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Gutschein gekauft, gilt angeblich nicht als Zahlungsmittel

08.07.2008 15:22 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Stefanie Helzel


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe im Februar einen Gutschein bei einer Fahrschule gekauft über 200,-€, habe das Geld hingegeben und den von den ausgefüllten Gutschein erhalten.
Jetzt nach dem mein Sohn fast fertig mit der Fahrschule ist wollte er den Gutschein zum Schluss einlösen. Er hat ihn beim Fahrlehrer ebenfalls Inhaber abgegeben, mein Sohn fragte wieviel er jetzt noch bezahlen müsste, daraufhin meinte der Fahrlehrer, 227,- minus die 200 des Gutscheines. Einen Tag später meinte die Frau des Fahrlehrers zu meinem Sohn der Gutschein wäre nicht bezahlt. Ich rief dort sofort an um die Sache klar zu stellen und sie meinte ob ich eine Quittung über diese Summe habe, sie habe erkannt, das ihr Sohn den Gutschein ausgestellt hatte aber es wäre nirgends verbucht und ohne Quittung werden sie den Gutschein nicht anerkennen, da sie auch Gutscheine ohne Zahlung ausgeben würden. Ich sprach mit ihrem Sohn er kennt mich angeblich nicht, er hätte auch sagen können das er mich dazu sehen müsste, dann wärew ich sofort zu ihnen gefahren. Direkt bezichtigt die Fahrschule mich des Betruges, werde morgen den Gutschein wieder abholen und weiss leider nicht was ich jetzt machen soll. Ich habe noch nie gehört das man einen Gutschein kaufen kann, der mit der Schrift und Unterschrift und der Fahrschule und dem Stempel versehen ist ohne das Geld dafür zu bezahlen. Hoffe es einigermassen verständlich erklärt zu haben.
Für eine schnelle Antwort wäre ich sehr dankbar.

Sunflowers

Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich unter Berücksichtigung Ihrer Angaben, wie folgt beantworte:

Ich stimme Ihnen zu, dass es in der Tat merkwürdig ist, dass ein Gutschein ausgestellt wird, ohne dafür einen Kaufpreis bezahlt zu haben.

Grundsätzlich ist der Erwerber einer Sache dazu verpflichtet, die Entrichtung des Kaufpreises zu beweisen, durch Vorlage einer Quittung, Kassenbeleg o.ä.

Hier ist jedoch eine andere Bewertung vorzunehmen. Ein ausgestellter Gutschein dokumentiert bereits, dass ein Preis für eine noch zu erhaltende Leistung bereits bezahlt wurde,
wenn a)der Wert mit 200 € in dem Gutschein eingetragen ist und b) der Gutschein keinen Vermerk enthält, dass eine Bezahlung noch nicht geleistet wurde.
Mit Erhalt des Gutscheins wird Ihnen somit auch bereits dokumentiert, dass sie gezahlt haben. Dieser quittiert Ihre Leistung.

Wenn die Fahrschule Gutscheine ausstellt ohne Geld dafür zu verlangen, ist das Pech der Fahrschule und hier gilt m.E. eine Beweislastumkehr dahingehend, dass diese nachweisen muss die 200 € nicht erhalten zu haben.
Ich rate Ihnen morgen zur Fahrschule zu gehen, sich den Gutschein aushändigen zu lassen und der Fahrschule dann mitzuteilen, dass dieser die Kaufpreiszahlung dokumentiert! Achten Sie darauf, dass Sie sich zunächst den Gutschein geben lassen, bevor sie die Fahrschule darauf hinweisen.

Ich hoffe Ihnen weitergeholfen zu haben und wünsche Ihnen viel Erfolg!

Mit freundlichen Grüßen

Helzel
Rechtsanwältin

Nachfrage vom Fragesteller 08.07.2008 | 18:21

Hallo Frau Helzel!

Ich habe den Gutschein eben abgeholt, dachte mir falls die was ändern wollen!
Hatte Ihn aber in eine Geburtstagskarte angeklebt, so das man erkennen konnte das er von mir ist. Also auf dem Gutschein steht einmal die 200,- , dann einmal in Worten zweihundert darunter Dieser Gutschein gilt für Grundgebühr bzw. Übungsfahrten. Der Wert des Gutscheins kann nicht gegen Bargeld abgelöst werden. Dann kommt der Firmenstempel und Unterschrift Darunter dann Datum / Stempel geschrieben, aber ein Aufkleber der Fahrschule raufgeklebt und eizulösen bei.
Soll ich jetzt warten bis wir eine Rechnung von denen bekommen?
Mein sohn hat morgen theoretische Prüfung, nicht das sie ihn erst zur praktischen Prüfung zulassen, wenn ich den Gutschein nochmal bezahlt habe.
Es ist etwas ausführlicher geworden, sie müssen mir sonst bescheid sagen, wenn ich etwas dazubezahlen soll.

vielen dank
sunflowers

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 09.07.2008 | 09:00

Sehr geehrte Fragestellerin,

an Ihrer Stelle würde ich nicht noch einnmal bezahlen. So wie Sie die Aufmachung des Gutscheins schildern, steht darauf eben auch "Der Wert ...kann nicht gegen Bargeld abgelöst werden". Wenn Sie die 200 € noch einmal bezahlen, kann die Fahrschule es als Eingeständnis werten, mit ihrer Behauptung Recht zu haben.
Allerdings kann ich Ihnen die Entscheidung nicht abnehmen, da es auch situationsbeding entschieden werden muss, ob Chancen bestehen, das Geld zurückzubekommen und ob die Fahrschule die Zulassung zur theoretischen Prüfung tatsächlich verweigert. Dazu müssten Ihnen aber auch erst einmal eine Rechnung vorliegen, was diese kostet!
Ihrem Sohn wünsche ich viel Erfolg bei der Prüfung.

Mit freundlichen Grüßen

Helzel

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