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Grundstücksteilung ideell

22.04.2017 16:30 |
Preis: ***,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von

Rechtsanwältin Anja Holzapfel


Guten Tag,

Mein Vater besitzt ein Grundstück von zirka 1400m2. Auf der von der Straße aus gesehenen rechten Seite steht sein altes Wohnhaus. Das Grundstück ist rechteckig, zirka 35m breit und 40m tief. Auf der linken Seite des Grundstückes befindet sich ein Obstgarten. Da ich gerne ein Haus auf der linken Seite des Grundstückes errichten möchte, würde ich gerne den linken Teil des Grundstückes vom Vater haben (Teilung Mitte bei 17,5m). Mein Vater würde einer Teilung zustimmen, hat aber derzeit eine Grundschuld für den Erwerb und den Bau des Grundstückes, von der noch zirka 65.000,-€ an die LBS gezahlt werden müssen. Eine Teilung, inklusive Verkauf des Grundstücks an mich erlaubt die LBS nicht, da nach Einschätzung des Sachbearbeiters der freie 1/2 Teil des Grundstücks mehr wert ist und nur eine Ablösung im Gesamten machbar wäre. Das kann ich mir aber nicht leisten, da sonst kein Geld für das Haus übrig ist!
Es geht hier nicht darum, dass ich Schulden bei einer Bank eintragen will, also unbedingt einen Teil vom Grundstück brauche, da ich das Ganze eigenfinanziere! Genehmigungen für den Bau wären auch kein Problem.

Da mein Bruder auch Erbe wäre und ich nicht will, dass er im Erbfall die Hälfte meines Hauses verlangt, muss ich eine rechtliche Sicherheit haben!

Meine Frage ist lediglich: kann ich in irgendeiner Weise ein Gebäude auf Vaters Grundstück errichten, an denen ich die Eigentumsrechte habe?(Vertrag?, Notar) Der Besitz am Grundstück wäre zweitrangig, da ich den Rest im Erbfall sowieso übernehmen muss/werde. Oder: kann man gar eine ideelle/reelle Teilung machen, ohne Dass die LBS es verbieten kann?

PS.: ich brauche keine guten Ratschläge, wie komisch meine Idee ist!

Sehr geehrter Fragesteller,



Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:


Gebäude, die auf einem Grundstück errichtet werden, sind wesentliche Bestandteile des Grundstücks und gehören deshalb dem Grundstückseigentümer. Das ergibt sich aus den §§ 93, 94 BGB.

Solange das Grundsück Ihrem Vater gehört, können Sie nicht Eigentümer eines darauf errichteten Gebäudes werden.

Die einzige Ausnahme von diesem Grundsatz ist das Erbbaurecht. Das scheitert hier aber an der Belastung des Grundstücks.

Erfolgversprechender erscheint mir die Verhandlung mit der LBS, in welcher Höhe eine Tilgung der noch bestehenden Schuld erforderlich wäre, damit eine Freigabe des von Ihnen zu erwerbenden Grundstücksteils möglich wäre. Die LBS müsste beziffern können, für welchen (Rest-)Darlehnsbetrag der Ihrem Vater verbleibende Grundstücksteil als Sicherheit ausreicht. Alternativ wäre an eine Ablösung des alten Darlehns und ggf. eine Neufinanzierung zu denken, wenn eine andere Bank bereit ist, die gesamte Darlahnsforderung oder einen ausreichenden Teil davon durch die Grundschuld auf dem Anteil Ihres Vaters abzusichern.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.



Mit freundlichen Grüßen

Anja Holzapfel
-Rechtsanwältin-

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