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Gutachter- Kosten (Wasserschaden in Küche)

| 03.03.2015 09:33 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Sascha Steidel


Guten Tag, hier folgende Frage:

Ich habe vor ein paar, ca. 4-5, Jahren eine Fachfirma hier in Kiel beauftragt zum Anschluss von Spüle, Spül-und Waschmaschine in meiner Küche (damals war ich noch Eigentümer der Wohnung, ca. 2013 verkaufte ich die dann, bin nun Mieter darin).
Da diese einen Fehler machte kam es zu einem Wasserschaden, der auch die Wohnung unter meiner betraf. Das tat mir natürlich leid, ich konnte aber nichts dafür. Da das Wasser langsam "sickerte" konnte ich das auch nicht erkennen. Bis unter mir Wasser durch die Decke floß, von meinem Küchenboden ausgehend.
Die Fachfirma bzw. deren Versicherung musste für den Schaden aufkommen.
Inkl. Trocknungen usw. Ich musste nichts bezahlen.
Eine Eigentümerversammlung des Hauses beschloss dann im Jahre 2011, dass ein Gutachter damit beauftragt werden sollte zu schauen, ob es keine tiefergehenden Folgeschäden gab. Und dass ich die Kosten dafür tragen soll. Ich stimmte zwar zu, dass ein Gutachter danach schaut, teilte aber ganz klar (auch schriftlich) mit, dass ich keine Kosten dafür übernehme. Da alle Fachleute zuvor - auch von der Trockenfirma usw.- meinten, dass keine tiefer gehenden Folgeschäden ersichtlich/zu vermuten sind. Das meinte auch der Gutachter, der jetzt kam (nachdem ich dessen Besuch zustimmte, wieder mit Hinweis, dass ich aber keine Kosten übernehme für Begutachtung). Der auch meinte, dass wenn die Begutachtung nichts ergibt an Folgeschäden die Kosten auch seiner Ansicht nach von der Eigentümerversammlung/-Gemeinschaft getragen werden müssten. Ebenso wie die des Tischlers, der einen Teil des Küchenbodes "ausgrub", damit man schauen kann, ob darunter Schimmel oder dergl. ist - was aber nicht da war. Es wurde deshalb nur wieder alles wie zuvor hergestellt, mit dem Ergebnis: Kein weiterer (Folge-)Schaden. Das steht auch im Gutachten.
Alles gut also dachte ich. Plötzlich flatterte aber nun ein Brief von der Hausverwaltung mit einer Rechnung von über 1200 Euro ins Haus. Ich soll das bitte bezahlen .. für die Gutachter-und Tischlerkosten für o.g. Arbeiten/Begutachtung.. Die beiden, Gutachter und Tischler, hatten ihre Rechnung an die Hausverwaltung gestellt, da sie ja auch von der beauftragt wurden(im Auftrag der Eigentümergemeinschaft) . Die hat das aber nun an mich weitergeleitet, ich soll das zahlen nach o. g. Beschluss der Eigent.versammlung 2011 ...
Ich teilte mit, dass ich, wie ja schon wiederholt mitgeteit, keinen Cent bezahlen werde aus o.g. Gründen, zumal es keinen Anhaltspunkt für tiefergehende Folgeschäden gab und wenn die Eigentümer auf Nummer Sicher gehen wollen mit der o. g. Begutachtung/ Abklärung das "vielleicht verständlich ist, wenn dann nichts gefunden wird aber die Begutachtung auch selbst zahlen muss" (O-Ton des Gutachters). Eine Versicherung - ich schrieb der Hausverwaltung, dass sie ja der die Rechnung schicken kann - zahlt das wohl nicht, zumal der Wasserschaden nun ja schon Jahre her ist (weshalb selbst wenn nun etwas gefunden worden wäre laut Gutachter auch kaum sicher gesagt hätte werden können, ob Schimmel oder dergl. wirklich von dem Wasserschaden kommt - da das ganze Haus auch nicht gerade im besten Zustand ist ...). Und damals auch ein Gutachter der Versicherung solche Folgeschäden ausschloss (ggf. hätte die Eigent.versammlung das ja damals bestreiten können, die Ansicht des Versicherungs-Gutachters -aber jedenfalls nicht einfach das auf mich abwälzen nun, die über 1200 Euro. Und auch nicht erst/noch Jahre später).

