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Grundstücksversteigerung

27.09.2010 21:32 |
Preis: ***,00 € |

Zwangsvollstreckung, Zwangsversteigerung


Ich habe einen 1/2 Miteigentumsanteil an einem Haus von einem der beiden Schulnder erworben, welches komplett mit einer Grundschuld belastet ist. Der zweite Schuldner ist nun der Miteigentümer des anderen 1/2 anteils (nicht zu gleichen Teilen sondern zu 1/2). Die persönliche Haftung habe ich nicht übernommen. Die Bank hat noch die beiden alten Schuldner in der persönlichen Haftung und dinglich haftet das Haus. Nun betreibt die Gläubigerbank die Versteigerung. Wenn das Haus zu einem Betrag versteigert wird, der unter der Höhe der Schuld liegt, geht der Erlös zunächst zur Gläubigerbank. Kann ich von dem Schuldner dem die andere Haushälfte gehört einen Anspruch auf die Hälfte des Steigpreises geltend machen??

Sehr geehrter Ratsuchender,

in Anbetracht der mir vorliegenden Informationen und mit Blick auf die Höhe des ausgelobten Einsatzes beantworte ich Ihre Anfrage wie folgt:

Zunächst möchte ich Sie darauf hinweisen, dass dieses Forum lediglich eine erste rechtliche Orientierung bieten soll. Durch Hinzufügen oder Weglassen von Sachverhaltsangaben und Abweichungen im Detail kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen und somit zu einem anderen Ergebnis führen. Sie ersetzt daher nicht eine individuelle, persönliche Beratung durch einen Anwalt.

Wie Sie richtig erkannt haben, haften Sie nicht aufgrund persönlicher Schuld, wohl aber haftet das Grundstück aufgrund des eingetragenen dinglichen Rechts, der Grundschuld. Daher kann sich die Bank im Wege der Zwangsversteigerung des Objekts aus der Grundschuld befriedigen.
Wurde ein Zwangsversteigerungsobjekt versteigert, so wird zunächst vom Versteigerungsgericht ein Verteilungsplan aufgestellt, nach dem zunächst die Gläubiger nach der Rangfolge ihrer bestehenden Rechte und Ansprüche befriedigt werden.
Hat die Versteigerung einen Erlös erzielt, welcher die Ansprüche der Gläubiger übersteigt, wird der Erlös im Verhältnis der Eigentumsanteile unter den Schuldnern verteilt. Da Sie einen halben Miteigentumsanteil an dem Gebäude haben, haben Sie daher auch im Falle eines Resterlöses Anspruch auf den hälftigen Anteil.

Ich hoffe ich habe Ihnen mit meiner vorläufigen Einschätzung einen kleinen Überblick verschafft, und rege dazu an, bei Unklarheiten die kostenlose Nachfragefunktion zu verwenden.

Mit freundlichen Grüßen,

Daniel Martin Pfeffer
Rechtsanwalt

Rückfrage vom Fragesteller 28.09.2010 | 09:59

Sehr geehrter Rechtsanwalt,

die Frage ist, ob ich gegen den "verschuldeten" Miteigentümer einen Ausgleichsanspruch habe.

samrt387

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 28.09.2010 | 11:59

Sehr geehrter Ratsuchender,

wenn ich Sie richtig verstanden habe, dann meinen Sie mit "verschuldeter Miteigentümer", dass Ihr Miteigentümer höhere Schulden hat, als durch den Versteigerungeserlös zu befriedigen wären, wodurch sich dann ja für Sie keine Aussicht auf eine Ausschüttung des Resterlöses ergebe. Der Schuldner würde durch die Befriedigung der Bank durch die Versteigerung des gemeinsamen Eigentums auf Ihre Kosten einen vermögenswerten Vorteil (->Entschuldung) erlangen. In diesem Fall liegt ein bereicherungsrechtlicher Anspruch gegen den Miteigentümer nahe.

Ich weise nochmals darauf hin, dass die Beurteilung der Sach- und Rechtslage auf den von Ihnen gemachten Angaben beruht.
Sollten Sie weiterführende Fragen haben oder eine umfassende Begutachtung des Sachverhalts wünschen, stehe ich Ihnen hierzu zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen,

Daniel Martin Pfeffer

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