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Grundstücksgrenze entgegen Absprache geändert.

| 04.05.2016 10:48 |
Preis: ***,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von


13:47
Auf einem Grundstück (Eckgrundstück an zwei Straßen) befinden sich zwei Wohnhäuser. Ein altes (BJ 1905) und ein relativ neues (BJ 2000) Dieses Grundstück war Gemeinschaftseigentum von zwei Parteien, verbunden mit Sondereigentum, den Wohneinheiten der einzelnen Gebäude.
Dieses Grundstück musste, zwecks Anschlussfinanzierung des neuen Gebäudes, geteilt werden, sodass sich zu jedem Gebäude entsprechend Grund und Boden im Grundbuch zuordnen lies. So die Forderung der Bank! Soweit so gut.
Als der Chef des Vermessungsbüros die Örtlichkeit in Augenschein nahm, wurde mit beiden Parteien der neue Grenzverlauf besprochen. Als Tage später der eigentliche Vermessungstrupp kam, war nur Partei 2 anwesend und wies den Vermessungstrupp neu ein. Es wurde ohne Wissen von Partei 1 der Grenzverlauf geändert (Versatz der Grenze um ca. einen Meter), und zwar zu Lasten der nicht anwesenden Partei. Dies hat zur Folge, dass der Parkplatz von Partei 1 nicht mehr über das Grundstück zu erreichen ist, sondern Partei 1 muss jetzt immer über die beiden Straße (um das Grundstück herum) laufen muss um seinen Parkplatz zu erreichen. Der Umstand ist baulich bedingt, da der Parkplatz ca. zwei Meter höher liegt und mittels Mauern eingefasst ist, und die Grenze verläuft nun exakt an der Mauer entlang. Aus den diversesten Gründen wurde der Veränderungsnachweis von Partei 1 nicht mehr kontrolliert und somit ist die Widerspruchsfrist längst verstrichen und alle grundbuch- sowie notarrechtliche Abläufe des Eigentumübertrags vollzogen. Der Ablauf erstreckt sich vom Herbst 2015 bis März 2016. Durch gestalterische Mittel im Gartenbau, wurde noch zusätzlich der Anschein erweckt, das die abgesprochene Grenze besteht. Jetzt soll das Haus und Grundstück von Partei 2 plötzlich verkauft werden, wodurch der eigentliche Grenzverlauf zu Tage trat. Auf den Umstand des Vertrauensbruch angesprochen, wurde Partei 1 nur mitgeteilt, man hätte ja den Veränderungsnachweis kontrollieren können. Es wäre halt jetzt so. Vielleicht verkaufe der künftige Besitzer diesen erforderlichen schmalen Streifen.
Sämtliche Kosten (Vermessung, Notar, Amtsgericht: ca. 11.000€) hat Partei 1 getragen.
Wie ist dieser Fall zu bewerten.
Heißt es zum Schluss: Pech gehabt? Man hätte kontrollieren müssen?
Partei 1 und 2 stehen in engem verwandtschaftlichem Verhältnis.

04.05.2016 | 11:23

Antwort

von


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Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

Partei 1 hätte tatsächlich kontrollieren müssen. Wenn nunmehr tatsächlich die Widerspruchsfrist verstrichen ist, muß Partei 1 das konkrete Ergebnis der Grundstücksteilung akzeptieren. Ein absprachewidriges Vorgehen wird Partei 1 der Partei 2 nicht nachweisen können.

Ich hoffe, Ihnen mit diesen Auskünften gedient zu haben und weise darauf hin, daß diese auf Ihren Angaben beruhen. Bereits geringfügige Abweichungen des Sachverhalts können zu einer anderen rechtlichen Bewertung führen.

Nutzen Sie im Zweifelsfall gern die kostenlose Nachfragefunktion!

Mit freundlichen Grüßen

Vasel
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 04.05.2016 | 12:32

Hallo Herr Vasel,

bei dieser Absprache waren Zeugen zugegen, die die Absprache bestätigen können. Ich schrieb zwar nur "Partei 1" und Partei 2", insofern bitte ich um Entschuldigung für die unzulängliche Angabe, aber es waren Zeugen zugegen, die die Absprache bestätigen können und würden.

Wie verhält es sich dann?

Danke für die Mühe!
MfG

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 04.05.2016 | 13:47

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

selbst wenn Zeugen eine bestimmte Absprache von Partei 1 und Partei 2 über den Grenzverlauf bestätigen könnten, scheitert ein Schadensersatzanspruch von Partei 1 zum einen daran, daß die mündliche Absprache der Parteien aus formellen Gründen nicht verbindlich war, zum anderen an dem überwiegenden Mitverschulden von Partei 1, da diese weder bei dem Ortstermin anwesend war noch den Veränderungsnachweis geprüft hat.

Mit freundlichen Grüßen

Vasel
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 06.05.2016 | 06:35

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