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Gütertrennung und Zugewinngemeinschaft

20.02.2013 08:54 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Ich werde vor der Ehe ein Grundstück verkaufen, davon ein Haus bauen und das restliche Geld in andere Immobilien investieren. Reicht da eine Gütertrennung bei einer Hochzeit?
Wärend meiner Ehe werde ich noch zwei weitere Häuser erben und mit denen Geld erwirtschaften.

Wenn ich eine Gütertrennung im Ehevertrag habe, ist dann die Zugewinngemeinschaft und ein Anspruch meines Partners bei Scheidung auf irgendwelche Anteile oder Auszahlung damit zu verhindern?
Ich möchte, dass mein zukünftiger Ehemann weder Anspruch auf das jetzige, noch auf das, was ich wärend der Ehe erbe (Immobilien, die vermietet werden), bei Scheidung hat.
Worauf sollte ich achten?
Ist es wichtig, mir vor der Ehe bereits alles zu überschreiben?
Oder reicht Gütertrennung und ich muss keine bedenken haben?

Vielen Dank für Ihre hilfe

Sehr geehrte Ratsuchende,

gern nehme ich zu Ihrem Rechtsproblem wie folgt Stellung:

Durch Gütertrennung erfolgt die vollständige Trennung der Vermögen der Ehegatten. Bei Scheidung der Ehe ist von keinem der Ehegatten ein Zugewinnausgleich zu gewähren. Jeder Ehegatte bleibt Eigentümer sowohl des vor der Eheschließung, als auch des während der Ehe erworbenen bzw. erwirtschafteten Vermögens.

Aber auch ohne Vereinbarung der Gütertrennung bleibt jeder Ehegatte alleiniger Eigentümer des vor der Ehe erworbenen Vermögens. Ehe führt nicht automatisch zu Miteigentum! Desweiteren ist auch bei gesetzlichem Güterstand der Zugewinngemeinschaft kein Zugewinnausgleich für während der bestehenden Ehe ererbten Vermögens zu leisten. Zugewinn ist lediglich diejenige Vermögenssteigerung, welche sich bei Vergleich des bei Eheschließung bereits vorhandenen Vermögens und demjenigen bei Ehescheidung ergibt (Endvermögen - Anfangsverögen = Zugewinn), wobei, wie oben dargestellt, ererbtes Vermögen zur Erhöhung von Anfangs- und Endvermögens führt und damit neutral bleibt.

Eine Vermögenssteigerung und damit eine Ausgleichpficht würde sich jedoch aus dem mit den Immobilien erwirtschafteten Vermögen ergeben. Soll der Ehegatte auch an diesen erwirtschafteten Vermögenssteigerungen nicht partizipieren, stehen diverse Möglichkeiten offen. So wäre die Vereinbarung von Gütertrennung durchaus geeignet. Ausreichend wäre es aber auch, per Ehevertrag den Zugewinnausgleich auszuschließen.

Ich rate dazu, einen Notar vor Ort hinzuzuziehen und sich weitergehend beraten zu lassen. Die notarielle Beglaubigung des entsprechenden Ehevertrages wird sowieso erforderlich.

Sollten Fragen offen geblieben sein, so nutzen Sie bitte die kostenlioses Nachfragefunktion dieses Portals. Ansonsten bedanke ich mich für das mir entgegen gebrachte Vertrauen und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Wundke
Rechtsanwalt

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