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Grundstücksüberbauung


04.12.2013 10:49 |
Preis: ***,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Tamás Asthoff



Guten Tag,
wir haben ein Grundstück 2004 erworben mit mehr qm als laut dem grundbuchauszug als erlaubt.dies stellte sich heraus als der neue nachbar 2009 das grundstück nebenan kaufte.....er verklagte uns daraufhin 2013 und forderte seine qm die wir mit stallung wie es vorher vom vorbesitzer auch gestellt wurde im landgericht.
wir versuchten es und wollte einen rechststreit umgehen und baten einen kauf an den der nachbar vegement ablehnte.wir appelierten auf die nachbarschaft und bezogen uns auf die historie des so genutzten grundstückes wie es jahrzehnte genutzt wurde.vergebens!
wir mussten das grundstück abgeben.
nun meine frage.mein nachbar errichtet eine mauer um das grundstück für sich einzufrieden in der zeit als wir im urlaub waren.die mauer ist 2 meter hoch und sehr massiv mit fundament.lt.richterspruch "darf er entsprechend der vermessungspunkte eine begrenzung setzen."wie darf diese begrenzung aussehen,wie hoch darf sie sein?
meine nächste frage.er läst zur zeit eine dachkonstruktion auf der mauer setzen und will das die dachrinne an der mauer entlang sichtbar zu meiner seite langläuft.das möchten wir jedoch nicht das der zimmermann zusagte es sei kein problem die dachrinne auf der mauer laufen zu lassen.daraufhin bekam ich mal wieder post von der nachbarseite wo drin steht das wir es zu respektieren haben und sie es sichtlich so einkalkuliert haben und die dachrinne somit noch auf meiner seite sichtbar angebracht wird.sollten wir diese versuchen abzureissen wolle er wegen sachbeschädigung vorgehen.
wie können wir uns diesbezüglich nun weiter verhalten?
müssen wir alles von ihm dulden?
ist die massive mauer mit 2 metern anzunehmen und die dachrienne auf unserer seite zu dulden?
ich bitte sie meine fragen schnellstmöglich zu beantworten und bin ihn vorab schon sehr dankbar.
das ist nicht unser jahr 2013.es brachte nur richterliche konflikte und verhandlungen,die wir selbst nie begonnen hatten sondern immer von der gegenseite eingereicht wurde.
es ist ernüchternt und man dachte immer einen selber wird es so nicht ergehen.
danke für ihr gehör.
mit freundlichen grüssen

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Sehr geehrter Fragesteller,

Vielen Dank für die gestellte Frage.

Anhand Ihres geschilderten Falles , aber auch unter Beachtung des Minimaleinsatzes, den Sie bereit waren hier anzusetzen, antworte ich auf Ihre Fragen wie folgt:

Die meisten Bundesländer haben gesetzliche Regelungen zum Nachbarschaftsrecht im Hinblick auf Gartenzäune. Einfriedung ist dabei der juristische Oberbegriff für Zäune und Mauern, die ein Grundstück vom Nachbaranwesen abgrenzen.

In den meisten Gesetzen findet sich die Regelung, dass auf Verlangen eines Nachbarn ein Grenzzaun errichtet werden muss, der den ortsüblichen Gepflogenheiten entspricht. Sind solche ortsüblichen Gepflogenheiten nicht bekannt, geht man davon aus, dass ein 1,2 m hoher Maschendrahtzaun ausreichend ist. In München beispielsweise darf ein Zaun oder eine Mauer nicht höher als 150 cm sein.

Wenn der Stil der von Ihnen erwähnte Mauer sich nicht aus örtlichem Recht rechtfertigt, ist sie wohlmöglich rechtswidrig.Erster Anlaufpunkt wäre das örtliche Bauamt mit der Frage, welche örtlichen Regelungen für Einfriedungen in ihrem Baugebiet gelten.

Nun zu der Regenrinne. § 7b Abs.1 NRG BW verpflichtet den Nachbarn zur Duldung übergreifender untergeordneter Bauteile. Dabei sind untergeordneten Bauteile solche zu verstehen, die die nutzbare Fläche Ihres u.a.auch Dachrinnen oder ähnliche kleinere Bauteile.

Wenn Sie es nicht dulden wollen, empfehle ich Ihnen, dies dem Nachbarn sofort schriftlich anzuzeigen. Da Sie nach § 912 Abs.2 BGB aber eine Geldentschädigung für die Inanspruchnahme Ihres Grundstückes fordern können, ist die Anzeige erst recht wichtig.

Im Gesetz steht: Hat der Eigentümer eines Grundstücks bei der Errichtung eines Gebäudes über die Grenze gebaut, ohne dass ihm Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit zur Last fällt, so hat der Nachbar den Überbau zu dulden, es sei denn, dass er vor oder sofort nach der Grenzüberschreitung Widerspruch erhoben hat.

Wenn die Dachrinne nach der Beurteilung im Einzelfall nicht zu dulden ist,der Nachbar also vorsätzlich gehandelt hat, kann ein Anspruch nach § 1004 BGB auf Beseitigung bestehen.


Ich hoffe, Sie konnten einen ersten Überblick über die Rechtslage gewinnen!

Bitte beachten Sie dabei wie immer, dass es sich nur die Ersteinschätzung handelt. Schon kleine Details können die rechtliche Beurteilung oftmals ändern!

Mit besten Grüßen,

Rechtsanwalt Asthoff, Bielefeld
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