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Gruppenbenotung


| 20.11.2015 17:06 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Daniel Saeger



Eine Gruppe von 4 Schülern 6 Schuljahr erstellte im Pysikunterricht am Gymnasium eine Gruppenarbeit.
Ein Schüler wurde benotet, die anderen drei Schüler wurden nicht benotet.
Der Schüler der benotet wurde war vorbereitet und hat den Vortrag überwiegend alleine gestaltet. Die anderen Schüler waren nicht vorbereitet.
Die Lehrerin nannte als Grund der Nichtbenotung das die Schüler nicht vorbereitet waren.
Die nicht vorbereiteten Schüler dürfen den Vortrag wiederholen.
Ist diese Vorgehensweise erlaubt? Werden hier nicht die einzelnen Schüler ungleich behandelt? Gibt es Schulgesetze die über die Beurteilung in diesem Fall näher informieren und können Sie diese benennen?
Sehr geehrte Fragensteller,

zum einen seien Sie darauf hingewiesen, dass es kein Bundesschulgesetz gibt. Jedes Bundesland hat sein eigenes Landesschulgesetz.

Zum anderen gibt es nur einen Anspruch darauf, für einen selbst die korrekte Benotung durchzusetzen. Die Noten Dritter sind nicht angreifbar.

So heißt es exemplarisch in § 48 SchulG NRW:

"1) 1Die Leistungsbewertung soll über den Stand des Lernprozesses der Schülerin oder des Schülers Aufschluss geben; sie soll auch Grundlage für die weitere Förderung der Schülerin oder des Schülers sein. 2Die Leistungen werden durch Noten bewertet. 3Die Ausbildungs- und Prüfungsordnungen können vorsehen, dass schriftliche Aussagen an die Stelle von Noten treten oder diese ergänzen.
(2) 1Die Leistungsbewertung bezieht sich auf die im Unterricht vermittelten Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten. 2Grundlage der Leistungsbewertung sind alle von der Schülerin oder dem Schüler im Beurteilungsbereich „Schriftliche Arbeiten" und im Beurteilungsbereich „Sonstige Leistungen im Unterricht" erbrachten Leistungen. 3Beide Beurteilungsbereiche werden bei der Leistungsbewertung angemessen berücksichtigt.
(3) Bei der Bewertung der Leistungen werden folgende Notenstufen zu Grunde gelegt:
1.sehr gut (1)
Die Note „sehr gut" soll erteilt werden, wenn die Leistung den Anforderungen im besonderen Maße entspricht.
2.gut (2)
Die Note „gut" soll erteilt werden, wenn die Leistung den Anforderungen voll entspricht.
3.befriedigend (3)
Die Note „befriedigend" soll erteilt werden, wenn die Leistung im Allgemeinen den Anforderungen entspricht.
4.ausreichend (4)
Die Note „ausreichend" soll erteilt werden, wenn die Leistung zwar Mängel aufweist, aber im Ganzen den Anforderungen noch entspricht.
5.mangelhaft (5)
Die Note „mangelhaft" soll erteilt werden, wenn die Leistung den Anforderungen nicht entspricht, jedoch erkennen lässt, dass die notwendigen Grundkenntnisse vorhanden sind und die Mängel in absehbarer Zeit behoben werden können.
6.ungenügend (6)
Die Note „ungenügend" soll erteilt werden, wenn die Leistung den Anforderungen nicht entspricht und selbst die Grundkenntnisse so lückenhaft sind, dass die Mängel in absehbarer Zeit nicht behoben werden können.
(4) Werden Leistungen aus Gründen, die von der Schülerin oder dem Schüler nicht zu vertreten sind, nicht erbracht, können nach Maßgabe der Ausbildungs- und Prüfungsordnung Leistungsnachweise nachgeholt und kann der Leistungsstand durch eine Prüfung festgestellt werden.
(5) Verweigert eine Schülerin oder ein Schüler die Leistung, so wird dies wie eine ungenügende Leistung bewertet.
(6) 1Neben oder an Stelle der Noten nach Absatz 3 kann die Ausbildungs- und Prüfungsordnung ein Punktsystem vorsehen. 2Noten- und Punktsystem müssen sich wechselseitig umrechnen lassen."

Fazit: Die Schüler ohne Vorbereitung hätten mit ungenügend bewertet werden müssen. Einen Anspruch auf diese Bewertung kann man nicht durchsetzen.

Allerdings ist eine Dienstaufsichtsbeschwerde beim Schulleiter möglich. Sinnvoll erscheint dies freilich für keinen der Beteiligten. Vielmehr würde ich das Gespräch mit der Lehrkraft suchen.

Mit freundlichen Grüßen
Daniel Saeger
- Rechtsanwalt -

Bewertung des Fragestellers 22.11.2015 | 08:34


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