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Grundstückskaufvertrag Bauernhof mit Überbauung des Nachbargrundstücks

| 28.04.2009 04:55 |
Preis: ***,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle


Hallo zusammen,

Vielleicht kurz zur Vorgeschichte des Grundstücks.
Irgendwann vor 1900 war mein Grundstück Teil eines Großen Bauernhofes. Wegen Erbangelegenheiten wurde dieser in 2 Grundstücke geteilt wovon jedes der beiden Geschwister je eins erhielt.
Kurze Zeit später branten wohl die Gebäude auf beiden Grundstücken ab und man entschloss sich auf meinem Grundstück einen neuen Hof zu errichten und auf dem Nachbragrundstück ebenfalls.
Leider wurde aus Sicht meines Grundstücks die Grenze zum Nachbarn um etwa 5 m überbaut und eine neue Grundstücksaufteilung durch Neubebauung mit Grenzmauern etc vorgenommen ohne den grundbuchlichen Grenzverlauf zu ändern.

Ich habe nun vor etwa 2 Wochen das ca. 2600 m² große Grundstück inkl. Scheune Wohnhaus und Stall erworben.
Im Kaufvertrag wurde auf die Überbauung hingewiesen.

Leider stehen 5 m der 25 langen Scheune auf dem Nachbargrundstück und der an die Scheune angebaute Stall Größe etwa 8x4 m ebenfalls. Baujahr der Gebäuder ist etwa 1907.

Als Kaufpreis habe ich 250 € für das Gesamtgrundstück bezahlt.

Der jetzige Nachbar ist nun der Meinung, dass ihm der Stall und die 5 m der Scheune gehören, da Sie vor 1957 errichtet wurden.

Ich habe ihm für die etwa 200 m² einen Kaufpreis von 1500 € angeboten.

Kann mich jemand über die rechtliche Lage aufklären und mir mitteilen, welche Möglichkeiten mir ggf. offenstehen.

Sollte der Nachbar auf die Inbesitznahme der 200 m² bestehen, welche Rechte stehen mir zu.
Etwa Errichtung eines Zaunes, Trennung der Scheune mittels Brandmauer, etc.
Muss oder kann ich die Gebäude abreißen, welche ich erworben aber nicht nutzen kann?
Gelten hier ggf. die § 910 BGB ff? Wie verhält es sich dann mit den Grundstücksteilen, welche nicht überbaut sind aber nach der Struktur der jetzigen Bebauung eher zu meinem als zum Nachbargrundstück "gehören"?

Für eine kurzfristige Antwort wäre ich dankbar.



Sehr geehrter Ratsuchender,


da der damalige Überbau offenbar ohne Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit erstellt worden ist, hätte der Nachbar beim damaligen Überbau SOFORT Widerspruch erheben müssen.

Dieses ist offenbar unterblieben, so dass der Nachbar nun gegenüber Ihnen als Neuerwerber keine Rechte auf Abriss geltend machen kann; er hat den Überbau vielmehr zu dulden.

Der Nachbar ist auch keineswegs etwa Eigentümer der Objekte in dem Sinne geworden, dass er Ihnen die Nutzung dieser Objekte untersagen kann. Hier sollten Sie sich von Ihrem Nachbar nicht einschüchtern lassen, sondern auch den Verkäufer befragen, ob es hinsichtlich der Entschädigung des Überaus eine gesonderte Regelung gibt.

Wäre dieses der Fall, wäre diese Regelung sicherlich - je nach genauem Wortlaut - von Ihnen zu beachten. Gibt es keine Regelung, wäre der Nachbar durch eine jährliche Geldrente zu entschädigen - sofern er den vernünftigen Vorschlag, den Teil des Grundstückes abzukaufen, nicht beitreten will - allerdings auf der Basis des Zeitpunktes des Grenzüberbaus.

Kommt es zu keiner Einigung, sollten Sie den Schiedsmann Ihrer Gemeinde einschalten, damit dieser dann vermitteln kann.


Die nicht überbauten Grundstücksteile obliegen dem Nachbarn; auf die Zugehörigkeit "nach der Struktur" kommt es dabei nicht an.


Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt
Thomas Bohle

Bewertung des Fragestellers 30.04.2009 | 06:59

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