Stimmt da meine Rechtsauffassung/ die des Gutachters und/oder kann man, Sie (Anwalt) mir noch etwas anderes empfehlen? Eigentlich fände ich nach all dem nicht einmal eine Beteiligung von mir an den Kosten angemessen, könnte mir das auch nicht leisten, nicht einmal die Hälfte ... Meine Haftpflichtversicherung wird das ja sicher auch nicht zahlen. Zumal ich ja auch mit all dem nicht mehr gerechnet habe. Auch dass tatsächlich nochmals ein Gutachter kommt wurde mir erst Ende 2014, also viele Jahre nach dem Schaden, mitgeteilt- das sei auch plötzlich ganz eilig, nachdem ich Jahre lang ja nichts mehr davon hörte (?). Der Gutachter nun meinte auch, dass eigentlich keine Eile geboten war ... Zumindest aus fachlichen Gründen nicht.
Vielen Dank vorab für die Antwort!

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Ihre Rechtsauffassung ist grundsätzlich natürlich zutreffend. Sie sind weder Auftraggeber des Gutachters bzw. Tischlers noch sonst aus anderen gesetzlichen Gründen verpflichtet,die Kosten für diese "Vorsichtsmaßnahme" zu übernehmen.

ABER:
Der Beschluss der Eigentümerversammlung aus dem Jahre 2011 muss inhaltlich unbedingt überprüft werden. Ist dieser wirksam und bestandskräftig, so kann dieser Beschluss die Rechtsgrundlage für Ihre Kostentragungspflicht begründen. Sie hätten diesen Beschluss dann nach Wohnungseigentumsrecht anfechten müssen.

Legen Sie diesen Beschluss also einem Rechtsanwalt vor und lassen Sie die Angelegenheit abschliessend prüfen. Bei Bedarf stehe ich Ihnen hierfür ebenfalls zur Verfügung.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 03.03.2015 | 11:52

Guten Tag,

danke für die schnelle Antwort.
Leider bringt mir das nur nicht so viel, denn ich weiß/verstehe als Nicht-Jurist nicht, was Sie mit "anfechten" meinen.
Sofort als ich von o.g. Beschluss der Eigentümerversammlung hörte (ich konnte auf der entsprechenden Versammlung, wo der Beschluss gefasst wurde, nicht anwesend sein, was der Versammlung auch bekannt war) habe ich schriftlich - Nachweis liegt vor - den Eigentümern via der von ihnen beauftragten Hausverwaltung mitgeteilt, dass ich diese "Sicherheits-überprüfung" aus oben genannten Gründen nicht bezahlen werde, will und auch (als gering Verdienender) nicht kann. Ist das/reicht das als "Anfechtung"? Ich bekam darauf nie eine Antwort von der Hausverwaltung/ Eigentümern, dachte das hätte sich erledigt. Bis es dann halt ab Ende 2014 wie beschrieben weiter ging. MFG ...

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 03.03.2015 | 12:18

Mit "anfechten" ist gemeint, dass der Beschuss im Wege einer sogenannten Anfechtungsklage vor dem Zivilgericht ( für Wohnungseigentumssachen ) angegriffen werden muss.

Selbst ein unwirksamer ( rechtswidriger ) Beschluss wird bestandskräftig, wenn er nicht gerichtlich angefochten wird.

Nur wenn der Beschluss "nichtig" ist, könnte er nicht als Rechtsgrundlage für eine Zahlungsverpflichtung dienen. Dies müsste aber anhand des schriftlichen Beschlusses gesondert überprüft werden.

Ich bitte, die unklare Ausdrucksweise zu entschuldigen.

Bewertung des Fragestellers 03.03.2015 | 12:24

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

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"Zunächst für Laien nicht ganz verständlich, Nachfrage wurde dann so beantwortet, dass ich einen Anwalt beauftragen müsste- was aber wohl nur unnötig Zeit und Geld kosten würde (da -inzwischen von mir recherchierte- 1-Monatsfrist für nötige Klage schon vorbei wäre, Ausnahmegründe gibt es kaum usw.). Unterm Strich 25 bzw. 27 Euro vertan ..."
Stellungnahme vom Anwalt:
Ohne die Einsicht in Dokumente ist hier in einigen Fällen nur eine erste rechtliche Einschätzung möglich. Eine abschliessende Bewertung, ob eine Abwehr der Forderung möglich ist, war hier nicht möglich. Offenbar bestand aber keine Bereitschaft, hierfür mehr als 25,- EUR zu bezahlen. Daher konnte auch keine weiterführende Hilfe angeboten werden.