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Gruppenreise storniert und Mitreisende zeigen mich an.

| 22.07.2009 12:14 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


Hallo,

hier meine Frage:

Vor ca. 2 Monaten haben Bekannte mit mir eine Reisegebucht für ca. 400 € (es sind insgesatm 10 Mitreisende inklusive mich), da die Reise gebucht wurde und eine Anzahlung in Höhe von 100 € sofort fählig war haben 9 überwiesen und einer konnte aus Geld mangel nicht. Ich habe Ihm diese 100 € vorgelegt.

Als nur noch 30 Tage bis zur Reise waren sollte auch die restliche Summe von allen überwiesen werden, doch der eine konnte dies auch nicht zahlen aber versprach es mehrmals ... so ging es ein paar Tage bis der Veranstalter die Reise storniert hat und die Anzahlung sogar erstattet hat.

Nun folgendes Problem:

die 9 Mitreisenden bzw. 8 die bezahlt haben fordern sofort Ihr Geld zurück, da alles über mein Konto ablief kann ich nicht per Onlinebanking auf der Stelle das Geld überwiesen (limits) und auch von dem Betrag einiges abgehoben wurde was ich erst in den nächsten 10 Tagen zusammen bekomme.

Die Polizei hat sich nun gemeldet und fordert mich auf heute bis 16:00 eine Überweisung zu tätigen und eine Quittung zu faxen, da sonst ich Besuch von der Kripo bekomme.

1.) Ist es rechtens so schnell das Geld zufordern? Sollte ich diesem nicht nachkommen (was ich auch nicht schaffe) werde ich Besuch von der Kripo bekommen meinte er.

2:) Was kann mir drohen wenn diese kommt? Könnte ich verhaftet werden?

Ich bedanke mich schonmal für die Antwort!

Mit freundlichen Grüßen

Matthias H.
22.07.2009 | 14:21

Antwort

von


(141)
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44139 Dortmund
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Geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Unter Berücksichtigung Ihrer Informationen sowie Ihres Einsatzes nehme ich wie folgt Stellung:

Selbstverständlich müssen Sie den anderen Mitreisenden das Geld zurückzahlen. Darauf haben sie bereits jetzt einen Anspruch.

Ob es eine Straftat ist, wenn Sie es nicht zurückzahlen, ist allerdings etwas anderes.
Offensichtlich hat einer der Mitreisenden Anzeige gegen Sie erstattet. Nach Ihrer Schilderung vermute ich, dass behauptet wird, dass Sie das Reisegeld für sich selbst behalten hätten, indem Sie Teile des Betrages abgehoben und verwendet haben. Der Vorwurf kann je nach den Umständen auf Unterschlagung (§246 StGB , Veruntreuung (§266 StGB ) oder Betrug (§263 StGB ). Ob Sie sich überhaupt und inwieweit Sie sich strafbar gemacht haben, kann ich von hier leider nicht beurteilen. Dazu sind mehr Information und eine genaue Prüfung erforderlich.
Dies hängt nämlich von zahlreichen Kriterien ab, z.B. wer wann wie Geld an Sie gezahlt hat und wie viel Sie davon zu welchem Zweck abgehoben haben usw.

Was kann nun passieren?
Wenn Sie angezeigt wurden, muss die Polizei bzw. die Staatsanwalt der Sache nachgehen. Es wird ein Ermittlungsverfahren eingeleitet Dazu ist sie gesetzlich verpflichtet. Sie werden dann zu der Sache befragt. Das ist normal und vom Gesetz so vorgeschrieben, denn jeder hat das Recht, seine eigene Version der Geschichte zu erzählen. Wenn Sie von der Polizei befragt werden, müssen Sie aber nicht zur Sache aussagen. Von diesem Recht sollten Sie vorerst auch Gebrauch machen und einen Verteidiger zu Rate ziehen.
Eine Verhaftung halte ich für gänzlich unwahrscheinlich. Denn für eine Untersuchunghaft reicht es nicht, sich einfach nur möglicherweise strafbar gemacht zu haben, sondern es sind besondere, strenge, weitere Voraussetzungen erforderlich (wie z.B. Fluchtgefahr, Verdunklungsgefahr etc.). Diese Voraussetzungen sehe ich nach Ihrer Schilderung überhaupt nicht.
Sieht die Staatsanwaltschaft am Ende des Ermittlungsverfahren keine Straftat, stellt es das Verfahren ohne Konsequenzen für Sie ein.

