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Grundstück im Scheidungsfall

12.01.2016 19:42 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Tobias Rösemeier


Zusammenfassung: Zum zugewinnsausgleichspflichtigen Vermögen gehören auch Rechte und Anwartschaften.

Sehr geehrte Anwältin, sehr geehrter Anwalt.

Habe ein Grundstück gekauft und auch bereits bezahlt, aber die Auflassung noch nicht erledigt, somit ist es auch noch nicht beim Grundbuchamt eingetragen.

Nun steht leider eine Scheidung an.

Wie zählt das Grundstück nun? Es gehört uns noch nicht, das Geld ist aber weg, zumal das Grundstück bezahlt ist.

Wir haben eine normale gesetzliche Zugewinngemeinschaft.

Theoretisch gibt es da gar nichts aufzuteilen, weil momentan weder Geld noch Grund vorhanden ist, so daß die im Kaufvertrag genannte Person den Grund später alleinig besitzen würde.

Oder ist das nicht so?

Gibt es für eine derartige Situation irgendwelche Rechtsgrundlagen ?

Beste Grüße

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Leider kann ich Ihre Rechtsauffassung nicht bestätigen.

Allein der Umstand, dass das Grundstück noch nicht umgeschrieben ist, führt nicht dazu, dass dieses bei einer vermögensrechtlichen Bewertung für die Ermittlung etwaiger Zugewinnausgleichsansprüche unberücksichtigt bleibt.

Zum zugewinnsausgleichspflichtigen Vermögen gehören nämlich auch Rechte und Anwartschaften.

Der Begriff Vermögen im rechtlichen Sinne umfasst also alle geldwerten Rechte. Hierzu gehört auch der Anspruch auf Auflassung bzw. Eigentumsübertragung, der durch die Zahlung des Kaufpreises aufgrund des Kaufvertrages bereits entstanden ist.

Im Ergebnis ist bei der Feststellung des ehelichen Endvermögens der Auflassungsanspruch als geldwertes Recht einzustellen und zwar mit dem Wert des gekauften Grundstückes.

Hieraus kann sich dann ein Zugewinnausleichsanspruch nach den Regeln der §§ 1373 ff. BGB ergeben.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

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