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Günstiges Fahrrad im Internet gekauft-Auftrag nun vom Händler storniert

12.10.2018 12:31 |
Preis: 30,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von


15:46
Guten Tag,
letzte Woche habe ich mir ein Mountainbike bei einem großen Fahrradhändler im Internet gekauft. Statt 2.700€ Listenpreis konnte ich es für 1.700 € erwerben. Die Sache wurde noch mit einer 0% Finanzierung abgerundet - so dass ich ein Angebot über das gleiche MTB in Höhe von 1.300€ bedenkenlos verwerfen konnte.

Nun, am Tag des Versandes, wurde mir mitgeteilt, dass das Fahrrad nicht auffindbar sei und der Auftrag storniert werden wird - was heute auch geschehen ist. Das gleiche Fahrrad, allerdings mit einem kleineren Rahmen, kostet bei dem gleichen Händler eigenartiger Weise auf einmal 2.200€, also 500€ mehr!

Das kommt mir alles sehr komisch vor und meine Frage geht in die Richtung, welchen rechtlichen Anspruch habe ich auf das Fahrrad (das gibt es bei anderen Händlern um 2.000€, also 300€ mehr). Kann ich mich auf den Vertrag berufen? Aufwandsentschädigung für den ganzen zeitlichen Aufwand wg. der Finanzierung etc.,

Vielen Dank für eine kurze Stellungnahme zu dem Fall, den ich aufgrund meiner vorhandenen (neuen) Rechtsschutzversicherung dann evtl. weiterverfolgen werde .
12.10.2018 | 13:03

Antwort

von


(694)
Hussenstraße 19
78462 Konstanz
Tel: 07531-9450300
Web: http://www.anwaltskanzlei-dotterweich.de
E-Mail:

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Schilderung summarisch gerne wie folgt beantworte:

Gemäß § 433 Abs. 1 S. 1 BGB haben Sie auf Basis des Kaufvertrages einen Anspruch darauf, dass Ihnen der Händler das Eigentum an dem Fahrrad zum vereinbarten Preis verschafft. Sofern es baugleiche Fahrräder noch gibt, kann sich der Händler nicht auf eine Unmöglichkeit des Verkaufs berufen.

Ich rate Ihnen daher, die Gegenseite zur Erfüllung des Kaufvertrages aufzufordern. Ob Ihnen zudem eine Aufwandsentschädigung zusteht, kann erst in Kenntnis aller Details beurteilt werden – da es keine Pauschale gibt, wäre der Aufwand konkret nachzuweisen.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 12.10.2018 | 14:10

Hallo, habe u.s. Antwort postwendend erhalten. §§ 119 Abs.1 ??


.......wir bedauern, dass die von Ihnen bestellte Ware nicht geliefert werden konnte. Aufgrund eines System Fehlers wurde der Artikel fälschlicherweise als lieferbar angezeigt. Bei dem Fahrrad handelte es sich um ein Auslaufmodell, welches nicht mehr hergestellt wird. Wir erklären hiermit die Anfechtung des oben angegebenen Kaufvertrags nach §§ 119 Absatz 1, 120 BGB. Die von Ihnen gewünschte Finanzierung über Consors Finanz wurde Rückabgewickelt. Falls Ihnen ein Vertrauensschaden entstanden sein sollte, bitten wir Sie uns diesen nachzuweisen. Wir bedanken uns für Ihr Verständnis und verbleiben.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 12.10.2018 | 15:46

Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihre Nachfrage beantworte ich gerne wie folgt:

Die Gegenseite trägt die Beweislast dafür, dass ihr ein Irrtum unterlaufen sein soll. Auch wenn das Fahrrad nicht mehr produziert werden sollte, kann weiterhin die Möglichkeit zur Lieferung bestehen, etwa durch Beschaffung am Markt.

Hier dürfte sich eine Weiterverfolgung lohnen.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt

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