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Grundstücksverkauf ohne Zustimmung der Erbengemeinschaft


04.10.2007 14:08 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von



Im Grundbuch sind zwei Geschwisterpaare als Erbengemeinschaften zu je 1/2 eingetragen.
Eines der Geschwister will seinen Anteil (1/4) verkaufen.
Frage: Kann dieser Anteil ohne Zustimmung des anderen Mitglieds der Erbengemeinschaft verkauft werden?
Wenn ja, falls sich ein Käufer findet, kann dieser anstelle des betreffenden Verkäufers ins Grundbuch eingetragen werden,
auch gegen den Willen der anderen?
04.10.2007 | 17:03

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragensteller,

soweit ein Erbe aus Ihrer ungeteilten Erbengemeinschaft an der Immobilie seinen Anteil verkaufen möchte, so steht zunächst jedem Erben an dem Erbteil das Vorkaufsrecht von zwei Monaten zu (§ 2034 BGB). Der beste Weg wäre daher die weiteren Erben über den gewünschten Verkauf zu informieren und auch den angestrebten Preis mitzuteilen.
Soweit die Erben am Ankauf kein Interesse haben, wäre mit Ihnen die Frage der weiteren Fortsetzung der Erbengemeinschaft zu klären. Soweit die anderen Erben weder an dem Ankauf der Immoblie noch an einem Ausbezahlen des Miterben Interesse haben, käme nur noch die Auseinandersetzung der Erbengemeinschaft in Betracht. Hierzu genügt ein entsprechender Antrag auf Auseinandersetzung beim Nachlassgericht. Die Immobilie wird dann wohl versteigert werden und aus dem Erlös erhalten die Erben dann Ihren Anteil. Meist ist der Weg der Versteigerung jedoch nicht wirtschaftlich der sinnvollste, daher wäre jede gütliche Einigung für alle das Beste.

Nach § 2033 BGB Absatz 2 kann der einzelne Erbe nicht über seinen Anteil an einzelnen Nachlassgegenständen (Immobilie)verfügen. Im Ergebnis kann daher der eine Miterbe nicht gegen den Willen der anderen seinen Anteil an der Immobilie verkaufen, wenn diese nicht den gesamten Erbteil darstellt. Er könnte nur seinen gesamten Erbteil verkaufen. Nur dies wäre zulässig. Der Verkauf bedürfte der notariellen Form. Wäre die Immobilie der gesamte Erbteil, dann wäre ein Verkauf auch gegen den Willen der anderen Erben zulässig. Die Änderungen im Grundbuch wurde das Grundbuchamt nach Kenntnis von Amts wegen durchführen, da das Grundbuch sonst bezüglich der Eigentümer falsch wäre.


Für Fragen stehe ich Ihnen zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
Susanne Glahn


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