
sehr geehrter Herr Rechtsanwalt,

ich habe eine Ausbildung zur Heilpraktikerin begonnen und befinde mich jetzt in folgender Situation:

- Anmeldung unterschrieben im August 2004, gleichzeitig Anerkennung der AGB´s. Dort heißt es, wenn man sich weniger als zwei Wochen vor Beginn des Seminars abmeldet, wird die volle Seminargebühr fällig. Man kann jedoch auch einen Ersatzteilnehmer entsenden.
- Beginn der Ausbildung im September 04 mit 4 Teilnehmern. Im Dezember 04 sprang die Erste ab, im Juli 05 die Zweite, im Jan. 06 die Dritte, so dass ich noch allein übrig war.
- In seinen AGB´s sicherte der Schulleiter zu: „Unsere Leistungen umfassen die Durchführung der Ausbildung laut Beschreibung“. In der Beschreibung heißt es: „Dauer: 24 Monate, insgesamt 144 Termine“ zu je 3,5 Stunden.
- Es gab zahlreiche Unterrichtsausfälle und mahnte mehrmals mündlich und schriftlich an, die Rückstande aufzuholen. Mir wurde jedes Mal versichert, dass bis zum Ausbildungsende der Vertrag erfüllt sein würde. Auch meine Mitschülerin mahnte ohne Erfolg.
- Von Januar 06 an wurde der Unterricht Einzelunterricht fortgesetzt, allerdings gab es weitere Unterrichtsausfälle, so dass zum April 06 ein Rückstand von einem Vierteljahr bestand. Ich kündigte den Vertrag und forderte das zuviel bezahlte Geld zurück (ca. 650 Euro). Drei Mahnungen blieben ohne Erfolg.

Frage:
- Ist der Eintrag in den AGB´s rechtens, dass der Vertrag nicht gekündigt werden kann, es sei denn man zahlt die vollen Kosten?
- Wie kann ich das zuviel bezahlte Geld wirksam zurückfordern?
- Mit welchen Kosten muss ich bei einer Klage rechnen, wenn ich mich nicht von einem Rechtsanwalt vertreten lasse, also nur die Gerichtskosten? Soweit ich informiert bin, sind die Anwaltskosten relativ hoch und der Streitwert relativ gering.

Vielen Dank!




Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrte Ratsuchende,

grundsätzlich ist eine genaue Einschätzung ohne Vorlage der AGB`s schwierig.

Ist dort ein generelles Kündigungsverbot, auch aus wichtigem Grund ausgeschlossen, ist diese Klausel nicht wirksam. Dieses gilt auch im Zusammenhang mit der Formulierung, dass im Falle einer Kündigung IMMER die vollen Kosten zu tragen wären.


Weiter wäre unabhängig davon zu prüfen, ob die AGB`s überhaupt Vertragsinhalt geworden sind. Sie müssen bei oder vor Vertragsschluss vorgelegen haben bzw. müssen Sie VOR Unterzeichnung des Vertrages die Möglichkeit gehabt haben, diese zur Kenntnis zu nehmen.

Da in Ihrem Fall der Vertrag von der Gegenseite nicht erfüllt worden ist, sollten Sie ausdrücklich mit Bezug auf Ihre Kündigung die Gegenseite nochmals zur Zahlung auffordern. Dieses machen Sie bitte in Form eines Briefes mit Einschreibe/Rückschein und mit einer Fristsetzung zur Zahlung.

Erfolgt Zahlung nicht, können Sie zunächst einen Mahnbescheid über die Summe beantragen. Suchen Sie hierzu das Amtsgericht auf, falls Sie Hilfe benötigen.

Sie können Ihren Anspruch auch gleich in Form einer Klage beim Amtsgericht geltend machen.

Die Gerichtskosten belaufen sich auf ca. 135,00 EUR. Wird die Gegenseite aber durch einen Rechtsanwalt vertreten, kommen im Falle Ihres Unterliegens noch die Ksoten des Gegenanwaltes hinzu. Es kommen dann inklusive Gerichtskosten ca. 350,00 EUR auf Sie zu.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle






Bewertung des Fragestellers |


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Herzlichen Dank für Ihre schnelle Antwort. Sie hat präzise das zum Ausdruck gebracht, was ich wissen wollte. "
FRAGESTELLER 5/5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60078 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Ausführlich, verständlich und klar geschrieben. Sehr zufrieden. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herr RA Vasel erschien mir sehr kompetent, da er auch bei angedachtem weiteren Verfahren meines Steuerberaters fundierte Bedenken, gerade paradoxerweise bezüglich eventuell sich daraus ergebender steuerlicher Nachteile, hatte ... ...
FRAGESTELLER
3,2/5,0
Ohne Paragraphenangabe, alles pi x Daumen, man hätte zb § 850d ZPO oder sowas erwähnen können, Frage wurde obendrein unvollständig beantwortet aber Alles in Allem eine kleine Übersicht, musste im Endeffekt trotzdem alles Nachschlagen ... ...
FRAGESTELLER