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Grundschuld zugunsten eines Kindes auf dem gesamten Erbe

19.10.2018 13:16 |
Preis: 52,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
Die Eltern haben vor 20 Jahren nach Berliner Model ein Testament gemacht. Der Vater ist verstorben. Die Mutter ist Alleinerbe. Nach ihrem Tod sollen beide Kinder zu gleichen Teilen erben. Das EFH der Eltern hat einen Wert von ca.250000 Euro. Vor 20 Jahren wurde die Immobilie zu 100 % als Sicherheit für einen Kredit meiner Schwester verwendet. Also ein Grundbucheintrag in voller Höhe. Der Kredit ist immer noch nicht zurück gezahlt. Was passiert beim Erbfall?
Ich erbe das Haus zu 1/2 Teil, der Wert ist dann aber 0 Euro, weil alles der Bank gehört?
Ich könnte dann warten, bis meine Schwester irgendwann den Kredit abbezahlt hat und die Grundschuld löschen lässt ? Oder zählt nur der Wert der Immobile zum Todezeitpunkt? Das wäre ja dann 0 Euro.
Unsere Mutter kann die Grundschuld jetzt nicht löschen lassen , weil meine Schwester das Geld nicht hat.
Wenn wir das Haus nach dem Tod der Mutter verkaufen, ginge der Erlös zu 100% an die Bank.
Das sieht für meine Schwester sehr vorteilhaft aus und für mich sehr ungünstig.
Ich bin dankbar für Ihre werte Einschätzung der Lage.
19.10.2018 | 13:47

Antwort

von


(193)
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ich beantworte Ihre Frage auf Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben. Bitte beachten Sie, dass schon geringe Abweichungen im Sachverhalt zu einer anderen rechtlichen Bewertung führen können.

In der Tat ist die Höhe des Vermögens zum Zeitpunkt des Erbfalls entscheidend. Das heißt, wenn das Haus einen objektiven Wert von 0€ hat (eben weil es belastet ist) gibt es auch kein Erbe zu verteilen.

Die Frage ist, unter welchen Voraussetzungen damals die Eintragung ins Grundbuch vorgenommen wurde. Der häufigste Fall dürfte sein, dass die Tochter Geld gebraucht hat und die Eltern dem Kind unter die Arme greifen wollten. Eine Rückzahlung oder eine Verzinsung wurde nicht vereinbart, die Rückzahlung war aber von allen Seiten gewollt. Ein schriftlicher Vertrag wurde nicht geschlossen.

Obwohl ein schriftlicher Vertrag nicht vorliegt, ist ein Darlehensvertrag zustande gekommen. Lediglich die Rückzahlung wurde nicht fällig gestellt. Entweder muss Ihre Mutter dies tun oder nach Anfall der Erbschaft können Sie als Mitglied der Erbengemeinschaft dies tun (da gibt es einige Hürden, die jetzt zu weit führen würden). In jedem Fall ist im Vermögen zum Zeitpunkt des Erbfalls dann auch der Rückforderungsanspruch enthalten. Dieser erhöht das Vermögen und ist von Ihrer Schwester gegenüber der Erbengemeinschaft auszugleichen.

Beispiel: Wert des Hauses 200.000€, eingetragene Grundschuld 180.000€, Rückzahlungsanspruch 180.000€: Ihre Schwester muss an die Erbengemeinschaft 180.000€ zahlen. Diese können die Erben aufteilen, sodass unterm Strich Ihre Schwester an Sie 90.000€ zahlen müsste.

Das größte Problem ist hier die Beweiserbringung, dass eine Rückzahlung vorgesehen war. Am Besten wäre es wenn Ihre Mutter Österreich noch (schriftlich) mit Ihrer Schwester fixieren würde.

Ich hoffe, Ihre Frage umfassend beantwortet zu haben. Sollte dies nicht der Fall sein, nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

Krueckemeyer
Rechtsanwalt


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