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HIV Risiko und Strafrecht


18.09.2006 11:07 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christian Mauritz



Ein Deutscher ist seit mehreren Jahren bekennender Sextourist. Er brüstet sich mit mindestens 500 Sexualkontakten zu verschiedenen Frauen des käuflichen Gewerbes in Südostasien sowie in Deutschland. Er war vor einem Jahr mehrere Tage mit einer Thailänderin vor Ort sexuell zusammen, die mittlerweile am Vollbild AIDS verstorben ist. Er macht *ausschließlich*!! Sex ohne Kondom. Er selbst hält die Wahrscheinlichkeit einer Infektion bei sich für außerordentlich hoch. Er macht allerdings bewußt keinen Test, um sich "psychologisch nicht zu belasten".

Nun hat der Sextourist ein jüngeres, naives und unerfahrenes Mädchen kennengelernt, die vor ihm nur einen einzigen Freund hatte. Er hat sie über seine Vergangenheit nicht vollumfänglich in Kenntnis gesetzt. Sie weiß lediglich, "dass er ein paar Male bei Prostituierten war". Er verkehrt mit ihr selbstverständlich wieder ohne Kondom.

Ethisch-moralisch ist diesem Menschen nicht beizukommen. Ich habe mir den Mund bereits fusselig geredet.

Ohne mir große Hoffnungen zu machen, wüsste ich gerne, ob in dieser verfahrenen Situation das deutsche Gesetz weiterhelfen könnte?

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Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Frage unter Berücksichtigung des mitgeteilten Sachverhalts und Ihres Einsatzes wie folgt:

Einen Anspruch darauf, dass sich die womöglich HIV-infizierte Person ihrem Partner gegenüber offenbart, haben Sie als Außenstehender in der Tat nicht.

Wenn Sie, aus welchen Gründen auch immer, davor zurückscheuen, den betroffenen Partner selbst zu informieren, bliebe allenfalls die Möglichkeit, dem Sextourist mit einer Strafanzeige zu drohen.

Der ungeschützte Verkehr eines HIV-Infizierten mit einer Person, die über die Infektion nicht informiert ist, kann, je nachdem welche weiteren Vorausetzungen erfüllt sind, verschiedene Straftatbestände erfüllen. Da der Sextourist vorliegend nicht sicher weiß, ob er infiziert ist, erscheint zumindest eine fahrlässige Körperverletzung gegeben, sofern seine Partnerin durch ihn infiziert wird. Ggf. liegt auch eine versuchte vorsätzliche Körperverletzung vor, die Abgrenzung zwischen Vorsatz und Fahrlässigkeit ist in diesem Bereich schwierig und würde hier den Rahmen sprengen.

Ob die Androhung einer Strafanzeige tatsächlich geeignet sein könnte, den Betroffenen zu einer Offenbarung zu veranlassen, ist wiederum eine andere Frage, die nur Sie beantworten können.

Ich hoffe, ich konnte bei Ihrer Entscheidungsfindung behilflich sein und verbleibe

mit freundlichen Grüßen,

Christian Mauritz
Rechtsanwalt
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