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Guthaben aus Inkassoforderung nach Abschluss Insolvenzverfahren

22.10.2017 12:54 |
Preis: 55,00 € |

Insolvenzrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA


Zusammenfassung: Ausschüttungsanspruch aus einer liquidierten Gesellschaft bürgerlichen Rechtes

- Gründung BGB-Gesellschaft mit zwei Gesellschaftern in 1997 (kein Gesellschaftsvertrag!)
- Insolvenz eines Gesellschafters Mai 2010; entsprechend Auflösung der BGB-Gesellschaft / Liquidationsbilanz / Verkauf Immobilienbesitz
- Abschluss des Insolvenzverfahrens 2016 und Ausschüttung aus Insolvenzforderung an Gläubiger (keine besondere Vereinbarung mit Insolvenzverwalter bezüglich Vermögens-/Forderungsaufteilung)

Wem steht jetzt, aktuell noch bei einem Inkassobüro vorhandenes, (konkret zwischen 2010 - einschl. 2017) aus einem erteilten Mandat aus 2008 eingetriebenes Kapital zu.
Beiden ehem. Gesellschaftern oder nur dem nicht insolventen Gesellschafter der während des Insolvenzverfahrens aufgrund seiner Bürgschaftsübernahme alle bestehenden Verbindlichkeiten und die lfd. Kosten bis zur Abwicklung getragen hat?

(Die damals noch nicht realisierten Forderungen aus dem o. g. Inkassomandat wurden vom insolventen Gesellschafter beim Insolvenzantrag 2010 angegeben).

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1. Einnahmen oder Guthaben der GbR ist im Rahmen einer Liquidation bzw. wenn das Liquidationsverfahren beendet ist in einer Nachtragsliquidation zu verteilen. Danach sind hieraus anfallende Steuer zu bedienen und der verbleibende Erlös zwischen den Gesellschaftern entsprechend der Regelung im Gesellschaftsvertrag bzw. der ursprünglichen Beteiligungsquote aufzuteilen.

2. Wenn ein Gesellschafter die Gläubiger eines anderen Gesellschafter aus einer Bürgschaft befriedigt hat, gehen die Forderungen gegen die befriedigten Gläubiger auf den Bürgen über. Das heißt der Bürge hat eine eigene Forderung gegen den Schuldner.

3. Soweit die Forderungen gegen die Gläubiger und die Bürgschaftsinanspruchnahme nicht vor Eröffnung des Insolvenzverfahrens entstanden ist, nehmen diese Fordergungen in der Regel nicht an dem Restschuldnefreiungsverfahren teil. Hier ist aber genau zu prüfen, wann die jeweiligen Forderungen entstanden sind.

4. Der Bürge hat aufgrund seiner Forderungen gegen den Mitgesellschafter die Möglichkeit auf die Ausschüttung zuzugreifen. Entweder tritt der Mitgesellschafter seinen Ausschüttungsanspruch freiwillig ab den Bürgen ab. Erfolgt dies nicht wäre der Ausscchüttungsanspruch zu pfänden. Danach müßten die Fordergungen des Bürgen gegen den Mitgesellschafter tituliert werden, damit er dann den Ausschüttungsanspruch pfänden kann.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


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