Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Gültiger Maklervertrag bei Erbengemeinschaft? Haftung Miterben?

| 22.10.2019 10:47 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung: Befugnis eines Miterben einer Erbengemeinschaft kraft postmortaler Generalvollmacht einen Maklervertrag zu schließen; Aufwendungsersatz

Ich bin Mitglied einer Erbengemeinschaft und habe eine postmortale beschränkungsfreie Generalvollmacht des Verstorbenen. Zum Nachlaß gehört ein Grundstück, und alle Miterben waren sich fernmündlich einig, das Grundstück verkaufen zu wollen, wobei ein Miterbe beim Verkauf beteiligt werden wollte.

Nach 2 Monaten ohne Reaktion des Miterben habe ich einen Makler beauftragt und dies allen Erben mitgeteilt, ebenso 2 Sachstandsberichte des Maklers; keine Reaktion von den Miterben. Erst als der Makler nach 5 Wochen einen Kaufinteressenten gefunden hatte, hat der Miterbe reagiert und alle weiteren Verkaufsschritte blockiert. Mittlerweile lehnt der Miterbe den beauftragten Makler ab, bezweifelt die Rechtsgültigkeit des Maklervertrages, will keinen Aufwendungsersatz leisten und bestreitet jetzt sogar, mir jemals sein Einverständnis zum Verkauf gegeben zu haben.

Im Maklervertrag steht zum Aufwendungsersatz:
„Der Auftraggeber ist verpflichtet, dem Makler die Aufwendungen zu ersetzen, wenn er während der Auftragslaufzeit seine Verkaufsabsicht aufgibt, mit Interessenten des Maklers nicht verhandelt oder die Durchführung des Auftrags durch Änderung der Angebotsbedingungen oder auf sonstige Weise erschwert."

Ich möchte den Makler beibehalten, kann dies jetzt nicht mehr allein entscheiden.

Meine Fragen:

1) Ist der Maklervertrag rechtsgültig? Beim Vertragsabschluß habe ich dem Makler über die Erbengemeinschaft aufgeklärt und meine Generalvollmacht vorgelegt.

2) Wer aus der Erbengemeinschaft muß dem Makler im Falle der Rechtsgültigkeit des Vertrags Aufwendungsersatz leisten?

Im voraus vielen Dank für Ihre Aufklärung.
22.10.2019 | 11:32

Antwort

von


(1707)
Marktstraße 17/19
70372 Stuttgart
Tel: 0711-7223-6737
Web: http://www.hsv-rechtsanwaelte.de
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1.
Der Maklervertrag ist rechtsgültig.

Entweder ist er gültig, weil er für Sie allein gilt und dann könnten Sie bei entsprechendem Nachweis Aufwendungsersatz von den Miterben fordern oder aber er ist schon allein rechtsgültig, weil Sie eine postmortale Generalvollmacht vorlegen konnten, die wie ich annehme, nicht von den Miterben jeweils widerrufen worden ist, diese also entsprechend verpflichten konnten, dieses Maklervertragsverhältnis einzugehen.

Ich tendiere klar zur letzteren Lösung.

Denn ein Maklervertrag ist ein höchstpersönliches Rechtsgeschäft, weshalb Sie kraft der Vollmacht für Sie selbst und alle Miterben tätig werden konnten.

Deswegen müssten die Miterben beziehungsweise der eine Miterbe erst einmal substantiell einwenden, dass man Sie nicht dazu beauftragt hatte.

Im Zweifel müssten Sie aber Ihre Vertretungsbefugnis nachweisen können.

Wenn aber die Generalvollmacht solche Rechtsgeschäfte zulässt, wovon ich ausgehe, dann dürfte es gar kein Problem sein, eben mangels Widerruf der Miterben. Letztere konnten Sie mit vertreten und ein Überschreiten der Bevollmächtigung ist nicht erkennbar.

Es kommt nicht einmal darauf an, ob den Miterben die Generalvollmacht postmortaler Art bekannt war oder nicht.

Entscheidend ist allein das Bestehen einer Vollmacht und das Ausbleiben eines Widerrufs.
Aber ansonsten blieben noch Möglichkeiten, Aufwendungsersatz zu erhalten, wenn auch etwas schwieriger. Das dürfte aber eben aller Voraussicht nach nicht notwendig sein, sich darauf zurückzuziehen.

2.
Soweit alle Miterben im Wege des Vertrages verpflichtet worden sind, müssen Sie anteilig Aufwendungsersatz nach ihrem jeweiligen Erbenanteil leisten.
Das ließe sich ja entsprechend berechnen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Daniel Hesterberg

Bewertung des Fragestellers 22.10.2019 | 14:14

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"War für mich ein schwieriges Thema, aber klar und eindeutig beantwortet.
Ich kann Herrn RA Hesterberg nur empfehlen.
Besten Dank!"
Mehr Bewertungen von Rechtsanwalt Daniel Hesterberg »
BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 22.10.2019
5/5,0

War für mich ein schwieriges Thema, aber klar und eindeutig beantwortet.
Ich kann Herrn RA Hesterberg nur empfehlen.
Besten Dank!


ANTWORT VON

(1707)

Marktstraße 17/19
70372 Stuttgart
Tel: 0711-7223-6737
Web: http://www.hsv-rechtsanwaelte.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Arbeitsrecht, Erbrecht, Miet und Pachtrecht, Vertragsrecht, Zivilrecht, Baurecht, Verwaltungsrecht, Ausländerrecht