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Grundstücksteilung - Spekulationssteuer ?

27.09.2014 20:48 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


09:22

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir haben im Jahr 2008 ein 1.400qm großes Flurstück gekauft und darauf ein Einfamilienhaus gebaut.
Eine bislang als Garten genutzte Teilfläche des Grundstückes (derzeit mit Sauna und Gartenhaus bebaut) soll nun abgetrennt und als eigenständiges Baugrundstück verkauft werden.

Fällt für den Verkauf im nächsten Jahr Spekulationssteuer an ?

Vielen Dank im Voraus für die Beantwortung !

27.09.2014 | 21:13

Antwort

von


(77)
Entenplan 6
06217 Merseburg
Tel: 03461201220
Web: http://www.ra-merseburg.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Spekulationssteuer sollte in Ihrem Fall nicht anfallen. Maßgeblich ist § 23 Abs. 1 Nr. 1 EStG .

§ 23 Private Veräußerungsgeschäfte

(1) Private Veräußerungsgeschäfte (§ 22 Nummer 2) sind
1.
Veräußerungsgeschäfte bei Grundstücken und Rechten, die den Vorschriften des bürgerlichen Rechts über Grundstücke unterliegen (z. B. Erbbaurecht, Mineralgewinnungsrecht), bei denen der Zeitraum zwischen Anschaffung und Veräußerung nicht mehr als zehn Jahre beträgt. Gebäude und Außenanlagen sind einzubeziehen, soweit sie innerhalb dieses Zeitraums errichtet, ausgebaut oder erweitert werden; dies gilt entsprechend für Gebäudeteile, die selbständige unbewegliche Wirtschaftsgüter sind, sowie für Eigentumswohnungen und im Teileigentum stehende Räume. Ausgenommen sind Wirtschaftsgüter, die im Zeitraum zwischen Anschaffung oder Fertigstellung und Veräußerung ausschließlich zu eigenen Wohnzwecken oder im Jahr der Veräußerung und in den beiden vorangegangenen Jahren zu eigenen Wohnzwecken genutzt wurden;
...

Da nach Ihrer Schilderung der zu veräußernde Teile des Grundstücks privat genutzt wurde ein den vergangenen Jahren ist er von der Besteuerung gem. § 23 EStG ausgenommen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Lorenz Weber

Rückfrage vom Fragesteller 27.09.2014 | 21:37

Vielen Dank für die bisherige Beantwortung!

Die Wortwahl "sollte nicht anfallen" lässt den Schluss zu, dass die Steuerpflicht gemäß § 23 EStG offensichtlich nicht eindeutig ist.
Auf dem abzuteilenden Grundstück befindet sich kein selbstgenutztes Wohneigentum (lediglich Gartennutzung).

Gibt es evt. eine aktuelle Rechtsprechung, die für Klarheit sorgt ?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 28.09.2014 | 09:22

Sehr geehrter Fragesteller,

die Einschränkung "sollte" muss ich angesichts des knappen Sachverhalts hier machen. Ich gehe, den Sachverhalt auslegend davon aus, dass Sie die Immobilie seit 2008 auch durchgehend selbst genutzt haben und auch der nunmehr zu veräußernde Teil seit 2008 bereits Teil des Grundstücks war und genutzt wurde. Ist dem so, wird aus dem "sollte nicht einfallen" ein "fällt nicht an".

Es kommt nicht darauf an, ob auf dem abgetrennten Teil ein selbst genutztes Eigenheim steht, sondern nach dem Wortlaut des § 23 EStG auf das (selbstgenutzte) Wirtschaftsgut. In Ihrem Fall also Garten nebst Sauna und Gartenhäuschen. Das reicht bereits aus.

Eine Suche in der Datenbank ergab allerdings keinen Präzedenztreffer.

Wenn allerdings die Lage bei einem Gesamtverkauf des Grundstücks es schon nicht zulassen würde, dass eine Steuerpflicht besteht, dann wird dies auch für einen Teil gelten. Denkbare Ausnahmen wären dann lediglich solche Teile von Grundstücken, die für sich genommen eine vollständig eigene Nutzung möglich machen würden, etwa der Verkauf eines Teilgrundstücks auf dem ein separates nutzbares Wohngebäude stünde, welches zuvor nicht selbst genutzt war.

ANTWORT VON

(77)

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06217 Merseburg
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