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Grundstückskauf - Grunderwerbsteuer


25.02.2005 16:34 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Sehr geehrte Damen und Herren,

für den Bau eines Hauses haben wir mit einer Firma X. eine Reservierungsvereinbarung überein Grundstück abgeschlossen. Mit dieser Vereinbarung haben wir bestätigt, dass diese Hausbaufirma X. uns ein Grundstück nachgewiesen hat; dass wir bereit sind, den notariellen Kaufvertrag für den Erwerb dieses Grundstückes abzuschließen und dass wir auf diesem Grundstück ein Einfamilienhaus der Hausbaufirma errichten werden. Eine Maklerprovision wurde nicht vereinbart. Sollten wir trotz dieser Vereinbarung den notariellen Kaufvertrag nicht abschließen, wären wir verpflichtet, eine Aufwandsentschädigung in Höhe der Entwurfsgebühren (für den Notarvertrag) zu zahlen. Der Entwurf des Notarvertrages ist bisher noch nicht in Auftrag gegeben worden.
Wir beabsichtigen jetzt nicht mehr, mit dieser Firma ein Haus zu bauen und werden deshalb den Maklervertrag mit der Hausbaufirma kündigen.
An dem Grundstück wären wir jedoch weiterhin interessiert. Der derzeitige Eigentümer des Grundstücks hat uns bestätigt, dass dieses Grundstück von ihm ausschließlich privat veräußert wird und zwischen ihm und der Hausbaufirma keinerlei Verträge, Absprachen oder sonstiges zu diesem Grundstück existieren. Er bestätigte uns, dass er bereit wäre, das Grundstück an uns zu veräußern.

Jetzt unsere Nachfrage dazu:
Wenn wir den Maklervertrag mit der Hausbaufirma über das angebotenen Grundstück kündigen, da wir mit dieser Firma kein Haus mehr bauen wollen, können wir dann mit dem privaten Eigentümer des Grundstücks einen notariellen Kaufvertrag über dieses Grundstück abschließen und dann ggf. mit einer anderen Hausbaufirma dort ein Einfamilienhaus errichten?

Sollten Sie für die Beantwortung unserer Nachfrage weitere Angaben benötigen (AGB für Grundstücksgeschäfte der Hausbaufirma ?) bitten wir um kurze Benachrichtigung.

Könnten Sie uns bitte auch gleichzeitig noch Hinweise geben, was bei Abschluss des notariellen Kaufvertrags für das Grundstück und eines Kaufvertrags über die Errichtung eines Hauses allgemein zu beachten wäre, um zu vermeiden, dass beide Verträge als sogenanntes „einheitliches Vertragswerk im grunderwerbsteuerrechtlichen Sinne“ angesehen werden mit dem Ergebnis, dass dann neben der Grunderwerbsteuer für das Grundstück auch noch Grunderwerbsteuer für das zu errichtende Haus anfallen könnten?

Danke.
25.02.2005 | 16:54

Antwort

von


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Sehr geehrte Fragestellerin, sehr geehrter Fragesteller,

erlauben Sie mir die Bemerkung, dass mir dieser angebliche Maklervertrag nicht ganz koscher vorkommt. Dies war zwar hier nicht die Frage aber ich möchte fast wetten, dass die Maklerfirma versuchen wird, die angebliche Vertragsstrafe von Ihnen zu verlangen...

Zu Ihren Fragen:
"Wenn wir den Maklervertrag mit der Hausbaufirma über das angebotenen Grundstück kündigen, da wir mit dieser Firma kein Haus mehr bauen wollen, können wir dann mit dem privaten Eigentümer des Grundstücks einen notariellen Kaufvertrag über dieses Grundstück abschließen und dann ggf. mit einer anderen Hausbaufirma dort ein Einfamilienhaus errichten?"

Ja. Denn verfügungsberechtigt über das Grundstück ist nur der Eigentümer, nicht die Maklerfirma. Und schon gar nicht eine Maklerfirma ohne Auftrag.

"Könnten Sie uns bitte auch gleichzeitig noch Hinweise geben, was bei Abschluss des notariellen Kaufvertrags für das Grundstück und eines Kaufvertrags über die Errichtung eines Hauses allgemein zu beachten wäre, um zu vermeiden, dass beide Verträge als sogenanntes „einheitliches Vertragswerk im grunderwerbsteuerrechtlichen Sinne“ angesehen werden mit dem Ergebnis, dass dann neben der Grunderwerbsteuer für das Grundstück auch noch Grunderwerbsteuer für das zu errichtende Haus anfallen könnten?"

Diese Gefahr sehe ich hier nicht, wenn der Eigentümer Ihnen das Grundstück nur veräußert und nicht gleichzeitig als Bauträger für das zu erreichtende Haus auftritt. Denn dann haben Sie zwei Verträge mit zwei unterschiedlichen, von eineander unabhängigen Vertragspartnern, weshalb kein einheitliches Vertragswerk vorliegt. Wenn Sie ganz sicher gehen wollen, schließen Sie die Verträge zu unterschiedlichen Zeitpunkten bei unterschiedlichen Notaren ab.

Noch einen Rat zum Schluss: Lassen Sie sich VOR dem Kauf/Bau von einem Anwalt beraten und nicht erst, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist. Spezialisierte Anwälte finden Sie beispielsweise unter www.spezialist-fuer-baurecht.de

Mit freundlichen Grüßen

RA Fabian Sachse


ANTWORT VON

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