Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Gv trotz bereits abgegebenem Vermögensverzeichnis

28.01.2014 09:52 |
Preis: ***,00 € |

Zwangsvollstreckung, Zwangsversteigerung


Zusammenfassung: Bei dieser Frage geht es darum, ob und wann nach der Abgabe der sog. "eidesstattlichen Versicherung" eine erneute Zwangsvollstreckung erfolgen kann.

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich hoffe ich bekomme auch trotz meines geringen Einsatzes Hilfe, mehr ist mir aktuell leider nicht möglich.

Folgender Sachverhalt:

Ich bin verschuldet und habe im Juli 2013 das Vermögensverzeichnis abgegeben.

Seit der Abgabe gab es bei mir nur die Änderung, dass ich in eine Wohnung ein paar Straßen weiter umgezogen bin.

Nun hat ein neuer Gläubiger den Antrag auf Zwangsvollstreckung und Abnahme des Vermögensverzeichnisses gestellt.
Bisher war es immer so, dass der GV dem Gläubiger einfach eine Abschrift des Vermögensverzeichnisses zukommen ließ.

Nun allerdings möchte der GV die Zwangsvollstreckung erneut durchführen obwohl ich wie bereits geschrieben das Vermögensverzeichnis abgegeben habe.

Darüber hinaus möchte mir der Gläubiger laut Brief des GV die Kosten für diese Maßnahme anlasten. (Forderung Summe X + Summe X Gebühren GV).

Meine Fragen:

1. Ist es prinzipiell überhaupt zulässig, dass trotz abgebenenen Vermögensverzeichnis erneut eine Vollstreckung erfolgen soll?

2. Wenn ja, muss dann aber nicht der Gläubiger die Kosten dafür übernehmen und die Zurechnung zur Schuldsumme ist unzulässig? Stichwort Schadenminderungspflicht.

3. Wenn es unzulässig ist wie kann ich mich dagegen wehren?

4. Wenn es doch zulässig ist, welche Angaben muss ich bei dem Besuch des GV machen?

Für Ihre Hilfe und Antwort vielen Dank im Voraus.

Sehr geehrter Ratsuchender,

in Anbetracht der mir vorliegenden Informationen und mit Blick auf die Höhe des ausgelobten Einsatzes beantworte ich Ihre Anfrage wie folgt:

Zunächst möchte ich Sie darauf hinweisen, dass dieses Forum lediglich eine erste rechtliche Orientierung bieten soll. Durch Hinzufügen oder Weglassen von Sachverhaltsangaben und Abweichungen im Detail kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen und somit zu einem anderen Ergebnis führen. Sie ersetzt daher nicht eine individuelle, persönliche Beratung durch einen Anwalt.

Grundsätzlich ist die Vornahme einer erneuten Vollstreckungshandlung (z.B. im Rahmen einer sog. "Taschenpfändung") unabhängig von der Pflicht zur Abgabe einer Vermögensauskunft jederzeit möglich.
Gem. § 802d ZPO kann der Gläubiger die erneute Abgabe einer Vermögensauskunft dann verlangen, wenn er Tatsachen glaubhaft macht die auf eine Veränderung Ihrer Vermögensverhältnisse schließen lassen.

Bei Bestehen eines Vollstreckungstitels muss man mit der Beitreibung und den dadurch entstehenden Kosten rechnen. Insoweit besteht keine Schadensminderungspflicht.

Wenn der GV feststellt, dass Sie amtsbekannt pfandlos sind und sich Ihre finanziellen Verhältnisse nicht geändert haben, werden Sie keine erneute Vermögensauskunft abgeben müssen. Ansonsten müssen Sie die gleichen Angaben machen, welche Sie bereits getätigt haben.

Sollte Ihre persönliche Verschuldungssituation so erheblich sein, sollten Sie ein Schuldenbereinigungsverfahren in Betracht ziehen. Sollte dem so sein, können Sie mich gerne hinsichtlich einer weitergehenden Beratung kontaktieren.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen ersten Überblick geben, und rege bei Unkarheiten oder Rückfragen an, die Nachfragefunktion zu nutzen.

Mit freundlichen Grüßen,

Daniel Martin Pfeffer
Rechtsanwalt

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 68332 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Erst anfängliche Schwierigkeiten, am Ende jedoch sehr klar und stets sehr freundlich erklärt. Sehr zu empfehlen. Vielen Dank! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
War verständlich und ausführlich, vielen Dank! ...
FRAGESTELLER
3,8/5,0
Das nächste Mal bevorzuge ich eher eine persönliche Beratung. Das liegt wohl eher an der Plattform, als an der beratenden Person. Aus diesem Grund hat sich für mich jetzt keine Handlungsoption ergeben, bzw. etwas, was ich tun ... ...
FRAGESTELLER
Jetzt Frage stellen