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Grundsteuerreform (Miteigentumsanteil)

| 2. Juli 2022 19:47 |
Preis: 65,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


Ich habe unterschiedliche Angaben zum Miteigentumsanteil:

Laut Grundbuch (und Bescheid über Grunderwerbsteuer) ist die Größe des Grundstücks
8.850 qm und der Miteigentumsanteil am Grundstück beträgt 18/9940

Laut Teilungserklärung ist die ist die Größe des Grundstücks 9.249 qm, die Wohnung 31,69 qm groß und der Miteigentumsanteil ist 18/10000

Was gilt den jetzt und wie berechne ich meinen Miteigentumsanteil?

Laut Kostenabrechnungen ist die Abrechnung des Miteigentumsanteil so:
Gesamt Mein Anteil
Miteigentumsanteile 100.000.000 210.000

Wie kommt man auf den Anteil von 210.000 ?

Ich freue mich auf eine Antwort!



7. Juli 2022 | 09:21

Antwort

von


(392)
Roßmarkt 194
86899 Landsberg
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Das Grundbuch genießt einen grundsätzlichen Gutglaubensschutz, so dass man sich auf dessen Richtigkeit verlassen kann, wenn man einen Auszug in Händen hält.

Das hat besondere Bedeutung beim Kauf von Grundstücken.

Allerdings erfolgen Eintragungen im Grundbuch unter Bezugnahme auf die Teilungserklärung.

Wenn insoweit widersprüchliche Angaben bescheinigt werden, ist das Grundbuch offensichtlich fehlerhaft und muß berichtigt werden.

Denn der Gutglaubenschutz beim Erwerb von Grundstücken entfällt, wenn durch die Bezugnahme auf die Eintragungsbewilligung gem. § 7 III WEG ein Widerspruch zwischen Grundbuch und Teilungserklärung erkennbar wird bzw. offensichtlich ist. Erwerber würden nicht Eigentümer des falsch berechneten Grundstücks sondern nach der Teilungserklärung, die in Ihrem Fall ja vorteilhaft für Sie wäre.

Sie hätten einen schuldrechtlichen Anspruch gegen den Veräußerer auf Zustimmung zur Berichtigung des Grundbuchs, soweit das Grundbuch nicht vom Grundbuchamt in eigener Verantwortung berichtigt wird.

In Ihrem Fall könnte sich aber die „kleinere" Wohnung als vorteilhaft erweisen, wenn auch nur geringfügig.
Ich empfehle, das Grundbuch zu verwenden.

Nach dem Wohneigentumsgesetz (WEG) ist der Miteigentumsanteil einer Wohnung deren Bruchteil an der gesamten Grundstücksgröße der
Wohnungseigentümergemeinschaft.

Beim Erwerb der Eigentumswohnung ist immer auch ein Bruchteil des Grundstücks enthalten, auf dem das Haus steht (Miteigentumsanteil).

Dies wird in Form von Bruchstücken als Anteile von Tausend angegeben, bei großen Grundstücken ggf. 10.000

Der Verteilerschlüssel geht dann von dem Verhältnis der Wohnflächen zur Grundstücksgröße aus

Bei der Gesamtwohnfläche von X m2
(X Quadratmeter) muß X also erst auf 1.000 Einheiten umgerechnet werden und die tatsächlichen m2 einen vergleichbaren Faktor erhalten.

Aus der Multiplikation der m2 der Wohnung und dem errechneten Anteil pro m2 ergibt sich der konkrete Miteigentumsanteil von Y/1.000 am Gesamteigentum.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Helge Müller-Roden
Fachanwalt für Arbeitsrecht

Rückfrage vom Fragesteller 7. Juli 2022 | 17:11

Vielen Dank für Ihre ausführliche Antwort!

Sie empfehlen mir, das Grundbuch zu verwenden. Dies würde ich auch vorziehen....

Im damaligen Bescheid über die Grunderwerbsteuer stehen auch die Daten des Grundbuchs:
Whg.-/Teileig.-Nr.: Whg. Nr. 96
Größe: 8.850,00 qm
Art der Bebauung: Wohngebäude
Anteil: 18/9940

Diese Daten/Angaben würde ich jetzt für die Erfassung der neuen Grunderwerbsteuer verwenden.
Ist dies auch so von Ihnen gemeint und korrekt?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 7. Juli 2022 | 20:24

Das würde ich nach derzeitigem Kenntnisstand empfehlen und wird auch die wenigsten Nachfragen generieren.

Bewertung des Fragestellers 7. Juli 2022 | 23:09

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