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Grundsteuer und Darlehnsraten bezahlt der Miteigentümer nicht

| 14.05.2019 10:33 |
Preis: 48,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Gerhard Raab


Sehr geehrte Damen und Herren,
ich lebe von meiner Frau getrennt. Wir haben ein gemeinsames Haus für das Grundsteuer und Kreditraten zu bezahlen sind. Meine Frau lebt im Haus bezahlt aber weder zumindest hälftig die Darlehnsraten noch die Grundsteuer. Die Kosten trage ich. (Kindesunterhalt und Ehegattenunterhalt sind bereits geregelt und betreffen die Frage nicht)
Wie kann ich meine Frau dazu bringen diese Kosten zumindest zur Hälfte zu tragen? Gibt es eine erfolgversprechende rechtliche Handhabe?
Vielen Dank im Voraus,

mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrter Fragesteller,

Zu Ihrer Anfrage nehme ich wie folgt Stellung:


1.

Da Ihre Ehefrau gewissermaßen Ihren hälftigen Miteigentumsanteil an dem im gemeinsamen Eigentum stehenden Haus mitnutzt, ist sie im Innenverhältnis, also im Rechtsverhältnis zwischen Ihnen und Ihrer Ehefrau, verpflichtet, sich auch an den Darlehnsraten und der Grundsteuer zu beteiligen.

Selbstverständlich können Sie Ihre Frau entsprechend zur Zahlung auffordern, wobei ich davon ausgehe, dass Sie diesen Versuch bereits unternommen haben, Ihre getrennt lebende Ehefrau eine Beteiligung aber abgelehnt hat.

Sie sagen, Sie hätten unter anderem auch den Trennungsunterhalt geregelt. Eine Möglichkeit bestünde nun darin, da ihre Ehefrau in dem Haus wohnt, den hälftigen Kreditbetrag und die Hälfte der Grundsteuer von dem Trennungsunterhalt abzuziehen. Das wäre die einfachste Vorgehensweise, um zu vermeiden, dass Sie allein diese Kosten tragen.

Es ist denkbar, dass sich Ihre Ehefrau dagegen zur Wehr setzt, d.h., dann müsste diese Problematik gerichtlich ausgetragen werden.

Jedoch wäre diese Vorgehensweise insoweit sinnvoll, als dass Ihre Ehefrau, sollte sie sich diesem vernünftigen Vorschlag entziehen wollen, gezwungen wäre, die Initiative zu ergreifen, beispielsweise indem sie den Abzug von Trennungsunterhalt nicht akzeptiert.


2.

Ein anderer Gesichtspunkt ist der so genannte Wohnvorteil.

Das Haus gehört Ihnen und Ihrer Ehefrau je zur Hälfte. Wie oben schon gesagt, nutzt Ihre Ehefrau Ihren hälftigen Miteigentumsanteils für sich. Mit anderen Worten: Während Sie getrennt leben, wohnt die Ehefrau in dem gemeinsamen Haus mietfrei.

Der Trennungsunterhalt errechnet sich nun aufgrund Ihres Einkommens, das um abzugsfähige Positionen geschmälert und von dem der Kindesunterhalt in Abzug gebracht wird und dem Einkommen Ihrer Ehefrau.

Der so genannte Wohnwert erhöht das Einkommen der Ehefrau mit der Folge, dass die Differenz zwischen Ihrem bereinigten Nettoeinkommen und dem bereinigten Nettoeinkommen der Ehefrau geringer ausfällt, was dann zu einem geringeren Trennungsunterhalt führt.

Ein Beispiel verdeutlicht das: Angenommen, für das Haus wäre eine ortsübliche Vergleichsmiete, würde man das Haus vermieten, von 1.000 € (Kaltmiete) zu erzielen. Die Hälfte hiervon wären 500 €, so dass man einen Betrag von 500 € als zusätzliches Einkommen Ihrer Ehefrau zurechnen müsste.

Dadurch ändert sich der Trennungsunterhalt. Ob dies bei Ihrer Unterhaltsberechnung bzw. bei der Einigung über den Trennungsunterhalt berücksichtigt worden ist, kann ich natürlich nicht sagen.

Hier gäbe es aber auch einen Weg, ihre Kosten zu reduzieren.


Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 14.05.2019 | 11:39

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"Herr Rechtsanwalt Raab hat meine, etwas schwammig gestellte Frage, sehr ausführlich und für mich sehr zufriedenstellend beantwortet. Es ist traurig, dass ich trotz dem, dass ich eine Anwältin habe, meine Fragen hier stellen muss.
Es sollte mehr Anwälte wie Herrn Raab geben.
Vielen Dank und Gruß aus dem Schwarzwald"
Stellungnahme vom Anwalt:
Vielen Dank für die freundliche Bewertung!