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Gutachten für Haus / Streit mit dem Gutachter

16.04.2010 20:55 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Für ein 2 Familienhaus soll ein Verkehrswertegutachten erstellt werden.
Hierzu habe ich verschiedene Gutachter angeschrieben bzw. angerufen.
Ein Gutachter aus dem Nachbarort wollte am Telefon keine Auskunft über den Preis für das Gutachten abgeben, sondern sich die Sache kurz vor Ort anschauen und dann den Preis an mich weitergeben.

Wir haben einen Termin für die Kurzbesichtigung ausgemacht; leider konnte ich zum geplanten Termin nicht vorOrt sein.
Jedoch waren meine Eltern vorOrt (auch ihr Haus).

Während des Termines lies sich der Gutachter das gesamte Haus zeigen und machte auch Fotografien.
Er liess meine Eltern etwas unterschreiben, dass er die Vollmacht hat, bei verschiedenen Ämtern Sache über Haus/Grundstück umzuholen, die für das Gutachten notwendig sind.

Das der Gutachter während des Termins schon eine Aufnahme macht, war nicht mit mir abgesprochen; jedoch haben meine Eltern auch nichts gegenteiliges unternommen, um ihn davon abzuhalten (wird schon passen...).

Ich habe erst im nachhinein durch ein Telefonat mit meinen Eltern durch das doch etwas aufwendiger erste "Begutachtungs-Gespräch" bzw die darin stattgefundenen Dinge erfahren.

Am Nachmittag rief mich dann der Gutachter an und nannte mir seinen Preis.
Ich bat darauf hin um 1-2 Tage Zeit, um mich zu entscheiden, ob ich das Gutachten machen lasse (O-Ton Gutachter: Lassen Sie sich Zeit - Somit hatte er wohl auch damit rechnen können, dass ich das Gutachten nicht machen lasse)

2 Tage später teilte ich dem Gutachter telefonsich mit, dass ich das Gutachten nicht erstellen lassen möchte.
Nun war er ein wenig aufgebracht, da er bisher ja schon Zeit in das ganze investiert hatte, lt seiner Aussage bisher 2 Stunden (VorOrt Termin sowie kurze Aufnahme im Büro).
Er fragte mich, wie wir das nun regeln sollten.

Ich wies ihn darauf hin, dass ich zu keinem Zeitpunkt einen Auftrag an ihn gegeben hätte und wir am Telefon eine Erstbesichtugung ausgemacht haben, bei der er mir dann den Preis für das Gutachten mitteilen kann. Er lies mich nicht ausreden und meinte, dass meine Eltern was unterschrieben hätten - Das war mir zu diesem Zeitpunkt noch nicht bewusst; auch nicht bewusst war mir, dass es sich, lt Bekunden meiner Eltern, lediglich um eine Vollmacht (s.o.) handelte.
Er wies auch darauf hin, dass meine Eltern schließlich das Haus besäßen, und nicht ich - ist doch eagl, wer das Haus besitzt, ich bin der Auftraggeber (also eigetnlich ja nicht, es gab ja keinen Auftrag, zumindest für das Gutachten selbst)

Nun wollte er mind 2 Stunden berechnen, lies sich auf 1 1/2h ein.
Er will mir nun für die 1 1/2h eine Rechnung stellen.
Da ich zu diesem Zeitpunkt nicht wusste, was meine Eltern da unterschrieben hatten (gar einen Gutachterauftrag?), willigte ich ein.

Nun zu meiner Frage:
Muss ich diese Rechnung begleichen, obwohl ich niemals einen Auftrag für das Gutachten gegeben habe?

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Frage.

Es ist zunächst richtig, dass es für die Frage der Auftragserteilung nicht auf die Eigentumsverhältnisse des Hauses ankommt. Auch die übliche Vollmacht, die der Sachverständige regelmäßig benötigt, stellt keine förmliche Auftragserteilung dar.
Ihre Einwilligung 1 1/2 h zu zahlen, ist nicht bindend, weil Sie im Irrtum über das von Ihren Eltern unterschriebene Dokument waren.

Allerdings haben Sie den Gutachter bestellt und damit zumindest einen Zeitaufwand verursacht. Die Rechtsprechung geht davon aus, dass bei Inanspruchnahme besonders qualifizierter Dienstleistungen, der Kunde nicht davon ausgehen kann, dass die Tätigkeit umsonst erfolgt. Sie müssen also den Aufwand vergüten, der zwingend erforderlich war um die Kosten des Gutachtens abschätzen zu können. Dazu gehört sicherlich auch das Fertigen von Fotos und die Ansicht aller Räume. 2 Stunden inkl. der Zeit im Büro halte ich für unangemessen als reine Vorbereitungshandlung. Einen eigentlichen Auftrag hat es tatsächlich nicht gegeben. Es sollte binnen einer halben Stunde sicher möglich sein den Aufwand eines Gutachtens abzuschätzen. Im Streitfall müsste der Sachverständige die Auftragserteilung beweisen, allein die Vollmacht wäre hierfür nicht ausreichend.

Sie sollten also versuchen mit dem Gutachter überein zu kommen, dass nur die Mindestzeit vergütet wird.



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