Was tun?
Sie sollten sich in jedem Fall bemühen, das Geld zügig zurückzuzahlen. Wenn Sie ein Überweisungslimit haben, können Sie vielleicht den Rest abheben und in bar übergeben?
Ich empfehle, einen Verteidiger zu Rate zu ziehen. Nur ein Verteidiger kann Akteneinsicht nehmen und gemeinsam mit Ihnen die Vorgehensweise erarbeiten.

Sollte sich herausstellen, dass Sie sich tatsächlich strafbar gemacht haben, wird wahrscheinlich, sofern Sie keine Vorstrafen haben, eine Geldstrafe auf Sie zu kommen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen Überblick geben und meine Antwort hat Ihnen weiter geholfen. Noch Fragen? Dann nutzen Sie die kostenlose Nachfragefunktion.
Wenn ich Sie in der Sache vertreten soll, rufen Sie mich gerne an. Sie können mir auch eine Email z.B. mit einer Rückrufbitte schicken. Ich melde mich dann bei Ihnen.

Bitte bedenken Sie, dass diese Plattform eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann. Zu einer umfassenden Beratung gehört, gemeinsam alle relevanten Informationen zu erarbeiten. Das kann diese Plattform nicht leisten. Hier soll nur eine erste überschlägige Einschätzung Ihres geschilderten Rechtsproblems auf Grundlage der von Ihnen übermittelten Informationen gegeben werden. Durch Hinzufügen oder Weglassen von Tatsachen bei Ihrer Schilderung kann sich eine ganz andere rechtliche Beurteilung ergeben.




Mit freundlichen Grüßen

Sebastian Belgardt
Rechtsanwalt



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Rückfrage vom Fragesteller 23.07.2009 | 11:01

Hallo nochmal,

eine letzte Frage noch. Da ich gestern den Kripobeamten nicht kontaktiert habe und den Betrag auch nicht überweisen habe (wie schon Ihnen erwähnt) ruft dieser heute erneut an und spricht auf meine Mailbox das ich den Betrag bitte überweisen soll und er auf die Quittung wartet.

Ist es relevant ob ich mich bei diesem melde oder nicht?

Danke nochmals!

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 23.07.2009 | 12:14

Theoretisch nicht, praktisch schon.

Wenn Sie den Betrag überweisen, macht es Sinn den Beamten zu kontaktieren. Denn wenn er konkrete Anhaltspunkte hat, daß die Anzeige unberechtigt ist, wird er kein Ermittlungverfahren einleiten und die Sache weglegen. Es fehlt dann der sogenannte Anfangsverdacht einer Straftat (vgl. §152 II und §160 I StPO ).
Wenn Sie den Betrag vorerst nicht überweisen wollen oder können, müssen Sie sich nicht melden. Sie sind nicht dazu verpflichtet. Es kann Ihnen - sollte die Sache ihren Lauf nehmen - später auch nicht zum Nachteil ausgelegt werden.
Es kann allerdings von Vorteil sein, den Beamten zu kontaktieren, wenn Sie in Kürze den Betrag überweisen wollen und können. Dann können Sie ihm das mitteilen und fragen, ob er noch diese kurze Zeit zuwarten kann (Machen Sie dabei aber besser keine Angaben zur Sache). Falls er sich darauf einläßt, ersparen Sie sich und ihm ein Ermittlungsverfahrens.


Mit freundlichem Gruß

Sebastian Belgardt
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 22.07.2009 | 14:46

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