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Gültiger Vertrag durch Ebay-Auktion?

24.05.2009 15:00 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Hallo,
folgendes hat sich zugetragen:

Ich kaufe gelegentlich bei Ebay ein, meistens durch Sofortkaufangebote neuerdings auch über das neue Format Preisvorschlagen. So auch bei diesem Artikel (Spielwaren Marktwert ca. 250-270 Euro). der Sofortkaufen-Preis des VK lag bei 349 € ich gab einen PV von 245 € ein dieser wurde mit einem Gegenvorschlag von 329 des VK beantwortet, daraufhin gab ich 275 € ein (im nachhinein stellte ich fest das ich versehentlich 2,75 Euro eingegeben habe) dieser wurde durch den VK abgelehnt. Da ich 3 mögliche Versuche für PV habe habe ich den 3 Vorschlag mit 1,00 Euro angegeben da ich durch die gegenvorschläge/Ablehnungen davon ausgegangen bin das der VK und ich eine zuweit abweichende Preisvorstellung haben.
Um so mehr verwunderte es mich das dieser Vorschlag angenommen wurde und der VK mir auch gleich Zahlungshinweise schickte. Bei den Zahlungshinweisen unter "zusätzliche Rabatte/Gebühren" waren 279 € eingetragen. Mir war schleierhaft wofür und daher überwies ich die Summe 1 Euro plus Versandkosten.
Am nächsten Tag erhielt ich eine mail vom VK der sich über den erhaltenen Betrag beschwerte.
ER hätte mir im Vorfeld eine mail geschickt das ich den Artikel für 280 Euro haben kann, ich solle 1 Euro vorschlagen und den Rest machen wir dann so an Ebay vorbei....
Diese mail liegt mir nicht vor. Den einen Euro hatte ich mehr aus Jux eingegeben und war von einer Ablehnung ausgegangen, muss jedoch sagen das ich bei Schnäppchen schwer nein sagen kann ;-)

Der VK hat mir den Artikel dennoch zugesendet. Fragt jetzt immer per mail nach ob wir uns nicht noch einigen könnten und ich etwas mehr zahlen würde etc. Es nervt auch etwas...letzendlich hat er mir eine 50/50 Regelung vorgeschlagen.

Ist der Vertrag rechtmässig für 1,00 € zustande gekommen bzw. kann mir der VK irgendetwas anhaben oder den Verkauf noch anfechten?


Besten Dank MfG

Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),

vielen Dank für die online - Anfrage.

Zunächst mache ich darauf aufmerksam, dass dieses Forum weder eine besonders ausführliche noch eine persönliche Rechtsberatung ersetzen soll. Das Forum ist dafür angedacht, eine erste rechtliche Orientierung zu ermöglichen. Dies voraus geschickt antworte ich weiter wie folgt:

Gemäß § 150 Abs. 2 BGB gilt eine Annahme unter Erweiterungen, Einschränkungen oder sonstigen Änderungen als Ablehnung verbunden mit einem neuen Antrag.

Ihr drittes Angebot zum Kaufpreis i. H. v. einem Euro und entsprechende Annahme des Verkäufers lässt darauf schließen, dass Sie die Ware für nur einen Euro rechtsverbindlich erworben wurde.

Der Hinweis "zusätzliche Rabatte/Gebühren: 279 € “ wurde Ihnen erst NACH VERTRAGSSCHLUSS übermittelt, sodass er nicht Vertragsbestandteil wurde.

Ganz abgesehen davon ist das beschriebene Geschäftsgebaren des Verkäufers meines Erachtens ein (grober) Verstoß gegen die Allgemeinen Geschäftsbedingungen eBays!

Alles in allem rate ich dazu, dass Sie auf den rechtsgültien Kauf der Ware zu „nur“ einem €uro bestehen.

Spielraum für eine Anfechtung der Veräuferseite sehe ich nicht, zumal eine rechtlich durchgreifende Anfechtungserklärung wegen Irrtums "unverzüglich", also ohne schuldhaftes Verzögern i. S. d. § 121 BGB , schon längst hätte erklärt/ausgesprochen werden müssen.

Ich weise zu meiner Antwort ergänzend darauf hin, dass diese eine vollumfängliche Begutachtung des Sachverhalts nicht ersetzen kann, zumal durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen eine völlig andere rechtliche Beurteilung folgen könnte.

Ich hoffe, Ihnen eine erste hilfreiche Orientierung ermöglicht zu haben. Bei Unklarheiten können Sie selbstverständlich über die kostenfreie Nachfragefunktion bei mir nachfragen.

Mit freundlichen Grüßen

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