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Grundstückskauf vom Besitzer kurz vor dem Notar abgesagt

| 24.01.2016 19:59 |
Preis: ***,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von

Rechtsanwalt Tamás Asthoff


Meine Lebensgefährtin und ich wollten uns ein Haus bauen. Haben ein günstiges Grundstück gefunden. Und ließen uns schriftlich ein Angebot des Grundstückes per Email schicken. Bei Finanzierung des Hauses mit Grundstück stellte sich ein wenig schwierig. Das eine Zeit lang dauerte bis wir ein passenden Kredit bekommen haben. Wir machten ein Notartermin aus. Den wir aber kurzfristig absagen mussten wegen Krankheit. Eine Woche nach dem verpassten Notartermin rief ich den Grundstücksbesitzer erneut an. Um ein neuen Notartermin zu vereinbaren. Da sagte der Grundstückbesitzer mir er hat neue Interessanten. Er will an uns nicht mehr verkaufen. Geht das so einfach? Kann man rechtlich dagegen was unternehmen?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Einen Anspruch aus einem Kaufvertrag bei Grundstücken können Sie nur geltend machen, wenn dieser schriftlich geschlossen worden ist. Dies schreibt das Gesetz vor.

Allenfalls könnte man an einen Vorvertrag denken, doch auch dieser unterliegt nach h.M. der Schriftform; jedenfalls kann ich aus ihrer Schilderung nicht entnehmen, dass mit dem Verkäufer bereits etwas schriftlich vereinbart worden ist. Aus einer mündlichen Verkaufszusage beim Grundstückskauf kkönnen Sie allenfalls den Ersatz vergeblicher Aufwendungen geltend machen, dies wären Notarkosten, Maklerkosten oder ähnliches.

Ein Anspruch auf Übereignung des Grundstückes besteht jedoch nach allem nicht, wenn dieser eben nicht notariell vereinbart wurde.

Es tut mir leid, ihnen keine bessere Auskunft geben zu können.

Es ist letztlich ratsam, hier nochmals an den Verkäufer heranzutreten. Er muss nämlich wahrscheinlich nicht einmal Kreditgebühren ersetzen, wenn er die Vertragsverhandlungen nicht z.B. ohne triftigen Grund abgebrochen hat (dazu vgl. BGH 71, 395; 76, 349).Allerdings dürfte er (der Verkäufer) die Notargebühren zu tragen haben. Um Umstände zu vermeiden, wäre es vorteilhaft, sich doch noch auf den Kauf zu einigen.






Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 24.01.2016 | 21:18

Danke schön für die schnelle Antwort.

Das würde heißen bevor beide Parteien beim Notar nicht unteschrieben haben, kann jeder vom Kauf zurücktreten, egal ob es ein Vertragentwurf gibt? Auf die ein Kreditinstitut immer erst besteht, bevor Sie eine Kreditzusage gibt.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 24.01.2016 | 21:19

Ja, so ist es .

Ergänzung vom Anwalt 24.01.2016 | 21:20

Wer schuldhaft Vertragsverhandlungen abbricht, kann zum sog. "kleinen" Schadenersatz verpflichtet sein- dazu oben- dies ist die Besonderheit beim Grundstückskauf. Da hier eine Formerfordernis besteht ( notarielle Beurkundung) sind mündliche Zusagen "wertlos"

Bewertung des Fragestellers 24.01.2016 | 21:19

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