Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Gutachten durchs Jugendamt, Familienrecht

| 12.05.2013 08:24 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Ich habe das alleinige Sorgerecht, meine Tochter ist jetzt 9 Jahre alt. Ich war nicht mit dem Vater meiner Tochter verheiratet. Im Jahr 2009 hat er mich betreffend des Umgangs verklagt. Ich erhielt eine Vorladung vom Jugendamt mit dem ich vorher nie Kontakt hatte. Ich schilderte der Beamtin meine Vorbehalte, so wurde meine Tochter schon damals immer in eine andere Stadt, in der seine 1 Freundin lebte mitgenommen und musste dort übernachten, obwohl der Vater in der gleichen Stadt wohnt wie ich. Er ging mit ihr auf den Rummel, wollte in die Geisterbahn e.t.c. Meinen Bedenken wurden von der Sachbearbeiterin abgetan, da ich schlecht höre und aufgeregt war redete ich etwas lauter. Plötzlich für mich recht überraschend, stauchte sie mich regelrecht zusammen wie eine 13 jährige , wörtlich sagte sie." ich würde aber abgehen" und sie würde ein Gutachten gegen mich schreiben. Sie wolle mir nicht drohen, aber der Vater könne ja auch zu seiner Freundin ziehen. Jetzt hat mich der Vater auf gemeinsames Sorgerecht verklagt. Bei einem Anruf bei Gericht musste ich feststellen, dass die Richterin sofort sehr unfreundlich wurde, als sie meine Akte aufschlug. Sie ließ mich nicht ausreden und unterbrach mich ständig, so dass ich keinen klaren Gedanken fassen konnte. Da wurde mir bewusst, dass es tatsächlich dieses Gutachten von einer Sachbearbeiterin sein musste, welches völlig einseitig und unzutreffend war. Was kann ich tu,n damit es aus der Akte herausgenommen wird, kann ich die Sachbearbeiterin ablehnen, die völlig einseitig für den Vater ist? Kann ich die Richterin ablehnen, die mich schon damals nicht zu Wort kommen lies? Mein Kind muss immer noch an fast jeden 2 ten Wochenende umhergondeln. Ich habe mich seitdem nie wieder ans Jugendamt gewendet, obwohl es nötig gewesen wäre.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


I.

Die Regelung des Umgangsrechts und die Regelung der elterlichen Sorge sind voneinander zu unterscheiden.

In den Umgangsperioden entscheidet der Vater allein, was er mit dem Kind unternimmt. Er kann mit dem Kind durchaus seine Freundin in einer anderen Stadt besuchen und auch auf den Rummel gegen. Es war und ist möglicherweise nicht sachgerecht, dass Sie dies nicht akzeptieren wollen.

Bei einer gemeinsamen elterlichs Sorge ist nach § 1687 BGB bei Entscheidungen in Angelegenheiten, deren Regelung für das Kind von erheblicher Bedeutung sind, das gegenseitige EINVERNEHMEN der Eltern erforderlich.

Hierzu gehört z.B. die Aufenthaltsbestimmung und die Entscheidung für eine weiterführende Schule.

II.

Nun zu Ihren Fragen:

1.
Sie haben leider keine Möglichkeit, die Stellungnahme des Jugensamts aus der Gerichtsakte entfernen zu lassen. Derartiges ist nicht zulässig,

Ebensowenig besteht die Mögleichkeit, die Sachbearbeiterin des Jugendamts abzulehnen.

Es sollte dagegen geprüft werden, ob die Einholung eines unabhängigen SACHVERSTÄNDIGENGUTACHTENS bei Gericht beantragt werden sollte.

2.
Ein Richter kann nach § 42 ZPO wegen Besorgnis der Befangenheit abgeleht werden.

Mach § 42 Abs. 2 ZPO ist hierzu ein Grund vorliegen, der geeignet ist, Misstrauen gegen die Unparteilichkeit eines Richters zu rechtfertigen.

