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Grundschuldzinsen. Wer kann berechnen??


17.06.2005 16:00 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen



Guten Tag !
Meine Frau hat eine Buchgrundschuld in Höhe von 200 000 DM
nebst 15% Zinsen auf ihrem Privathaus am 26.3.99 zugelassen.
Die Zweckerklärung wurde am 10.12.02 unterschrieben. Hier
haftet die dingliche Grundschuld für die Firmenschulden.
Meine Frau ist hier vom Banker arglistig getäuscht worden,
denn dieser versicherte, daß Sie n u r für 102 000 € haften
müsse.
Nunmehr erhält meine Frau eine Klage ;Duldung der Zwangsvollstreckung" Die Bank will das Privathaus versteigern.
Der Firmenkredit ist zwar durch mehrere Grundschulden abgesichert
aber dieses ist der einfachere Weg.

Frage: Wer kann errechnen, was meine Frau der Bank schuldet
Sehr geehrter Ratsuchender,

es ist schlichtweg unmöglich, zu berechnen, was Ihre Frau der Bank schuldet.

Was - bzw. wieviel - Ihre Frau schuldet, ist keine Frage der Grundschuld, sondern eine Frage der mit der Grundschuld besicherten Verbindlichkeiten. Dies gilt umso mehr, als die Grundschuld ja gerade keine bestimmte Verbindlichkeit sichert, sondern hiervon abgekoppelt ist und damit beliebig oft für neue Darlehen verwendet werden bzw. auf weitere Verbindlichekeiten erweitert werden kann. Sie können dies also nur selber bestimmen, indem Sie durchforsten, welche Forderungen bestehen. Geht es hierbei um das Darlehen für die Firma, ist natürlich entscheidend, wie hier der aktuelle Saldo und die Zinsschuld ist.

Was sich errechnen lässt, ist, für welchen Betrag höchstens gehaftet wird: Da die Grundschuldzinsen 15 % bei einer Grundschuld von 200.000 DM betragen, haben die Grundschuldzinsen nach nunmehr recht genau sechs Jahren Laufzeit den Sicherungsumfang der Grundschuld um 180.000 DM auf insgesamt also 380.000 DM erhöht. Das ist also der Maximalbetrag, mit dem die Grundschuld jetzt haften kann.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas J. Lauer
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 17.06.2005 | 16:55

Klar verstehe ich !
meine Frau hat bei der Bank keine Verbindlichkeiten.
Die Höhe der Firmenverbindlichkeiten belaufen sich auf 193000€,
abgesichert auf:
Wohnhaus Frankensteiner Str 23 100 000 DM 2 Rang
Frankensteiener Str 21 100 000 DM "
Röntgenstraße 17 100 000 DM "
Klockenhagen 80 000 € 1 Rang

Die Bank bedrängt jetzt meine Frau, indem die Versteigerung
eingeläutet wurde.
Meine Frau hat eine Umfinanzierung geschaffen-- 120 000 €
und wollte hiermit aus der Nummer kommen-- jedoch mußte
Sie feststellen, daß Sie gelingt wurde.

Kann man Strafanzeige gegen den Bankberater stellen ?

Was ist mit der 3 jährigen Verjährung nach Fälligkeit ?

Gerne höre ich von Ihnen

W Aulbur

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 17.06.2005 | 17:09

Sehr geehrter Ratsuchender,

selbstverständlich können Sie Strafanzeige erstatten, wenn Sie der Auffassung sind, dass eine strafrechtlich relevante Handlung begangen würde. Für sinnvoller würde ich es allerdings halten, einen Rechtsanwalt mit der Prüfung zu beauftragen, ob hier etwas "im Argen liegt". Denn für Sie dürfte es jetzt vorrangig darum gehen, ob Sie sich gegen die Inanspruchnahme erfolgreich wehren können oder Schadensersatzansprüche bestehen können. Bei der Gelegenheit kann gleich mitgeprüft werden, ob das Strafrecht berührt ist.

Letzteres bietet sich gerade in Fallkonstellationen wie dieser an, da hier nicht selten Dinge als arglistige Täuschung angesehen werden, die tatsächlich korrekt sind. Hier sollten Sie sich nicht von Emotionen leiten lassen, denn dann können Sie sich schneller "blamieren", als Ihnen lieb sein kann.

Zur Verjährung kann ich leider keine Aussahe treffen, da ich die Art der Verbindlichkeiten und die Fälligkeiten nicht kenne. Ersteres ist allein schon wichtig, um überhaupt feststellen zu können, welche Verjährungsfrist gilt.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas J. Lauer
Rechtsanwalt

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