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Gütertrennung vor der Scheidung

| 2. März 2020 19:03 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Wir befinden uns im Trennungsjahr. Mein Partner möchte jetzt eine Immobilie erwerben und dafür einen Kredit beantragen. Laut seiner Aussage sei eine Gütertrennung zum jetzigen Zeitpunkt (also bisher Zugewinngemeinschaft) Voraussetzung für die Erteilung des Kredites. Nun meine Frage, ist das wirklich notwendig und hängt das evt. mit der Höhe des Kredites zusammen? Gibt es dadurch Nachteile für mich?

2. März 2020 | 19:41

Antwort

von


(1265)
Aachener Strasse 585
50226 Frechen-Königsdorf
Tel: 02234-63990
Web: http://www.ra-raab.de
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Sehr geehrte Fragestellerin,

zu Ihrer Anfrage nehme ich wie folgt Stellung:


1.

Ob die Bank ein Hypothekendarlehen nur bei Gütertrennung gewährt, lässt sich ohne Kenntnis der Umstände nicht beurteilen. In Anbetracht einer bevorstehenden Scheidung ist das denkbar, aber nicht zwingend.


2.

Ihrem Ehemann ist die Gütertrennung aber deshalb wichtig, weil dann der Zugewinnausgleich ausgeschlossen wird.

Beim Zugewinnausgleich werden die Vermögensstände jedes Ehegatten zum Zeitpunkt der Eheschließung (Anfangsvermögen) und zum Zeitpunkt der Zustellung des Scheidungsantrags (Endvermögen) erfasst. Derjenige Ehegatte, der während der Ehezeit das höhere Vermögen erwirtschaftet hat, ist dem anderen Ehegatten zum Ausgleich verpflichtet.

Wenn Ihr Ehemann jetzt ein Hausgrundstück erwirbt, erhöht sich sein Endvermögen mit der Folge, dass er eine Ausgleichszahlung an Sie zu leisten hätte.

Hierzu folgendes Beispiel: Angenommen, Sie und Ihr Ehemann hätten bei der Heirat kein Vermögen gehabt, so dass das Anfangsvermögen beider Ehegatten mit Null anzusetzen wäre. Wenn Ihr Ehemann jetzt ein Haus erwirbt, hat er sein Endvermögen erhöht. Setzt man als Endvermögen beispielhaft den Wert des Hauses abzüglich bestehender Darlehensverbindlichkeiten an, müsste Ihr Ehemann Ihnen die Hälfte dieses Wertes auszahlen.

Das ist zwar nur ein stark vereinfachtes Beispiel für das Prinzip des Zugewinnausgleichs, zeigt aber, weshalb es für Ihren Ehemann wichtig ist, den Zugewinnausgleich auszuschalten. Das geht über die Gütertrennung.


3.

Da derzeit kein Ehevertrag besteht, leben Sie im Güterstand der Zugewinngemeinschaft. Zugewinngemeinschaft heisst Gütertrennung und Ausgleich des Zugewinns bei Scheidung.


4.

Um dem Wunsch Ihres Ehemanns nach dem Kauf eines Hauses nicht entgegen zu stehen, könnte man eine notarielle Vereinbarung schließen, dass der Zugewinn durchgeführt wird, das zu erwerbende Haus aber unberücksichtigt bleibt.


Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt


Bewertung des Fragestellers 2. März 2020 | 19:49

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