Das von Ihnen geschilderte Verhalten bei einem Anruf dürfte nach meiner ersten Einschätzung für eine erfolgreiche Ablehnung aber nicht ausreichen.

Ich rate insbesondere davon ab, selbst und ohne rechtliche Prüfung ein Ablehnungsgesuch zu stellen.

Durch ein unbegründetes Ablehnungsgesuch könnten Sie vielmehr Ihre Position im Verfahren verschlechtern.

III.

Abschließend rate ich Ihnen DRINGEND, einen im Familienrecht erfahrene(n) Rechtsanwalt/ Rechtsanwältin mit der Wahrnekmung Ihrer Interessen zu beauftragen.



Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Reinhard Moosmann, Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 12.05.2013 | 09:56

Sehr geehrter Herr Moosmann, der Vater übernachtet auch bei der Freundin, d.h. das Kind hat während seines Umgangs kein Zuhause mehr, sondern muss sich an ständig wechselnde Situationen anpassen. Dadurch kann sie sich an den Wochenenden nicht ausreichend erholen. Ich habe das alleinige Sorgerecht zumindest im Augenblick noch. Welche Gründe sind nach §42 ZPO die einer Befangenheit. Wo ist ein unabhängiges Sachverständigengutachten zu erstellen?
Mit freundlichen Grüssen

Nachfrage vom Fragesteller 12.05.2013 | 09:56

Sehr geehrter Herr Moosmann, der Vater übernachtet auch bei der Freundin, d.h. das Kind hat während seines Umgangs kein Zuhause mehr, sondern muss sich an ständig wechselnde Situationen anpassen. Dadurch kann sie sich an den Wochenenden nicht ausreichend erholen. Ich habe das alleinige Sorgerecht zumindest im Augenblick noch. Welche Gründe sind nach §42 ZPO die einer Befangenheit. Wo ist ein unabhängiges Sachverständigengutachten zu erstellen?
Mit freundlichen Grüssen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 12.05.2013 | 16:20

Sehr geehrte Ratsuchende,

zu Ihren Nachfragen nehme ich wie folgt Stellung:

1.
Besorgnis der Befangenheit liegt vor, wenn vom Standpunkt des Ablehnenden aus objektiv vernünftige Gründe vorliegen, die in den Augen einer vernünftigen Partei geeignet sind, Misstrauen gegen die Unparteilichkeit des Richters zu erregen (Bundesverfassungsgericht NJW 2000,2808; BGH NJW 2002,2396;NJW 2004,163).

Ob diese Voraussetzungen vorliegen kann nur in Kenntnis und Beurteilung aller Umstände des Einzelfalls erfolgen.

Im Rahmen einer Online-ERSTberatung ist eine abschließende Beurteilung leider nicht möglich.

2.
Das Gericht kann ein Gutachten eines Sachverständigen (z.B. eines psychologischen Sachverständigen) einholen. Den Sachverständigen wählt das Gericht aus.

3.
Ich kann nur nochmals den rat wiederholen, einen Rechtsanwalt einzuschalten.

Mit freundlichen Grüßen
Rechtsanwalt Moosmann

Bewertung des Fragestellers 13.05.2013 | 10:28

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Sie denken ich solle ein psychologisches Gutachten absolvieren??"
Stellungnahme vom Anwalt:
Nein! Das Gericht soll ein psychologisches Gutachten dazu einholen, ob ein gemeinsames Sorgerecht dem Kindeswohl entspricht.
FRAGESTELLER 13.05.2013 3/5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 68238 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
4,8/5,0
Für eine erste Einschätzung zu den Erfolgsausichten war die Antwort sehr hilfreich. Auch der link zu einem Urteil könnte uns weiterhelfen. ...
FRAGESTELLER
4,8/5,0
Danke für die schnelle und kompetente Antwort. Das hat mir sehr geholfen. Den Anwalt kann ich voll und ganz weiterempfehlen ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Super Antwort! Hat mein Problem zu einem positiven Abschluss gebracht. ...
FRAGESTELLER